Avatar

Verkleinerung der Hoden

Kategorie: Männermedizin » Expertenrat Urologie | Expertenfrage

30.10.2024 | 13:23 Uhr

Hallo, ich leide seit 2 1/2 Jahren an sekundären Hypogonadismus. Meine Hoden werden von der Hypophyse nicht mehr angesteuert, die Werte LH und FSH sind immer bei 0. Ich bemerke auch das meine Hoden kleiner geworden sind. Ist das jetzt ein fortschreitender Prozess und wird das Volumen immer weniger mit den Jahren? Ich mache mir Gedanken wie das am Ende da unten aussieht vielleicht in 5 Jahren. Gibt es da Erfahrungen, ich weiss das sowas selten ist?

Helfen Sie mit Ihrer Bewertung: Ja, dieses Thema ist hilfreich!

0
Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
Beitrag melden
17.11.2024, 11:54 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

ein Hypogonadismus kann zum Zurückbilden der Geschlechtsmerkmale, Übergewicht und Osteoporose führen. WIe alt sind Sie denn? Wurde denn eine Therapie empfohlen?

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

Beitrag melden
10.02.2025, 15:34 Uhr
Kommentar

Hallo, ich bin 60 Jahre alt und die Ärztin in der Endokrinologie hat mir damals sofort Testogel verschrieben, womit ich auch zurecht komme. Sie meinte an den Hoden verändert sich nicht viel. Da ich aber an anderen Stellen gelesen habe das diese mit der Zeit zusammen schrumpfen und verkümmern ist für mich die Frage was wirklich passiert. Oder ob es dann auch zu schmerzhaften Zuständen kommt und sich der Hodensack im Aussehen verändert.   

Lifeline Gesundheitsteam
Beitrag melden
12.02.2025, 14:03 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

Wir können das aus der Ferne natürlich nur eingeschränkt beurteilen, weshalb es sinnvoll ist, diese Bedenken mit einem Endokrinologen oder Urologen vor Ort zu besprechen. Wir verstehen jedoch Ihre Sorgen. Bei einem sekundären Hypogonadismus, wie Sie ihn beschreiben, liegt das Problem darin, dass der Körper wenig bis gar kein Testosteron produziert. Das erklärt auch, warum Ihnen Testogel verschrieben wurde. Durch den Mangel an hormoneller Aktivität kann es zu einer Rückbildung der entsprechenden Zellen kommen, was wiederum zu einer Schrumpfung der Hoden führen kann. Diese Schrumpfung ist in der Regel nicht schmerzhaft.
Das Testogel hilft, den Testosteronmangel auszugleichen. Die Schrumpfung der Hoden wird dadurch jedoch nicht verhindert. Ob dieser Prozess weiterhin fortschreiten wird und in welchem Tempo, lässt sich leider nicht pauschal sagen. Es ist möglich, dass die Schrumpfung über Jahre hinweg langsam verläuft. Dass die Hoden jedoch wieder ihre ursprüngliche Größe erreichen, ist insgesamt eher unwahrscheinlich.
Es ist jedoch zu bedenken, dass Sie offensichtlich bereits in Behandlung bei einer erfahrenen Ärztin waren, deren Einschätzung in diesem Fall durchaus verlässlich sein sollte.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

Avatar
Beitrag melden
12.02.2025, 23:04 Uhr
Antwort


Vielen Dank für die Antwort. Ich war jetzt bei einem Urologen  und er meinte das ein sekundärer Hypogonadismus und dadurch funktionsverlust der Hoden selten ist. Da die Ansteuerhorme LH und FSH nicht mehr nachweisbar sind meinte er das die Hoden als Folge immer kleiner werden und regelrecht austrocknen mit der Zeit. Ich kenne auch nur 2 andere Patienten die auch diesen Schaden durch die Immuntherapie haben. Was Sexualität betrifft habe ich keine Probleme mit der Erektion, nur brauche ich sehr lange um zum Höhepunkt zu kommen seit dem. Bei mir ist ja auch die Schilddrüse defekt,  ist auf 10 mm geschrumpft und die Nebennieren werden nicht mehr angesteuert. Dadurch habe ich eine komplette Hormon Ersatztherapie

Lifeline Gesundheitsteam
Beitrag melden
06.03.2025, 11:23 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

Verzeihen Sie bitte unsere so späte Antwort.
Ihre Situation ist in der Tat komplex, und es ist verständlich, dass Sie sich über die langfristigen Folgen sorgen. Der Urologe hat korrekt erklärt, dass ein vollständiger Funktionsverlust der Hoden durch sekundären Hypogonadismus eher selten ist. Wenn die stimulierenden Hormone LH und FSH fehlen, kann es jedoch zu einer Schrumpfung der Hoden kommen, die oft als „Austrocknen“ bezeichnet wird. Dieser Prozess verläuft jedoch über Jahre hinweg und ist meist schmerzfrei.
Dass Ihre Sexualfunktion grundsätzlich erhalten ist, zeigt, dass die Testosteronersatztherapie gut wirkt und auf Sie abgestimmt ist. Eine verzögerte Ejakulation kann eine mögliche Nebenwirkung der Hormonersatztherapie sein.
Es könnte sinnvoll sein, mit Ihrem Endokrinologen zu besprechen, ob eine Anpassung der Therapie erforderlich ist oder ob andere Behandlungsmöglichkeiten in Betracht gezogen werden können, um die verzögerte Ejakulation zu behandeln. Falls der Leidensdruck jedoch nicht erheblich ist, ist eine Veränderung der Therapie möglicherweise nicht notwendig.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

Diskussionsverlauf
Stellen Sie selbst eine Frage!

...an andere Nutzer der Lifeline-Community oder unsere Experten

Stichwortsuche in Fragen und Antworten

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe aus Gesundheit und Medizin die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.

Übersicht: Expertenrat