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Zwischenblutungen mit Gynokadin-Gel

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Wechseljahre | Expertenfrage

16.02.2007 | 11:21 Uhr

Lieber TomDoc,
ich nehme seit 2 Wochen ca. Gynokadin-Gel 2 Hube abends und dazu 3 Utrogest-Kapseln (1 früh, 2 abends), damit es - wie mein FA sagt - zu keinen Blutungen kommt. Meine WJ-Beschwerden sind damit auch völlig verschwunden, ich fühle mich gut mit der Therapie.
Nun habe ich aber seit gestern wieder Zwischenblutungen. Was soll ich machen? So weitermachen oder aufhören oder reduzieren oder was?
Übrigens: dieses Problem habe ich bisher bei ALLEN Hormonersatzpräparaten gehabt (Liviella, Activelle, Angeliq), danach habe ich alles abgesetzt, dann hatte ich natürlich auch keine Blutungen mehr, aber dafür WJ-Beschwerden. Daraufhin nahm ich bloss Utrogest 3 Kapseln (ohne Zwischenblutungen), aber meine WJ-Beschwerden verschwanden damit nicht (ganz), während ich mich jetzt mit der neuen Therapie wirklich gut fühle ohne Beschwerden oder so.
Ich bin übrigens 59 Jahre und ein sehr vitaler Mensch.
Bitte, lieber TomDoc, haben Sie einen Rat für mich - was soll ich tun, wie soll ich mich verhalten?
Danke und ein schönes Wochenende für Sie!
Ihre Ricki

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19.02.2007, 10:49 Uhr
Antwort

Hallo Ricki,
erst mal eine Frage: wurde irgendwann wegen der Zwischenblutungen mal eine Ausschabung gemacht? Wenn ja: Mit welchem Ergebnis?
Das Problem mit den Zwischenblutungen haben sehr viele Frauen unter einer kontinuierlichen Östrogen/Progesteron-Therapie.
Meine eigene Frau wird 59, ist ebenfalls recht vital, sieht um Wochen jünger aus, als sie ist (wenn sie das jetzt lesen würde, kriegte ich trotz Karneval eins hinter die Ohren) nimmt deswegen ein zweiphasiges Hormon-Präparat ein, was ihr zwar immer noch eine Mini-Regel beschert, aber die ist immerhin regelmäßig, wenn auch nur wirklich minimal.
Jetzt beantworten Sie mir erst mal bitte meine Frage, dann sprechen wir uns wieder, o.k?
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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20.02.2007, 11:14 Uhr
Antwort

Hallo (oder besser: Helau?) lieber TomDoc,
natürlich habe ich bereits eine Ausschabung hinter mir (vor ca. 3 1/2 Jahren), aber die war völlig o.B. Und solange ich ja auch nichts an Hormontabletten nehme, habe ich ja auch keine Blutungen. Aber mit den Hormonen geht es mir eben einfach v i e l besser! Nebenbei bin ich engmaschig auch unter Ultraschallkontrolle, weil ich ja jedesmal, wenn ich Zwischenblutungen bei mir feststelle, sofort zum FA sause in voller Panik und mich untersuchen lasse - aber eben jedesmal o.B.

Was meinen Sie: Kann ich bei meiner jetzigen Hormontherapie bleiben - d.h. 2 Hube Gynokadin-Gel + 3 Utrogest (= 1 morgens und 2 abends)? Das ist die Dosis, unter der ich mich wirklich wohlfühle.
Übrigens: Die Zwischenblutungen sind mittlerweile wieder vorbei - sie waren nur ganz kurz (1 1/2 Tage) und nur so eine Schmierblutung oder vielleicht ein bißchen stärker. Meinen Sie, ich kann also bei meinen Hormonen in der jetzigen Form bleiben?
Danke für Ihre Geduld und Ihren Rat!
Ihre Ricki

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20.02.2007, 12:35 Uhr
Antwort

Hallo Ricki,
dann ist doch alles in Butter.
Es hängt jetzt ganz davon ab, ob Sie sich durch diese Schmierblutungen belästigt fühlen oder nicht.
Falls ja, dann können Sie auch mit Ihrer HET möglicherweise Ruhe schaffen, indem Sie bei Beginn der Schmierblutung Ihre HET für 5-7 Tage unterbrechen. Damit würden sie der Schleimhaut die Möglichkeit geben, richtig abzubluten.
Aber wie gesagt, nur, wenn sie dieses Schmieren wirklich stört.
Sie haben offenichtlich mit der Hormondosierung, die sicher nicht niedrig ist, Ihre Wohlfühl-Therapie gefunden - warum dann ändern?
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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20.02.2007, 17:22 Uhr
Antwort

Hallo, lieber TomDoc,
vielen Dank für Ihre rasche Antwort.
Finden Sie denn die Hormondosierung zu hoch? Begonnen habe ich mit 3 Utrogest allein, also ohne Östrogengabe. Dabei hatte ich zwar keine Blutungen, aber es war zu wenig für meine WJ-Beschwerden. Dann probierte ich es mit 1 Hub Östrogengel + 1 Utrogest - auch das war nichts. Und so schaukelte ich mich langsam hoch bis zur jetzigen Dosierung. Was würden Sie mir denn als Dosierung vorschlagen? Vielleicht gibt es auch noch eine andere Möglichkeit - ich bin für Anregungen offen und dankbar, denn kann es bei meiner Hochdosierung evtl. zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen - das will ich ja auf jeden Fall vermeiden!
Danke und einen schönen Abend wünscht Ihnen
Ricki

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20.02.2007, 17:47 Uhr
Antwort

Hallo Ricki,
3 Utrogest pro Tag sind schon eine Menge, die die Leber verarbeiten muß.
Aber jetzt rumzubasteln, halte ich für wenig sinnvoll (auch nicht theoretisch).
Wenn Sie gesunde Leberwerte haben (vielleicht haben sie auch einen Frauenarzt, der mal Ihr Progesteron im Blut mißt), dann können Sie doch bei der Therapie bleiben und erst nach 1 Jahr dieser höheren PG-Menge anfangen, die Progesterondosis wieder zu reduzieren
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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