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Stiche entzünden sich seit 3 Monaten immer wieder

Kategorie: Haut-Haar-Nägel » Expertenrat Dermatologie | Expertenfrage

25.07.2020 | 19:27 Uhr

 Guten Tag,

meine Tochter (2 J.) stand Mitte April mit 3 roten Flecken im Gesicht auf (Kieferknochen, Wange und Schläfe auf der rechten Gesichtshälfte auf). Am Abend des selben Tages fand ich eine Mücke in ihrem Zimmer. Von daher gehe ich eigentlich davon aus , dass es sich um Mückenstiche handelt.
Die Stiche schienen sie nicht zu stören. Seitdem ist es so, dass immer einer dieser Stiche entzündet ist. Wir waren auch schon beim Kinderarzt, der uns zunächst Tyrosur verschrieben hatte. Es sieht immer mal wieder so aus als würden die Stellen abheilen, aber dann flammen sie wieder auf. Jetzt, nach drei Monaten waren wir beim Hautarzt. Der erste hatte keine Idee ; Nummer zwei stellte an zwei Stellen eine Papel fest. Sie soll nun zum Borelliosetest. Zecken können wir aber ja ausschließen. Haben Sie vielleicht eine Idee was dies sein könnte ? Der Hautarzt möchte uns sonst in die Hautklinik schicken . So langsam machen wir uns wirklich Sorgen, zumal der letztere Hautarzt meinte es könnte auch eine systemische Krankheit seit oder Mastozytose?! Ist das wahrscheinlich ? Sie ist ansonsten topfit, hat seit Monaten keine Infekte mehr gehabt etc . 

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Lifeline Gesundheitsteam
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26.07.2020, 12:23 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

Leider ist es uns anhand eines Internetforums nicht gestattet ohne ausführliche Anamnese und genaue körperliche Untersuchung eine Diagnose zu stellen, in Deutschland wäre dies zudem illegal.

Wir raten Ihnen, den Borreliosetest machen zu lassen. Ggf. hat Ihre Tochter eine Zecke gehabt, die wieder abgefallen ist, bevor Sie es bemerken konnten. Ist Ihre Tochter gegen FSME geimpft?

Tyrosur wirkt antibakteriell, wenn jedoch ein Befund über 3 Monate besteht und anscheinend progredient ist, ist es wohl nicht die richtige Therapie. Breitet sich der Befund aus? Sind die Stellen überwärmt?

Kann es bei dem erneuten Befundverschlechterungen sein, dass Ihre Tochter daran heumgekratzt hat?

Bei einer Mastozytose würde noch eine Reihe anderer Symptome vorliegen, die Sie hier nicht beschrieben haben, weshalb wir aktuell aufgrund von 3 Papeln nicht davon ausgehen, dass diese Grunderkrankung vorliegt.

Dennoch raten wir Ihnen, sich in der Hautklinik vorzustellen. Dort gibt es ausreichend Experten und durch die Überregionalität der Patienten kennt man sich dort auch mit selteneren Erkrankungen aus und kann diese ggf. auch ausschließen. 

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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26.07.2020, 16:02 Uhr
Antwort

Vielen lieben Dank für Ihre schnelle Antwort. 

Die Stellen waren, ca 2 Wochen nach dem Auftreten überwärmt, als diese zum ersten Mal entzündet waren. Zu diesem Zeitpunkt waren wir ja das erste mal beim Kinderarzt. 
Wirklich daran gekratzt hat sie nie, aber natürlich kommt man immer wieder mit einem Handtuch etc. dran und reizt eventuell diese 3 Stellen. Gerade jetzt im Sommer Creme ich sie ja auch täglich mit Sonnencreme ein. Diese hatte ich allerdings auch zwischenzeitlich mal gewechselt um zu sehen, ob dadurch eine erneute Reizung stattfindet. 
Gegen FSME ist sie nicht geimpft. Wir leben allerdings auch nicht im Risikogebiet.

Sie bekommt diese Woche Blut abgenommen , zwecks Borelliose. 

Sie würden aber eher von einem lokalen Problem ausgehen ? Ansonsten ist sie topfit und hat keine weiteren Symptome ! 

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26.07.2020, 16:04 Uhr
Antwort

Was ich noch im Netz gefunden habe wäre Leishmanniose, aber das hätte der Hautarzt doch vermuten müssen, oder ? 

Lifeline Gesundheitsteam
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28.07.2020, 11:18 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

Leishmaniose ist eine Infektionskrankheit, die primär in den Tropen, durch den Klimawandel jedoch mittlerweile auch verstärkt in Deutschland auftritt, die Übertragung erfolgt via Sandmücken

Bei der Hautleishmaniose treten nach einer initialen Rötung durch dne STich kleine Papeln auf, die stark jucken und sich im Verlauf in nichtschmerzende Geschwüre umwandeln. Diese sind zwischen einem bis 5 cm groß. Obwohl häufig das Gesicht betroffen ist, gehen wir aktuell nicht davon aus, dass Ihre Tochter davon betroffen ist, da sich die Klinik unterscheidet. Zudem wäre es Ihrem Arzt aufgefallen.

Wir raten Ihnen weiterhin, dass Sie sich in einer Hautklinik vorstellen, damit dort die weitere Diagnostik erfolgen kann. Warten Sie aber die Befunde der Borreliosetestung ab, dort wird man Sie ggf. danach fragen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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