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Hartnäckige Follikulitis mit schwerem Verlauf Behandlung

Kategorie: Haut-Haar-Nägel » Expertenrat Dermatologie | Expertenfrage

14.09.2020 | 13:59 Uhr

Hallo,

ich kämpfe bereits seit über einem Jahr mit meiner Follikulitis (nur auf der Kopfhaut, hauptsächlich Hinterkopf/Nacken) und bin mittlerweile beim 3. Hautarzt der mir auch nicht mehr wirklich helfen kann.
Ich habe bestimmt bereits 15 verschiedene Cremen benutzt, teilweise antibiotisch oder mit Kortison. Anfangs haben die sehr gut geholfen, durch fehlende ärztliche Anweisung dürfte ich aber woh zu früh damit aufgehört haben, mittlerweile bin ich gegen die Cremen die etwas geholfen haben resistent. Antibiotika habe ich ebenfalls mehrmals erhalten. 2-3 Mal anfangs für eine Woche. Seit heute bin ich fertig geworden mit meiner "Antibiotika-Kur" die über 9 Wochen ging, Doxycyclin wurde verschrieben 100mg 10 Stück 1x täglich.
Natürlich wird es dadurch besser aber es wird nie ganz abgetötet, während der Einnahme habe ich trotzdem tägliches jucken verspürt und ich bekommen schon wieder die ersten roten Punkte auf der Kopfhaut. Diese Pusteln oder wie man sie auch immer nennt wachsen dann sehr schnell von der Größe und Anzahl her, meine Talgdrüsen schwillen an, sie füllen sich mit Eiter, Schüttelfrost schlechter Allgemeinzustand, also es ist sehr schmerzhaft wenn man es nicht behandelt für ein paar Wochen, liegen oder irgendwo anlehnen geht natürlich dann auch nicht mehr.

Meine Hautärztin ist ratlos, hatte noch nie so einen schweren Verlauf (hartnäckig) gesehen und hat nur noch eine Idee - Vitamin A Präparat. Nun meine Frage - macht das Sinn? Kann das funktionieren? Und gibt es noch andere Behandlungsmethoden die wirken könnten? In 1-2 Wochen habe ich auch einen Termin im Krankenhaus, vielleicht wissen die mehr...

Vielen Dank im Voraus!
LG Lukas

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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19.09.2020, 16:24 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Lukas,

was Sie da beschreiben, ist kein völlig unbekanntes Problem. Trotzdem macht es nachvollziehbarerweise Hautärzte ratols. Das Problem ist nämlich, dass es zwar Leitlinien zum Thema gibt, in den allermeisten Fällen sprechen die Patienten auch gut auf die Therapien an. Und genau deswegen gibt es keine Reservetherapien für Peronen wie Sie, bei denen eben die Standardbehandlung und Zweit- und Drittlinienbehandlungen nicht wirken.
Das macht die Behandlung von Ausnahmefällen wie eben Ihrem schwierig. Hierzu gibt es vereinzelte Fallberichte, aus denen am ehesten hervorgeht, dass eine langwierige und kombinierte, systemische Therapie notwendig. Dabei kommen auch Abklämmlinge des Vitamin-A zum Einsatz, zusätzlich eben verschiedene Antibiotika und Formen von Cortison.
Der Vorteil im Krankenhaus ist, dass die Therapie überwachter angegangen werden kann. Zieht sich die Therapie aber über Wochen oder sogar Monate hin, können Sie diese Zeit natürlich nicht ständig im Krankenhaus verbringen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen damit weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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