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erhöhte Leberwerte nach HET

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Wechseljahre | Expertenfrage

20.06.2022 | 08:24 Uhr

Hallo, 

ich (47) habe vor 3 Jahren mit HET angefangen und fahre seit etwa 1 Jahr recht gut mit einer recht geringen Dosis von 1 bis bei Bedarf auch mal 1,5 Hub Gynokadin und einer halben Tablette Duphaston täglich. 

Vor 2 Jahren wurde mir die halbe Schilddrüse entfernt und seither nehme ich 75mg L-Thyroxin. L-Thyrox und Duphaston nehme ich zusammen immer morgens nüchtern. 

Vor nun bald 1 Jahr wurde mir wegen Gallensteinen auch die Galle entfernt. 

Vor etwa 2 Monaten sind meinem neuen Hausarzt bei einem großen Blutbild erstmalig leicht erhöhte Leberwerte (GPT 75, GGT 50) aufgefallen. Antikörper bis auf eine bereits durchgemachte Hepatitis A waren alle negativ; ein darauffolgender Ultraschall wies auf leichte Fettleber hin. 

Obwohl ich ohnehin recht gut auf meine Ernährung achte und weder rauche noch Alkohol trinke, habe ich angefangen, noch etwas 'leberfreundlicher' zu essen (mehr Bittergemüse, weniger Zucker und Süßungsmittel, hin und wieder 'Hafertage' etc).

3-4 Wochen später hatten sich die Werte leicht verbessert, und der Arzt meint, es könne evtl auch von den Muskeln oder so kommen, kein Grund zur Beunruhigung, wir sollten das nur im Auge behalten.

Da ich seit meiner Schilddrüsen-OP noch keinen Kontroll-Ultraschall hatte, war ich kürzlich bei einem weiteren Arzt, als Internisten habe ich ihn dann auch gleich zur Zweitmeinung wegen der Leber konsultiert. Er hat auch nochmal Blut abgenommen und alle 3 Leberwerte leicht erhöht zurückbekommen (habe Befund leider nicht mitgenommen). Er sieht alles auch nicht ganz so undramatisch und will in 3 Wochen nochmal kontrollieren und selbst einen Ultraschall machen. Danach soll ich auf jeden Fall für mind. 4 Wochen die HET absetzen, bevor er mich zum Hepatologen schickt.

Jetzt bin ich recht verunsichert, zumal HET ja idR auch nicht abrupt abgebrochen werden sollte. Einen Termin bei meiner FÄ konnte ich leider auch erst in 3 Wochen bekommen. Daher bin ich im Moment etwas ratlos, ob ich jetzt schon auf jeden 2. Tag runterfahren sollte oder was überhaupt und wie am klügsten ist...

Bis zur Gallen-OP waren meine Werte übrigens immer im Normbereich, wenn auch über die letzten 3 Jahre tatsächlich ansteigend. 

Vielen Dank schon einmal im Voraus für jeglichen Rat

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Bisherige Antworten
Expertin-Grüne
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20.06.2022, 22:52 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo,

die Hormone werden in der Leber abgebaut. Sie sind aber sehr wahrscheinlich nicht die Ursache der erhöhten LeberWerte.
Wenn Sie die Hormone zu diagnostischen Zwecken absetzen wollen/sollen, können Sie das abrupt machen oder die tägliche Dosis des Östrogens schrittweise reduzieren. Eine Anwendung nur jeden zweiten Tag ist nicht sinnvoll, eher von 1,5 auf 1 auf 1/2 Hub reduzieren.
Duphaston sollten Sie dabei üblicherweise erst am Schluss übergangslos absetzen.
Aber beraten Sie dies doch schon einmal telefonisch mit Ihrer Ärztin.

viele Grüße
Dr. Grüne

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21.06.2022, 06:04 Uhr
Kommentar

Liebe Frau Dr. Grüne, 

herzlichen Dank für Ihre Antwort! Ich hoffe, ich erreiche meine Ärztin noch demnächst. 

Meine Sorge ist vor allem, dass ich ohne diese hormonelle Einstellung wieder heftige Wallungen, PMS-Symptome oder Blutungen bekommen könnte (bin seit 2 Jahren blutungsfrei).

Ihr Tipp, zunächst das Ö zu reduzieren und Duphaston erst zum Schluss abrupt abzusetzen, ist in jedem Fall schon mal sehr hilfreich.

Danke dafür nochmal! 

Expertin-Grüne
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21.06.2022, 07:02 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo,

 ein Ausschleichen ist eher geeignet, das Wiederauftreten von Beschwerden zu verhindern. Vielleicht haben Sie Glück und diese Phase ist vorüber.

viele Grüße
Dr. Grüne

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