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gynokadin

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Wechseljahre | Expertenfrage

17.02.2009 | 08:20 Uhr

Guten Abend,

ich habe vor 4 Tagen damit angefangen, Gynokadin Gel zu benutzen. Abends 2 Hübe. Seitdem haben sich die Schmerzen meiner chonischen Lumboischalgie sehr intensiviert.
Woran kann das liegen? Soll ich das Gel lieber morgens benutzen? Oder die Dosis senken? Ich habe die Behandlung wegen Schlafstörungen und depressiver Verstimmungen begonnen. (nun konnte ich zwar besser schlafen, bin aber wegen der Schmerzen aufgewacht). Ich habe auch sofort angefangen zuzunehmen.
Noch eine Frage:
Wie schnell wird das Gel über die Haut aufgenommen und wie verträgt sich das mit anschließendem Duschen oder im Sommer mit Sonnencreme.
Herzlichen Dank für eine baldige Antwort. Marga

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17.02.2009, 09:04 Uhr
Antwort

Hallo Marga,
ein Zusammmenhang mit Östrogen-Gel und Lumboischialgie ist mir bisher nicht bekannt.
Ob das Gel, das ja nicht sehr hoch von Ihnen dosiert wird, bereits nach so extrem kurzer Zeit verantwortlich ist für eine Gewichtszunahme, können Sie ganz einfach beweisen, indem Sie das Gel sofort wieder absetzen.
Könnten Sie mir etwas mehr von sich berichten?
Wann war die letzte Menstruation?
Welche Art Schlafstörungen haben Sie?
Welche Ursache für die Lumboischialgie wird vermutet oder wurde festgestellt?
Das Gel sollte nie VOR dem Duschen oder Waschen aufgetragen werden, sondern immer erst danach. Das Gel dringt rasch in die Haut ein, sodass im Sommer auch nach 30 Minuten bereits Sonnenmilch aufgetragen werden kann.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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17.02.2009, 10:25 Uhr
Antwort

Hallo TomDoc,

ich habe im Oktober 2007 die letzte Mens gehabt und im Oktober 2008, also nach einem Jahr, eine kurze Blutung. Seitdem nicht mehr. Vor 10/07 hatte ich seltene ganz leichte Blutungen.
Ich habe auch die Diagnose sekundäre Fibromyalgie und fragliche chronische Polyarthritis. Das heißt, dass die Blutwerte in Ordnung sind bei Gelenkbeschwerden und Episkleritis. Evt. ist das auch die Ursache der Lumboischalgie.
Die Schlafstörungen sind eher Durchschlafstörungen. Mit frühem Erwachen zwischen 3 und 5 Uhr morgens.
Ich habe vor zwei Jahren eine Hormonersatztherapie mit Estalis Sequi versucht. In der zweiten Zyklushälfte hatte ich Beschwerden wie früher beim prämenstruellen Syndrom. Die Anwendung habe ich dann nach Absprache mit meiner Ärztin beendet.
Gegen die Schlafstörungen habe ich eine Zeitlang Antidepressiva genommen. Doxepin und Mirtazapin. Zzt nehme ich 20 mg Amitriptylin am Abend.
Gegen das Rheuma Sulfasalazin und Ibuprofen, wegen Schilddrüsenunterfunktion L-Thyroxin 125.
Ich glaube, dass die Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen verursacht sind.
Ziemlich komplex. Klar soll das Gel nach dem Duschen aufgetragen werden. Wollte nur mal wissen, wie lange die Abstände sein dürfen. Und ob es evt. günstiger ist, das Gel morgens zu benutzen und das Progesteron abends.
Vielen Dank. MfG Marga

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17.02.2009, 10:44 Uhr
Antwort

Hallo Marga,
bei noch vorhandener Gebärmutter sollte auf Gelbkörperhormon nicht verzichtet werden.
Bei Ihren Beschwerden wäre eventuell eine andere HET sinnvoll. Das HET-Präparat Angeliq enthält ein Gelbkörperhormon, das den Körper entwässert.
Vielleicht erörtern Sie das einmal mit Ihrem FA
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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18.02.2009, 04:56 Uhr
Antwort

Hallo,
danke für die schnellen Antworten. Die Gebärmutter ist vorhanden.
Wo liegt der Vorteil von Angeliq gegenüber der Kombi Gynokadin und Urtogest? Wie wirken sie unterschiedlich auf die Psyche und Schlafverhalten?
Können Östrogene Schmerzen verstärken?
Lg Marga

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18.02.2009, 09:10 Uhr
Antwort

Hallo Marga,
diese Fragen kann ich beim besten Willen wirklich nicht beantworten!
Und ich glaube, dass dies auch ein Endokrinologe nicht kann.
GYNOKADIN und UTROGEST entsprechen den körpereigenen Hormonen ESTRADIOL und PROGESTERON.
Zur Wirkung von ANGELIQ habe ich mich doch schon geäußert!
Es enthält ESTRADIOL und Drospirenon, ein etwas anderes Hormon (aus der Reihe der Aldosteronantagonisten) mit bekannter gestagener=gelbkörperähnlicher Wirkung und zusätzlichen entwässernden Eigenschaften.
Östrogene können z.B. Spannungsschmeruen verursachen durch Wassereinlagerungen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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18.02.2009, 10:01 Uhr
Antwort

Hallo TomDoc,
vielen Dank für die ausführlichen Ausführungen.
Ich werde beobachten, wie es mir unter der Therapie weiterhin geht und ggf. wechseln.
LG

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