autismus und zusätzliche traumatisierungen

Kategorie: Leben-Familie » Expertenrat Depression - Burnout - Stress | Expertenfrage

19.05.2019 | 16:52 Uhr

guten tag zusammen,

 

mich würde im zusammenhang, mit autismus noch folgendes interessieren und zwar, fiel mir auf, dass autisten, welche zusätzlich psychisch belastet sind, sich oft gar nicht so autistisch verhalten, sondern eher emotionaler sind und teils auch mehr der gesellschaft angepasst leben,

 

wie würden sie dass beurteilen, hängt das damit zusammen, ob und wie weit, sie sich entfalten können, bzw wie sehr sie den anderen genügen und sich dadurch umso weniger unterscheiden,

 

in dem sinne, dass sie ihre fähigkeiten, nicht so weit entfalten können und dadurch dann auch gar nicht diese typisch autistischen verhaltensweisen zeigen,

 

einfach weil sie ihre eigene identität, gar nicht so weit ausbilden können, bzw sie durch zusätzliche psychische einschränkungen,

 

wie angst, stress und sonstige auffälligkeiten, nicht die ruhe und die unterstützung finden, um sich als autist zu entwickeln, bzw dadurch gar nicht so autonom werden können,

 

bzw sich dadurch gar nicht so frei entfalten können, aufgrund psychischer belastungen.

 und dadurch quasi ihre höhere autistische intelligenz, nicht für sich selbst nutzen können,

 

sondern für die anpassung, an ihre umwelt, weil sie durch ihre traumatisierungen, eher i fluchtmodus bleiben,

 

 wodurch sie dann gar nicht typisch autistisch wirken, sondern eher, wie die norm,

 

ich hoffe sie verstehen meine frage

 

danke

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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21.05.2019, 21:07 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Anatomiefreund,

es ist teilweise sicherlich richtig, dass einiges von dem, was Sie beschreiben damit zusammenhängt. Unter Stress gestellt fällt es vielen Menschen schwer, sich so zu verhalten, wie sie selbst gerne würden. Eine Art ängstliche "Anpassungsreaktion" ist die Folge, außerdem kann es auch dazu kommen, dass Menschen dann intelektuell gehemmt werden. So gesehen ist der Eindruck erklärbar.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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21.05.2019, 22:01 Uhr
Antwort

ich stelle vorallem auch fest, dass menschen mit behinderung, welche von anfang an stabil aufgewachsen

 

sind und keine vorgeburtlichen oder durch frühe trennung der familie ausgelösten traumatisierungen in sich tragen,

 

sondern behindertengerecht, geschützt aufwachsen konnten, ein deutlich höheres selbstbewusstsein haben, 

 

als solche, die immer auf leistung getrimmt wurden und gezwungen wurden, sich anzupassen, bzw alleine durchzuschlagen, diese wirken nach außen, auch wenn sie,

nicht weniger autistisch sind, unauffälliger, bzw man erwartet dadurch auch viel mehr von ihnen, als diejenigen, welche sich nie verstellen mussten, bzw gar nicht so weit gekommen sind, 

 

sich in der nomalen welt, alleine durchzuschlagen, sondern immer einen behinderten bonus hatten,

 

diese zeigen oft viel mehr, nach außen, was sie fühlen und ihr umfeld toleriert das auch deutlich mehr, als solche, die durch psychische traumata zusätzlich gehemmt sind,

 

diese wrken härter im nehmen und man erkennt ihre sozialen einschränkungen,

 

deutlich weniger, weil sie sich gar nicht so weit öffnen und immer versuchen, alles mit sich selbst auszumachen,

 

diese wären dann völlig überfordert, wenn sie plötzlich in ein umfeld kommen, 

 

welches sie so akzeptiert, wie sie sind und versucht sie gegen ihren willen und ihre bisherigen lebensgewohnheiten, versucht zu integrieren. 

 

weil sie dann ja ihre sichere zone verlassen müssten,  sozusagen, obwohl sie nicht weniger behindert sind, sieht man ihnen dann ihre behinderung weniger an,

 

weil sie eben ohnehin schon immer weniger integriert waren, durch ihr zum autismus hinzukommendes psychisches problem,

 

wie beispielsweise früher missbrauch, oder frühe trennung von der familie, kurz nach der geburt.

 

kann man also tatsächlich sagen, dass eine angeborene behinderung, durch  zusätzliche psychische belastungen, überdeckt werden können.

 

 

 

 

Lifeline Gesundheitsteam
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25.05.2019, 17:42 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Anatomiefreund,

Natürlich ist ein geordnetes Umfeld einem gesunden Selbstbewusstsein zuträglicher, also geordnetes.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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25.05.2019, 21:29 Uhr
Antwort

wie sie wissen, hatte ich ja bereits vorgeburtlich und auch nach der geburt, starken stress und konnte mich nicht stabil entfalten dadurch,

 

nach einem jahr kinderheim, wurde ich dann, in eine stabile familie nahe münchen adoptiert, ich wurde noch relativ altmodisch, konservativ erzogen, wuchs in einer familie, auf, welche aus einer grundschullehrerin und einem juristen bestand.

 

hier hatte ich ein für mich sehr stabiles und kontrollierbares leben, mit gleichaltrigen, bin ich nie richtig zurechtgekommen, aber war durch meine traumatische vergangenheit,

 

immer sehr gut im nehmen und einstecken, dass hat vorallem meinem jura papa imponiert,

 

in der schule, war ich eher der verhaltensauffällige und kognitiv lernbehinderte außenseiter, konnte mich aber danach ausreichend zurückziehen, da wir sehr ruhig und geschützt wohnten, in einem vorort von münchen,

 

mit 13000 einwohnern, davon hauptsächlich ältere menschen, die ähnliche bedürfnisse hatten, wie ich bereits im traumatischen teenageralter.

 

im verlauf, als der schulstress geringer wurde und ich in einen sozialen beruf einstieg, konnte ich auch meine sozialen fähigkeiten, mehr entfalten,

 

weil der leistungsdruck nicht mehr so hoch war und ich mich nur noch, wie einer, von vielen fühlte,

 

wie erklären sie sich dass, wieso wirkt man mit einer autistischen behinderung, in einer reichen umgebung, oft mehr, wie ein außenseiter,

 

bzw in einer weniger leistungsorientierten, möglicherweise mehr als gleichwertiges Mitglied der dortigen Gesellschaft?

 

einerseits, hat mir die Erfahrung gut getan, umgekehrt, überfordert mich die heutige, moderne und schnelle Zeit, mehr,

 

als mein stabiles und langsames, ruhiges leben, meiner adoptiveltern früher,

 

bzw heute noch, habe ich den eindruck, dass ich in einer stressigen leistungsgesellschaft, weniger, mit meinen sozialen ängesten konfrontiert werde,

 

als in einem eher ruhigeren umfeld, in dem gemeinschaft, mehr im vordergrund steht, als leistung,

 

liegt dass daran, weil ein traumatisierter mensch, quasi immer unter stress steht und  dieser dann in einer Umgebung, welche eher weniger auf leistung orientiert lebt, deutlich mehr auffällt,

 

bzw kann man sagen, leistung und Bildung, schützt, vor sozialen einschränkungen, wie sie häufig bei autisten zu beobachten sind?

 

oder hat dass eher, mit dem traumata zutun, dass traumatisierte, eben immer gerne die kontrolle über alles haben wollen,

 

was in einer sozialisierten umgebung, durch beruflichen erfolg, natürlich  besser funktioniert und akzeptiert wird

 

 

 

 

 

 

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25.05.2019, 22:17 Uhr
Antwort

https://www.youtube.com/watch?v=_EEgG8ChQ9I

Lifeline Gesundheitsteam
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30.05.2019, 16:47 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Anatomiefreund,

in der MEdizin sollten immer und nie vermieden werden. Jeder Mensch ist anders und als Individuum zu betrachten. Jeder Mensch hat unteschiedliche Resourcen und kann daher mit unterschiedlichen Situationen anders umgehen. Eine Einschätzung Ihrer Situation sollte nicht im Rahmen eine Forums erfolgen, hierfür wäre z.B. eine Therapie der bessere Ort. 

 

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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