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Hautausschlag mit Quaddelbildung nach Geburt

Kategorie: Haut-Haar-Nägel » Expertenrat Dermatologie | Expertenfrage

11.01.2021 | 20:55 Uhr

Hallo liebes Ärzteteam.
Zuerst einmal möchte ich sagen, dass ich es klasse finde, dass es Foren wie diese gibt. Denn aktuell ist es mir nicht möglich zum Hautarzt zu gehen, da ich mich im Wochenbett befinde und mein Neugeborenes auf mich angewiesen ist.

Hier mein Fall: Seit der 28. Schwangerschaftswoche leide ich unter starkem Juckreiz am ganzen Körper, teilweise mit Pustelbildung. Im Zuge dessen konnte man anhand der Leber- und Gallenwerte eine Schwangerschaftscholestase ausschließen. Ich wurde mittels Cetirizin und Histakut im Krankenhaus eingestellt. Dies hat aber kaum für Linderung gesorgt. Weiterhin versucht habe ich in Absprache mit meinem Gynäkologen bzw. Hebamme Tanosynth, Hepatodoron und Apis, ohne richtigem Erfolg. Auch Urea- und Feuchtigkeitslotionen und rückfettende Cremes haben wenig geholfen.

In der Schwangerschaft ließ der Juckreiz ab der ca. 34. Woche von selber (?) nach und stellte sich kurz vor der Geburt wieder ein. Jetzt auch mit deutlicher Quaddel- und Pustelbildung. Der Juckreiz wurde nach der Geburt (liegt jetzt 5 Tage zurück) nochmal wesentlich schlimmer und ist kaum mehr auszuhalten. Besonders schlimm ist es am Abend und in der Nacht.

Ich würde mich über eine Meinung/Tipps zur Linderung freuen. Erwähnen muss ich an dieser Stelle noch, dass ich stille.

Vielen Dank vorab,
Liebe Grüße,
Jana

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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16.01.2021, 15:55 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Jana,

verzeihen Sie bitte unsere späte Antwort. Leider dürfen wir ohne eigene Untersuchung keine Therapieempfehlung geben, deswegen müssen wir Sie leider an den Hausarzt verweisen.
Ganz allgemein aber kann es in der Schwangerschaft vorkommen, dass die Haut austrocknet. Außerdem gibt es bestimmte seltene juckende Erkrankungen, die in der Schwangerschaft auftreten, z.B. der Gestationsherpes (der kein Herpes ist).
Offenbar haben aber bei Ihnen die "normalen" Maßnahmen zur Behandlung von trockener Haut keinen Erfolg gebracht. Jetzt kann natürlich darüber nachgedacht werden, die Maßnahmen zu intensivieren und z.B. auf zu warmes Wasser zu verzichten, um zu hoffen, dass sich damit auch der Hautzustand bessert. Falls das nicht hilft, sollte ein Arzt hinzugezogen werden, da sonst eventuell der Einsatz von Medikamenten erwogen werden muss. Dann sollte gut abgewogen werden zwischen Nutzen und Risiko für das Kind durch das Stillen.
Zum Lindern der Symptome können Sie jetzt nochmal luftige Kleidung, Quarkwickel, weiterhin Cremes und - aber nur in Rücksprache mit einem Arzt - Cortisonsalben versucht werden.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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