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Was nehmen bei Östrogendominanz trotzt Östrogenmangel mit 34

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Wechseljahre | Expertenfrage

17.01.2008 | 03:33 Uhr

Hallo Herr Drossler,

Ich habe Beschwerden, die wohl auf eine hormonelle Störung hinweisen. Bis Juli 07 war alles ok, dann ließ ich mir die Mirena entfernen, die ich aber nur 3 Monate trug, ich hatte ständige Schmierblutungen und Simmungstiefs. ( ich hatte aber schonmal eine Mirena, die ich gut vertrug).
Nach Entfernen endeckte man mehrere Zysten, eine /5cm) platze.
Als alles verheilt war, und die Schmerzen endlich weg waren, litt ich 2 Wochen später unter massivem Sodbrennen und Hitzwallungen, Schüttelfrost, Übelkeit und bleierner Müdigkeit. Gewichtszunahme, Brust wird größer.
Man vermutetet Östrogenmangel, Meine Hormonwerte sind seit 3 Monaten gleich ca. 80 µg Östrogen am 21 ZT und zwischen 2 und 5 mgProgesteron zur gleichen Zeit.
Wenn ich Progestogel nehme, wachsen meine Brüste, die ich eigentlich gern wieder auf Normalgröße und ohne Verhärtungen hätte und ich nehme zu. Mein Stimmung ist ok, aber sobald ich die Salbe absetze falle ich in ein Loch.
Meine Frage, was kann ich tun, habe jetzt Kapseln empfohlen bekommen mit 50 mg mirkonis. Prog (vom 6-27 Tag 1 Kapsel abends) ist das nicht zu gering dosiert? Wird doch 80% von der Leber verstoffwechselt. Wie ist es mit Creme aus mirk. Prog.?
Und wäre es nicht gut auch Östrogene zu nehmen?
Weshalb leider ich denn jetzt schon so darunter mit 34, ich hab manchmal das Gefühl nicht mehr 1 u. 1 zusammen zählen zu können. Ich fühl mich irgendwie noch zu jung um dieses Chaos mitzumachen.

Wir lautet in meinem Fall Ihr Rat? Vielen Dank im vorraus

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17.01.2008, 05:53 Uhr
Antwort

Hallo,
Zystenbildungen sind unter Mirena nichts Neues. Sie lösen sich meist von alleine auf (auch nach dem Entfernen de Mirena)
Mit dem Hormonwert kann ich nicht viel anfangen, weil die Normalwerte fehlen und Sie sicher keine 5mg Progesteron (pro liter? pro Milliliter?) im Bkut haben.
Viel hilfreicher wäre jetzt zunächst die Führung einer Basaltemperaturkurve (können sie bei www.urbia.de online führen), um festzustellen, wie Ihre beiden Zyklusphasen ablaufen.
Sinnvoll ist es, auch die Schilddrüse einmal komplett durchuntersuchen zu lassen.
Es mag sein, dass ich mich irre, aber mir kommt es vor, als hätten enorm viele Frauen, die unter MIRENA Probleme bekommen, auch Probleme mit der Schilddrüse bekommen. Ob das so ist oder sogar ein Zusammenhang bestehen könnte, weiß ich nicht. Vielleicht macht sich irgendeine Leserin des HORMONSPIRALE-Forums mal die Mühe, das statistisch zu erfassen.
Sie haben in Ihrer Überschrift über Ihrem Brief eine sehr interessante und möglicherweise auch auf Sie in Ihrem jugendlichen Alter zutreffende Formulierung gewählt:
Östrogendominanz trotz Östrogenmangel
Das klingt eigentlich paradox, kommt aber in den Wechseljahren recht oft vor und immer dann, wenn noch eine Rest-Östrogenbildung vorhanden ist, aber die Gelbkörperhormonbildung komplett ausgefallen ist.
Ich halte es in Ihrem Falle für besonders wichtig, zuerst exakte Informationen über Ihren Zyklus zu gewinnen, bevor man über zuzuführende und eventuell wie und wo und in welcher Prozentzahl verstoffwechselte Hormone spricht.
Bitte besorgen sie sich doch zunächst einmal eine Abschrift der Hormonanalyse und fangen sie die Temperaturmessung an.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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17.01.2008, 08:18 Uhr
Antwort

vielen Dank für Ihre ausführliche Email. Die Schilddrüsenwerte sind allesamt in der Norm - ich habe aber gelesen, dass die Schilddrüsenhormone durch das relative Zuviel an Östrogen und zuwenig an Progesteron nicht von der Zelle so verwertet werden können wie sie sollten und deshalb Unterf. Sympt. auftreten trotz normaler Blutwerte.
Ich werde Ihrem Rat nachkommen und für den kommenden Zyklus eine Temparaturkurve führen. Die Problematik mit den Cysten ist längst abgeklungen, dies war kurz nach der EX eine Problematik. ich frage mich nur weshalb die Hormonstörung sich so gefestigt hat und es sich nicht wieder einstellt.
Anbei möchte Ich Ihnen jedoch noch die korrekten Blutwerte geben mit der Bitte um ein Kommentar dazu.

Ich danke Ihnen herzlich

Blutwerte:

4.10.07 21 ZT. ß-Östr. 59 pg/ml
24.10.07 13 ZT. ß-Östr. 80 pg/ml Prog 3.0 µg/l
02.11.07 22 ZT. ß-Östr. 62 pg/ml Prog 3,4 µg/l

18.12.07 15 ZT. ß-Östr. 89 pg/ml Prog 5,25 µg/l
Testost. -0,69 ng/ml, FSH 4,6 mU/ml
DHEA 264 ug/dl

TSH 1,79 - Homocystein viel zu hoch! (18,3 umol/l)

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17.01.2008, 10:06 Uhr
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hallo,
tut mir leid, aber die sog. Normalwerte (werden immer in Klammern hinter die gemessenen Werte geschrieben) müssten sie schon dazu schreiben.
Aus welchem Grund wurde ihr Homocysteinwert mitbestimmt?
haben Sie eine Gerinnungsstörung oder eine erhöhte Thromboseneigung?
Folsäure, Vitamin B-6 und Vitamin B-12 senken übrigens den Homocysteinwert.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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21.01.2008, 07:12 Uhr
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Hallo Dr. Dossler,

Ich bekomme hochdosiert die B6 Vit. wurde wegen meiner ständigen Müdigkeit und der Befindlichkeitsstörung mit bestimmt. Scheinbar habe ich auch relativ dickes Blut und nicht wenig.
Hier die Normwerte

Follikelphase: 30 -120
Mitzyklisch: 90 - 330
Lutealphase: 65 - 180
(ß-Estradiol)

Follikelphase: < 1.1
Lutealphase: 10-25
Postmenopause: <0.4
(Progesteron)

Ein Arzt sagt Er sieht die Ursache nicht in den Hormonen, ein anderer sagt man müsse erst das Progesteron einstellen, dann das Östrogen - ich weiß jetzt selbst nicht mehr was tun.
Aber ich schwitze mehr und hab auch auch in der ersten Zyklushälfte schon starke Stimmungsschwankungen.
Inzwischen hat sich mein Heißhungerattacken in Appetitlosigkeit gewandelt.
Ich bin mir nicht sicher ob die ganze Probelmatik mich so mitnimmt, dass ich davon einen Serotonimangel bekommen hab oder ob die Hormonmangelzustände den Serotoninmangel ausgelöst haben. Ich habe den Eindruck dass ich das Progesteron nicht ganz so gut vertrage, bin abends völlig aufgedreht, hab Kribbeln in den Füßen und kann die Beine nicht ruhig halten, schlafe um 2 Uhr nachts ein, bin jetzt am Ende meines Lateins.
Soll ich lieber wieder Progestogel nehmen, davon bin ich wenigstens müde geworden oder einfach mal 3 Zyklen mit Progesteron-Kapseln durchziehen und auf die Zähne beißen.

MFG

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21.01.2008, 07:26 Uhr
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ich hatte noch etwas vergessen,

ich bin 34 Jahre, kann es denn tatsächlich sein, dass ich durch diese Mirena-Spriale in verfrühte Wechseljahre komme, das ist unfassbar.
Die Zysten sind zwar alles weg, aber weshalb spielt mein Körper trotzdem verrückt, ich hab das Ding nur 3 Monate getragen, aber ich muss sagen in der Zeit hatte ich oft Probleme mit Schmerzen und wie gesagt fast anhaltend Schmierblutung. Könnt es sein, dass wenn eine große Zyste platzt, die mir lange Beschwerden bereitete, ein Funktionsstörung auftritt? Aber ich muss auch sagen, dass man meine Hormonwerte nie gemessen hat, vielleicht waren die ja auch schon immer so niedrig, ich kann mich erinnnern, dass ich früher schon mit Mastopathie und Haarausfall zu tun hatte, schon in jungen Jahren, aber ein Arzt sagte mir, dass ich mit den aktuellen Blutwerten nicht schwanger werden könne, und bisher bin ich es 3 mal geworden, dann müssten die Werte ja früher anders gewesen sein.
Was wichtig wäre noch zu nennen und was ich immer vergesse zu schreiben und worunter ich sehr leide ist, dass ich seit vielen Wochen mit Geschmacksstörungen und unangenehmen Geschmack im Mund zu kämpfen habe, meine Zunge fühlt sich oft taub an - kann das mit Hormonen zusammenhängen? Ich hatte bereits eine Magenspiegelung und die war o.B..


MFG

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21.01.2008, 08:22 Uhr
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Hallo,
wieviel Vitamin B6 nehmen Sie denn pro Tag ein (bitte die genaue Menge!)?
Ansonsten blicke ich bei Ihrer Symptomatik überhaupt noch nicht durch.
Wie kommen Sie denn auf Serotoninmangel?
Sind Sie wegen Ihrer Hormonproblematik in einer Anti-Aging-Praxis?
Wie heißt das Progesteron-Präparat?
War der TSH-Wert der einzige Schilddrüsenwert, der bestimmt worden ist?
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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21.01.2008, 08:28 Uhr
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hallo nochmal,
ich glaube nicht, dass eine 3monatige MIRENA-Therapie derartig nachhaltige Störungen verursacht.
Wie schon gesagt, sind Eierstockzysten am Anfang von MIRENA recht häufig.
Zu Ihrer letzten Bemerkung mit den Geschmacks- und Sensibilitätsstörungen der Zunge wäre es wichtig, die ganz genaue tägliche Menge der Vitamine zu kennen. Vitamin B& ist als Dauerbehandlung bereits ab 35-40 mg pro Tag toxisch.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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21.01.2008, 10:32 Uhr
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Also erstmal ganz lieben Dank, dass Sie sich in meine Problematik hineinknien, das tut sehr gut, weil ich trotz vieler Arztbesuche einfach nicht weiterkomme und mich das schon sehr schafft.
Ich soll 1 x morgens eine Kapsel Medyn forte nehmen, das enthält pro Kapsel
0,5 mg Vit B12, 25 mg Vit B6, 2,5 mg Folsäure. ich nehm sie inwz. aber eher jeden 2 Tag.
Mir ist aufgefallen, dass wenn ich mit meinem Hund draußen war, es mit der Zunge dann besser ist.
Mit Serotioninmangel meine ich eine Art Depression, viele Symptome sind ja ähnlich zu einem Hormonmangel.
Ich bin sehr oft sehr Antriebslos und Benommen fühl ich mich fast den ganzen Tag, ich hab das Gefühl dass mich diese ganze Krankheitsgeschichte sehr mitnimmt, ist wie ein Teufelskreis.
Ich bin eigentlich sehr gut drauf, hab den Spitznamen Sunshine.
Ich möchte einfach wieder fit sein und mich gut fühlen, ich fang so langsam an zu resignieren, seit das mit den Zysten und den ständigen Schmerzen war bin ich einfach nicht mehr richtig hoch gekommen, wir waren 1 Wo. im Urlaub und als ich anfing endlich zu entspannen gings schon wieder heim, mir ging es dann 2 Wochen gut und dann wieder schlechter, das war kurz nach der geplatzen Zyste. Der Arzt der mit die B-Vit. verordnete gab mir auch Zink und Vit C. und ich glaub so eine Art Algentabletten, mit dem ganzen Zeug kann ich fast eine Mahlzeit ersetzen, es dreht sich alles nur noch darum wieder fit zu werden, wahrscheinlich hab ich jetzt deshalb auch keine Appetit mehr.
Die Progesteron-Kapseln hat er in der Apotheke herstellen lassen, steht drauf mikronisiertes Progesteron mit Olivenöl und etwas Zink, sind pro Kapsel 50 mg drin. Vom Magen her vertrage ich die ganz gut. Der Arzt meinte ich könnte eine Regulationsstörung des Blutzuckers haben, ich komme sehr schnell in den Unerzucker und dann ganz schlecht wieder raus und wenn ich hoch komme, dann schießt der gleich auf 140. mein HA meint das wäre normal und unbedenklich weil ich noch jung bin und auch zierlich. Aber jetzt sind da die Probleme mit den unruhigen Beinen auch dazugekommen.
Jeder sagt was anderes und keiner nimmt es richtig ernst und besser gehts mir halt einfach immer noch nicht. Habe jetzt 2 EDTA-Infusionen zur Entgiftung hinter mir mit mit Magnesium, Vit. C etc. und bin trotzdem total krank geworden.
Jetzt mal eine ganz verrückte Fragen, wir wohne ca. 700 m Luftlinie von einem großen Funkturm entfernt, könnte das eine Rolle spielen?

MFG

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21.01.2008, 11:17 Uhr
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Hallo,
ganz offensichtlich sind Sie bei einem FA, der seine Therapie sehr individuell und zu Ihren eigenen Kosten zusammenstellt (Progesteron gibt es schließlich auch als verschreibbares Medikament=Utrogest), möglicherweise auch sehr eigene Ideen hat, über die ich nicht urteilen kann und in die ich mich nicht einmischen kann und möchte, weil ich den Therapieansatz nicht kenne.
Ihr Hausarzt steht offensichtlich ebenfalls etwas hilflos den Ansichten ihres FA gegenüber (ich denke, dass sie ausschließlich von 2 Ärzten reden - oder?).
Dass alle Medikament, die geschluckt werden, über die Leber gehen und im first-pass-Effekt zum großen Teil abgebaut werden, ist sicher ein Nachteil der oralen HET und ein Vorteil der transdermalen HET.
Insofern sollten Sie dieses Thema mit Ihrem FA einmal erörtern.
Ob Funkwellen Ihre Probleme mit verursachen, kann ich nicht beantworten.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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