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Meine Ex-Freundin ist (ua.)sexsüchtig

Kategorie: Leben-Familie » Expertenrat Depression - Burnout - Stress | Expertenfrage

30.11.2000 | 01:11 Uhr

Hallo- <p>meine Ex-Freundin ist offensichtlich(unter anderem) sexsüchtig. Sie ist gerade mal 24 Jahre alt und hat laut eigenem Bekunden mit über 200 Männern geschlafen (und meint, es seien wohl noch weit mehr, aber das meiste hat sie verdrängt oder vergessen,
von denen ich allein über 50 kenne (ländlicher Raum). Sie ist dabei der aktive Part, was das anmachen betrifft.
Wenn es ihr gefallen würde, ok, aber es ist eine Art innerer Drang in ihr, sie sucht dadurch ihre Bestätigung, fühlt
sich danach aber jedesmal mies, ist depressiv und voller Selbsthaß. Das alles kam raus, weil ich über 7 Jahre ihr einziger (platonischer) Freund war (so ziemlich der einzige, der sich nur für sie als Mensch interessiert hat und mit dem sie nicht geschlafen hat, deshalb vertraute sie mir wohl)und sie mir einiges erzählt hat, da dachte ich allerdings noch, sie hätte nur einen ausgeprägten Sexualtrieb; sie machte jedenfalls immer einen gelösten Eindruck, wenn sie mir Woche für Woche von neuen Eroberungen erzählte. Dann aber verliebten wir uns und wurden ein Paar, und es eröffneten sich mir die wahren Dimensionen; sie hat mich an JEDEM Tag, an dem wir uns nicht sahen, betrogen, teilweise mit 2-3 Männern (zum Teil auch Frauen) an einem Abend. Sie hat michm stets belogen und mir was von Treue, dem was früher war und sie schon
lange nicht mehr will etc. erzählt. Als alles rauskam heulte sie und erzählte mir unter größten Schwierigkeiten, daß sie stets Drang danach fühlt, wie eine Hure behandelt zu werden, sich durchziehen zu lassen auf die harte unpersönliche Tour egal mit wem und wo, sich anderen so lange anbietet bis es jemand beendet und sie endlich mit ins Bett nimmt. Die Partner sind ihr zu 99%
gleichgültig oder sie ekelt sich gar vor ihnen. Dann wieder Lügen, Schizophrenie (sie hat sich quasi eine Gegenwelt geschaffen in der sie alles besser erträgt, sehr schräg), Drogen und Alkohol, um den Selbsthass zu bekämpfen. Dann wieder und wieder das selbe Spiel. Eine Therapi lehnt sie kategorisch ab, sie meint die wollen sie alle nur
manipulieren. Sie hat sich ein sehr wirrresWeltbild aufgebaut, es dreht sich im Prinzip alles um Sex, Drogen und
sonstigen Aktionismus um Leere und schlechte Gefühle zu füllen, sie redet sich aber alles schön und reagiert
aggressiv oder bricht völlig in Tränen zusammen, wenn jemand versucht hinter ihre selbstgebastelte Fassade zu blicken und mit ihr ein offenes, freundschaftliches Gespräch zu führen. Sie hat quasi für jedes Gegenüber eine
andere einstudierte Maske, läßt niemanden an sich ran, spielt nur jeweils andere Rollen. In ihrem Weltbild sind Männer minderwertige Schweine, Ärzte sind nur Verbrecher, die Gesellschaft besteht aus Mördern etc., und sie dreht sich seit Jahren nur im Kreis, hat keine Freunde oder Beziehungen, nur Sexpartner, wird immer
depressiver und frustrierter, denkt oft an Selbstmord. Obwohl ich selbst tief verletzt bin durch alles was geschehen
ist, denn ich habe sie wirklich geliebt und ihr geglaubt, daß sie es ernst meint mit mir nach all den Jahren als ihr
einziger Freund (war wohl naiv), würde ich ihr gern helfen, weiß aber nicht wie, denn es kommt ja niemand an sie
ran. Habe ihr Bücher geschenkt, Briefe geschrieben und bin da, wenn sie mit jemandem reden will, doch selbst
jetzt kommen oft nur Lügen und Theater dabei raus, was ich im Nachhinein oft genug mitgekriegt habe. Sie ist in
einem sehr destruktiven Teufelskreis gefangen und sagt selbst, sie wolle da raus, aber man weiß nie, was Maske
ist und was ehrlich gemeint. Wie kann man dieser Frau Unterstützung zukommen lassen ? Bin für jeden Tip sehr dankbar!

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30.11.2000, 10:11 Uhr
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Hört sich nach einer nymphomanischen Störung an, hatte ich auch wo ich noch jünger war aber lange nicht soo extrem. Hatte auch einen festen Freund und er litt furchtbar darunter daß ich mich ständig mit anderen Männern ins Bett ging, er wußte es hat mich aber sehr geliebt. Das ekelgefühl hatte ich auch dabei, so ein Zwang der mit Sexlust garnichts mehr zu tun hat. Mir hat dann tatsächlich eine ambulante Therapie geholfen das Problem zu lösen, hat eine Weile gedauert aber bin froh darüber. Die Situation Deiner Freundin ist ziemlich verfahren, wenn sie keine Therapie machen will, hilft leider alles nichts. Ich weiß nur daß es einen in den Wahnsinn treiben kann, hatte auch oft Selbstmordgedanken.
Alles Gute wünsche ich Dir, Gruß Sonja.

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30.11.2000, 10:11 Uhr
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Hallo Marc, das entscheidende hier, ist , wie Sie in Ihrem Bericht auch bemerken, der Suchtcharakter Ihrer Exfreundin. dementsprechend sollte auch eine adäquate Therapie eher im Suchtherapeutischen Bereich empfohlen und gesucht werden. Der Leidensdruck Ihrer Freundin scheint momentan zuzunehmen.Entscheidend könnte sein, dass ein Freund oder guter Bekamnnter dann zur Stelle ist, wenn es kritisch wird um dann eine Einweisung in eine stationäre medikamentös gestützte psychotherapeutische Behandlung zu erwirken. sollte Ihre Ex- freundin eine Psychose haben, auch über den sozialpsychiatrischen Dienst. <p>Mit freundlichen Grüßen <p>O.Lüers

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04.12.2000, 12:12 Uhr
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Was genau ist der sozialpsychiatrische Dienst ? Die Frau läßt keinen an sich heran, und ihre Eltern, zu denen sie keinen Draht hat, haben sie schonmal einweisen lassen. Sie hat sich bei der ambulanten Behandlung aber wieder eine Maske aufgesetzt, ihre Probleme völlig verleugnet, kam wieder raus und terrorisierte fortan ihre Eltern, weil die sie angeblich manipulieren wollten und sie und die Gesellschaft lauter Irre wären. Sie ist total kaputt und ständig kurz vorm durchdrehen, total depressiv, leidet, schneidet sich, will sich oft umbringen, aber läßt halt niemanden an sich ran und verabscheut wie schon geschrieben Therapeuten etc. Auch ich als ihr einziger Freund komme nicht an sie ran, sie isoliert sich immer mehr und füllt die Leere wie geschrieben mit Sex, Drogen und Alkohol. Was kann man da tun, ehe sie sich wirklich eines Tages umbringt, OHNE sie einweisen zu lassen ?
Das würde auch ich ihr nicht antun wollen.

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