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Ernährung bei Speiseröhrenentzündung

Kategorie: Ernährung-Fitness » Expertenrat Ernährung, Diät und Abnehmen | Expertenfrage

12.03.1999 | 11:03 Uhr

Hallo!
Bei mir kommt es immer wieder zur Speiseröhrenentzündung.
Ursache: Die Klappe zwischen Röhre und Magen schließt nicht richtig.
Folgendes habe ich bereits unternommen:
1. kein Übergewicht
2. Nichtraucher
3. kein Alkohol, Kaffee
4. kaum Süßigkeiten( wenn doch, muß ich es gleich büßen)
5. Fettarme Kost, 5 kleinere Mahlzeiten (meistens)
Was kann ich noch tun? Was ist von dem Hausmittel Weißkraut- bzw. Kartoffelsaft zu halten?
Im Voraus vielen Dank.

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18.03.1999, 09:03 Uhr
Antwort

Hallo und vielen Dank für Ihre Anfrage! <p>Wie Sie schreiben, tritt durch einen unzureichenden Verschluß des Magenmundes immer wieder eine Speiseröhrenentzündung (Ösophagitis) bedingt durch ein Zurückfließen (Reflux) von Magensaft (Magensäure, die die Schleimhaut angreift). Im Fachjargon wird von einer ?Refluxösophagitis gesprochen. <p>Vermutlich sind Sie diesbezüglich in ärztlicher Behandlung und haben bereits Übergewicht, Nikotin, Alkohol, Kaffee, Süßigkeiten, fettreiche Kost und große Mahlzeiten als ungünstige Faktoren
erkannt und vermeiden diese entsprechend. <p>Weitere Allgemeinmaßnahmen zur Verringerung eines Refluxes können sein: <p>· Nach dem Essen nicht sofort hinlegen,
· Liegen mit erhöhtem Oberkörper,
· Knappe Abendmahlzeiten
· Vermeiden von Lebens- u. Genußmitteln, die den Tonus (Spannungszustand der Muskulatur) im unteren Ösophagusschließmuskel reduzieren, wie neben fettreichen Lebensmitteln, Alkohol, Kaffee, Tee (vermutlich nicht zutreffend für Kräutertees), Kakao, zuckerreiche Getränke,
· Mehrere kleine Mahlzeiten sollten eiweißreich, hingegen fett- u. zuckerarm sein. <p>Sollten Sie dennoch trotz all dieser Maßnahmen keine Besserung verspüren, wird i.d.R. eine medikamentöse Therapie verordnet durch Gabe säurebindender oder säureunterdrückender Medikamente sowie Medikamente, die den Schließmuskeltonus erhöhen.
Dieses sollten Sie gegebenenfalls mit Ihrem Arzt besprechen. <p>Desweiteren schlage ich vor, daß Sie Ihre Krankenkasse bezüglich einer diätetischen Ernährungsberatung befragen, anhand derer Sie individuell für sich z. B. Speisepläne ausarbeiten können. Bei physiologisch nachweislichen vom Arzt bestätigten Erkrankungen oder Störungen sollte eine diätetische persönliche Ernährungsberatung in Erwägung gezogen werden, um unter diesen eigeschränkten Umständen der Ernährungs- und Lebensweise durch fachkompetente und individuelle Hilfe ?das Bestgeeignetste für sich zu erfahren und zu besprechen. <p>Gute Besserung für Sie und
herzliche Güße von
Tanja Ploch vom Lifeline-Expertenteam

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