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Impfungen

Kategorie: Infektionen » Expertenrat Coronavirus-Infektionen | Expertenfrage

18.02.2021 | 09:12 Uhr

Sehr geehrter Dr. Leidel, 

ich habe vor 6 Monaten je 1x Rituximab im Abstand  von 14 Tagen bekommen. Nun ist praktisch der 1. Zyklus durch und ich habe jetzt meine Grippeschutzimpfung am 04.02.2020 nachgeholt. Nach 4 Wochen soll ich dann die Pneumokokken-Impfung bekommen. 

Nun stellt sich für mich die Frage, was ist eigentlich mit der Corona-Impfung? Wenn der 2. Zyklus Rituximab läuft, dann hat eine Corona-Impfung später keine Wirkung mehr. Nur jetzt kann ich ja nicht dran kommen, da ich bei weitem nicht 80 Jahre alt bin. Ich bin 39. Aber aufgrund meiner Erkrankung müsste ich doch in Gruppe 2 oder 3 fallen. Mein Freund hat von seiner Lungenärztin ein Attest zugeschickt bekommen. Er ist zwar auch noch nicht dran, aber so hat er es da, wenn es soweit ist. 

Ich hatte dann beim Hausarzt angerufen, ob ich auch sowas bekommen kann. Das wurde abgelehnt. Dann habe ich beim Facharzt angerufen, da hieß es, dass es kein Attest gibt, weil das Impfzentrum das entscheidet. Wie soll ich aber dann bitte schön dem Impfzentrum nachweisen, dass ich dann in eine Kategorie eher falle als ein Kerngesunder?

Wie läuft das nun ab?

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Experte-Leidel
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18.02.2021, 13:22 Uhr
Antwort von Experte-Leidel

Guten Tag,

Sie haben mir so oft geschrieben, dass ich nicht mehr genau weiß, was jeweils der Grund bzw. Hinterfrund gewesen ist. Und ich hebe die Anfragen nur maximal 6 Monate auf.

Wenn ich mich richtig erinnere, haben sie das Rituximab wegen einer Autoimmun-Glomerulonephritis erhalten. Und wenn das so ist, verstehe ich ihre Ärzte nicht so ganz. Haben diese ihre Ablehnung begründet?

Menschen mit chronischen Nierenerkrankungen sind in der Prioritätsgruppe II (hohes Risisko) und Menschen mit Autoimmunkrankheiten in Stufe III (erhöhtes Risiko) eingeordnet.

Es gibt in den Bundesländern m. W. Stellen, die einen auch in solchen Fragen beraten sollen. Sie müssten herausfinden, welche Stelle das in ihrem Bundesland ist.

Ich drücke Ihnen die daumen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Dr. Jan Leidel

 

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24.02.2021, 18:04 Uhr
Kommentar

Sehr geehrter Dr. Leidel, 

heute habe ich die 1. Impfung mit AstraZeneca bekommen, nachdem ich im örtlichen Dialysezentrum und in der Uniklinik Druck gemacht habe wegen der Bescheinigung. 

Der Arzt der Uni sagte, dass wegen dem Rituximab die Impfreaktion etwas herabgesetzt sein kann, aber ich soll auf jeden Fall die Impfung nehmen.

Am 06.05. habe ich den 2. Termin zur Impfung. Könnte man danach messen, ob es eine Immunreaktion auf die Impfung gegeben hat mittels eines Blutwertes? 

Experte-Leidel
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24.02.2021, 18:18 Uhr
Antwort von Experte-Leidel

Guten Abend,

es freut mich, dass das geklappt hat. Und lassen Sie sich bitte nicht von dem ganzen Quatsch beeindrucken, dass der Impfstoff von AstraZeneca ein "Impfstoff 2. Wahl" sei. Der Impfstoff ist gut wirksam und sicher.

Ja, man kann die Antikörper bestimmen. Das würde dann wieder über Ihren Arzt laufen, der eine Serumprobe in ein entsprechendes Labor schickt. Ob die Krankenkasse die Kosten übernimmt, weiß ich nicht.

Für wirklich notwendig halte ich diese Bestimmung nicht, aber man hat dann ein gutes Gefühl.

Alles Gute Ihnen. Mit freundlichen Grüßen

Dr. Jan Leidel

 

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