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Schmerzen linke Körperhälfte

Kategorie: Neurologie » Expertenrat Neurologie | Expertenfrage

04.05.2022 | 21:18 Uhr

Guten Tag,

mittlerweile weiß ich nicht mehr weiter und hoffe auf einen guten Tipp. Ich bin Ende 30, weiblich, 2 Kinder. Vorerkrankung AV-Block II, bislang keine Behandlung nötig.

Ende Januar hatte ich einen ziehenden Schmerz über der linken Brust in den linken Arm hinein. Blutwerte wurden beim Hausarzt genommen, EKG, keine Auffälligkeiten. Nach etwa einer Woche war der Schmerz vorbei Ich dachte, ich hätte mich verrissen.

Ende Februar wurde ich positiv auf Covid getestet. Während der Erkrankung fing ein Kribbeln in den Füßen und Händen an, der Schmerz in der linken Brust mit Ausstrahlung in den Arm kam zurück. Zudem ein ziehen im linken Bein. Nach der Covid-Infektion blieben die Symptome, irgendwann kam ein komisches Gefühl in der linken Gesichtshälfte dazu, Kopfschmerzen linksseitig vom Hinterkopf zum Auge, zeitweise verschwommenes Sehen auf dem linken Auge. Die Kopfschmerzen waren insbesondere Nachts sehr schlimm. Seit ich nicht mehr auf dem Bauch schlafe hat sich das verbessert.

Ich bekam stationär 4 Tage Cortion-Infusionen, die Symptome waren zeitweise verbessert. Ein MRT vom Gehirn zeigte multiple, vorwiegend subkortikale supratenorielle kleinfleckige Gliosen beidseits. Auch die Halswirbelsäule wurde gescannt und eine Bandschreibenprotrusion HWk 4/5 wurde gefunden. Nervenwasser wurde entnommen ohne einen Hinweis auf eine Autoimunerkrankung. Eiweißwert war leicht erhöht. Wenn ich es richtig verstanden habe, wird eine Entzündung vermutet.

Ich war mittlerweile beim Hausarzt, Neurologen, Orthopäden, Augenarzt, Neurochirurgen, Frauenarzt und Osteopathen. So richtig helfen konnte mir keiner. Seit meinem Klinikaufenthalt nehme ich Pregabalin, zunächst 25, nun 50. Ich habe nicht das Gefühl, dass es etwas bringt und sich meine Situation verbessert.die Symptome bessern.

Für eine Idee, was ich tun könnte um meine Situation zu verbessern wäre ich sehr dankbar.

 

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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11.05.2022, 15:39 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

Verzeihen Sie bitte unsere so späte Antwort.
Wir können natürlich aus der Ferne auch keine Diagnose stellen oder eine Therapieempfehlung geben, immerhin sind daran ja auch schon einige untersuchende Ärzte gescheitert.
Allerdings kann es bei einem so unklaren Gesamtbefund sinnvoll sein, die vorangegangenen Befunde nochmal zu kontrollieren, also beispielsweise zu überprüfen, ob sich im MRT etwas verändert hat.
Die Entzündung im Nervensystem ist insofern schon eine sinnvolle Verdachtsdiagnose, als dass das Cortison die Symptome ja zumindest vorübergehend bessern konnte.
Bei den Gliosen handelt es sich ja praktisch um kleine Narben im Gehirn. Eine gute Frage ist jetzt natürlich, woher diese kommen. Da ja eine Autoimmunerkrankung nicht nachgewiesen werden konnte, könnte es sich auch um eine Durchblutungsstörung handeln, allerdings passt kein Schlaganfall zu diesem Muster. Das hätten die Ärzte erkannt. Möglicherweise können aber die kleinen Blutgefäße im Gehirn irgendwie entzündet gewesen sein und vielleicht gibt es hier irgendeine Autoimmunerkrankung.
Neben der Wiederholung mancher Untersuchungen könnte also auch die Vorstellung bei einem Rheumatologen sinnvoll sein, wobei alleine die von Ihnen geschilderten Symptome noch nicht wegweisend für eine bestimmte Form einer Vaskulitis, also Gefäßentzündung, sind. Möglicherweise lässt sich aber bei genauerem Betrachten vielleicht aber noch ein Anhaltspunkt finden. Außerdem könnte eine Bildgebung der Lunge noch sinnvoll sein, um zu überprüfen, ob es auch in anderen Organen Veränderungen gibt.
Sprechen Sie nochmal mit Ihrem Hausarzt darüber. Die Bildgebungen zu wiederholen, um einen Verlauf sehen zu können, könnte sinnvoll sein, außerdem vielleicht noch die Vorstellung bei einem Rheumatologen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen damit weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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