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Starke Beschwerden seit 2 Jahren

Kategorie: Haut-Haar-Nägel » Expertenrat Dermatologie | Expertenfrage

16.01.2023 | 23:56 Uhr

Guten Abend zusammen,

ich wende mich ein weiteres Mal fragend und mittlerweile auch verzweifelt hier an das Forum.

 

Ich habe seit nunmehr 2 Jahren starke Beschwerden und kann weder eine Besserung verzeichnen, noch konnte man mir eine Ursache von ärztlicher Seite nennen.

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Ich versuche mich kurz zu halten. (Wie bereits in einem älteren Beitrag beschrieben)

Die Beschwerden fingen im Februar 2021 nach Geschlechtsverkehr an.

Behandlung:

- 2-3 Tage danach mit starkem Entzündungsgefühl und Rötung an der Eichel aufgwacht

- "Blinde" Behandlung eines Urologen (2 Wochen) mit Pilzcreme

- Im Anschluss "blinde Behandlung" mit DecodermTri ohne Hinweis auf Nebenwirkungen

(Ich trug die Creme ca. 2-3 Wochen auf)

- Beschwerden klangen nicht ab, Urologe diagnostizierte eine Psychosomatik da er lediglich eine Rötung erkannte

- In der Verzweiflung besorgte ich mir Hydrocortison (verschreibungsfrei) und trug dieses für mindestens vier eher 6 Wochen auf und dies wirklich nicht "zu knapp" und nicht dünn.

(Ich hatte den ganzen Tag Schmerzen und ein entzündliches Gefühl von früh bis spät)

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Verlauf:

- als erstes verzeichnete ich helle und dunkle Flecken auf der Eichel welche als Pigmentstörungen ausgelöst durch eine Entzüdung vom Hautarzt diagnostiziert wurden.

(Sind mittlerweile abgeklungen)

- danach entwickelte sich einen sehr sehr schmerzhafter "Ausschlag" der als Rötung zu erkennen war aber tatsächlich nur während einer Errektion die Haut furchtbar rot und "wellig" erschienen ließen. (Konnte der Hautarzt natürlich nicht sehen)

- die Behandlung mit Hydrocortison habe ich sofort und schlagartig abgebrochen, als ich mich selbst informierte, da der behandelnde Arzt keinen handlungsbedarf sah.

- ich stellte fest, dass die Haut nun ohne Creme furchtbar klebrig war und bis heute ist,

sobald diese aber bei zurückgezogener Vorhaut an die Luft kommt binnen einer Minute staubtrocken wird (Beschwerden bis heute!)

- nach teilweise abklingen des Ausschlages kann ich bis heute bei einer Errektion über die komplette Eichel feine "Blutgefäße" korrigieren Sie mich Kapillare deutlich sehen.

- ein halbes Jahr nach den ersten Symptomen entwickelte sich ein Brennen in der Harnröhre welches gefühlt von Tag zu Tag "hineinwandern" zu schien und Schmerzen verursacht, vor allem vermehrt bei Harndrang aber auch sich auch bei Druck entzündlich anfühlt.

(Zweifache Behandlung mit Antibiotika halfen damals nur temporär.)

- dazu gesellte sich noch ein Schmerz im Hoden mit einem Druckgefühl welcher bis heute nicht ganz abgeklungen ist.

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Nun war ich bei mehreren Hautärzten. Diagnose von Hautreizung bis hin zu Schleimhaut irritiert etc.

Zuletzt hat mich mein HAutarzt der auch nicht recht weiter wusste nach Heidelberg überwiesen.

Ich schilderte dort den Verlauf, nach einer 20-sekündigen Begutachtung verschrob mir dieser Optdiderm mit der Aussage: "Damit sich das ganze mal wieder beruhigt" für 180€ Gebühr auf 15 Minuten. Nicht tragisch aber bringt mich auch nicht weiter.

 

Gemacht wurde:

- Allergietest (keine bekannt und vorhanden)

- TPHA-Test

- Abstriche Harnröhre

- Abstrich & "Abklatschprobe" auf Pilze

- Infektionsdiagnostik (Bakterien) C. trachomatis DNA

- Im Urin waren nie Bakterien bzw lediglich Bakterien die "üblicherweise dort vorkommen" und einmalig Streptokokken

- desweiteren meine ich auch auf gängige Geschlechtskrankheiten ferner Chlamydien genaueres weiß ich nicht mehr

 

 

Der letzte Besuch bei einem Arzt (in Heidelberg) ist nun gute 5-6 Monate her. Weder eine "abwartende Haltung in den vergangenen zwei Jahren ohne jegliche Behandlung noch eine Pflege alle ein bis zwei Tage gelegentlich mit besagter Optiderm Creme verhelfen zur Besserung.

 

Ich entschuldige mich für den langen Text aber ich weiß nicht in welche Richtung das ganze hier noch gehen soll.

Ein Sexleben ist ausgeschlossen, Beschwerden sind ständig präsent und so langsam aber sicher muss ich mich zusammenreißen nicht depressiv zu werden so trauig das klingt.

Wenn ich mir den Beipackzettel mit möglichen Nebenwirkungen von Kortison anschaue, kann die meisten Punkte tatsächllich Bejahen wenngleich es sich bei Hydrocortison um eins schwaches Mittel zu handeln scheint und ich keine Selbstdiagnose stellen möchte und auf mehrfaches Nachfragen die Wahrscheinlichkeit als gering bis hin zu "Da müsste schon eine Behandlung über Jahre erfolgen" abgetan wurden.

Ich habe längst aufgehört im Internet nach Halbwahrheiten zu suchen, dennoch gibt es dort viele sehr ähnliche Fälle welche Dermatologen vor ein Rätsel zu stellen scheinen.

 

Wurde hier etwas übersehen? Kortisonschaden doch nicht so abwägig?

(Haut fühlt sich obendrein tatsächlich dünn und empfindlich an und sieht auch so aus)

Ich bin an einem Punkt an dem ich nicht mehr an Besserung glaube sondern mich lediglich mit einer ansatzweisen Diagnose begnügen würde. Mein Leben scheint mit Anfang 30 ruiniert.

 

Haben Sie einen Rat, abgesehen davon mir den Strick zu binden, oder einen Lösungsansatz für mich nach dem lesen dieses Romans?

 

Grüße M.

 

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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25.01.2023, 22:49 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo M.,

verzeihen Sie bitte unsere so späte Antwort.
Wir können natürlich ohne eigene Untersuchung auch kaum etwas Neues beitragen. Rein aus dem gelesenen würden wir tatsächlich auch von einer Folge des Cortisons ausgehen. Ein Erreger oder ähnliches konnte ja bislang nicht gefunden werden, eine autoimmunge Ursache scheint auch eher unwahrscheinlich.
Auf der anderen Seite sollte vielleicht noch unabhängig vom Hautzustand einmal die Hoden und die Prostata untersucht werden. Zwar konnten noch keine Erreger gefunden werden, trotzdem sollte ausgeschlossen werden, dass eine chronische Prostataentzündung als Reservoir für mögliche Keime dient (beispielsweise für die Streptokokken).
Durch die Cortisonbehandlung und die anschließende Weiterbehandlung mit anderen Cremes könnte es sein, dass die dünne Hautschicht auf der Eichel etwas geschädigt und verändert wurde, wodurch es zum schnelleren Austrocknen kommt. Das sollte aber per se keinen Geschlechtsverkehr verhindern.
Wir können und dürfen aus der Ferne natürlich keine Therapieempfehlung geben, allerdings könnte es auch möglich sein, dass Sie versuchen, mechanische Belastung so gut wie möglich von Ihrem Penis fernzuhalten. Das ist natürlich schwierig und wohl nur sehr eingeschränkt möglich. Trotzdem sollte es vielleicht so gut wie möglich versucht werden, darüber sollten Sie aber auch mit Ihrem Hausarzt sprechen.
Leider können wir aus der Ferne wie schon geschrieben nur sehr eingeschränkt mitbeurteilen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen damit trotzdem weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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