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Genesungsverlauf nach Lungenentzündung

Kategorie: Leben-Familie » Expertenrat Depression - Burnout - Stress | Expertenfrage

06.07.2010 | 07:33 Uhr

Meine Oma ist vor 11 Tagen durch den Notarzt in ein Krankenhaus eingeliefert worden.
Sie war schon seid einigen Tagen Krankgeschrieben, da sie unter starker Atemnot litt.
Der behandelnde Arzt diagnostizierte einen Bronchialen Infekt.
Das Krankenhaus diagnostizierte eine akute Lungenentzündung.
Sie wurde dort in ein künstliches Koma versetzt, künstlich Beatmet und Medikamentös behandelt.
Nach etwa 9 Tagen wurde sie aus dem Koma geholt und sie von der Beatmungsmaschine entwöhnt.
Der gesundheitliche Zustand, was die Lungenentzündung betraf, besserte sich zusehends.
Vor zwei Tagen wurde sie von der Intensivstation auf eine normale Station verlegt.
Zur Vorgeschichte noch soviel, dass sie ca. 10 Zigaretten pro Tag rauchte und täglich mind. 0.4 l Alkohol (Weinbrand pur) trank und Selig sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde in den letzten Jahren, durch Trennung von Mann, Scheidung und die damit verbundenen Rechtsanwaltsstreitereien, sowie den anstehenden Hausverkauf, da sie allein es nicht halten kann und auch ihren Ex-Mann nicht auszahlen kann.
Sie lebt seid ihrer Kindheit auf diesem Grundstück (mit 3.Jahren glauben wir zu wissen).

Nun macht sich den Familienangehörigen bemerkbar, dass die Patientin irreale Geschichten erzählt, wie z.B., dass sie einen neuen Fernseher gekauft hat und auch schon einen bestimmten Film darüber gesehen hat, wobei sie einen Tag zuvor meinte, dass sie mit dem neuen Fernseher gar nicht klar kommt und noch nicht einmal anbekommt.
Sie will sogar wissen, wo sie ihn gekauft hat und dass er geliefert wurde.
Richtig ist, dass sie sich mit dem Gedanken trug, einen neuen Fernseher zu kaufen, aber es nicht dazu kam!
Des Weiteren erzählt sie heute, dass ihre Enkelin sie laufend besuchen war und sie schon mit ihr geschimpft hat, dass sie doch nicht laufend hierher kommen kann, es sei schließlich kein Hotel hier und sie gefragt hat, ob es ihr nicht ekelig hier wäre. Worauf die Enkelin geantwortet haben soll; Nein, warum denn, schließlich ist es mir ja auch nicht ekelig, wenn ich bei dir zu Hause im Bett bei dir schlafe.

Meine Frage an Sie ist folgende;

Wie ist dieser geistige Zustand zu bewerten und ist zu befürchten, dass ein schwerwiegenderer geistiger Schaden durch den Krankheitsverlauf verursacht worden ist, oder ist es eine vielleicht vorübergehender Zustand, der sich mit der Zeit wieder gibt?

Mit feundlichen Grüßen und besten Dank im voraus.

Thomas Hartmann

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08.07.2010, 01:32 Uhr
Antwort

Die gestellte Frage ist schwer zu beantworten, ohne Ihre Oma untersuchen zu können und Genaueres über mögliche andere Erkrankungen von ihr zu wissen. Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit handelt es sich um ein sog. hirnorganisches Durchgangssyndrom. Nach Beatmung kann so etwas gerade bei älteren Menschen auftreten. Am besten besprechen Sie dies mit dem Hausarzt oder dem behandelnden Krankenhausarzt. Wenn es sich darum handelt, wird es in absehbarer Zeit (Tage, Wochen) auch wieder abklingen. Leider ist jedoch auch eine bleibende hirnorganische Schädigung infolge der Beatmung denkbar, wenngleich dies deutlich seltener ist als das Durchgangssyndrom.

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