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Umstellung von Gynokadin Gel auf Estramon Pflaster

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Wechseljahre | Expertenfrage

19.05.2020 | 10:37 Uhr

Guten Tag, liebes Experten-Team,

Ich, 51 J., 1,60m, 60, 5 kg seit ca. 2 Jahren in der Postmeno Pause bin seit 1 Woche von Gynokadin Gel und Famenita auf Estramon Pflaster 50 und Famenita 200 mg umgestellt worden. Die gemessenen Werte erfolgten nach einer Gabe von Gynokadin 1 Hub und Famenita 200 mg: E2 34 pg/ml und Progesteron 12,6 ng/ml. Vom Empfinden her würde ich sagen, dass das Pflaster zu niedrig dosiert ist, zumal ich nachts schwitze.

Ich muss dazu erwähnen, dass ich den ganzen Monat März versuchsweise Femoston 2/10 genommen habe. Worunter ich einen E2 Spiegel von 58 erreicht habe, es mir aber trotzdem nicht gut ging.

Was ist Ihre Einschätzung?

Vielen Dank und Grüße 

Kim

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Bisherige Antworten
Expertin-Grüne
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19.05.2020, 11:14 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo Kim,

die Therapiedosierung sollte sich primär an den Beschwerden, weniger an den Bluthormonen ausrichten. Ein E2 Wert von 34 pg/ml ist dabei aber tatsächlich recht niedrig.

Wenn Sie noch störende Schweißausbrüche haben, die Ihre Lebensqualität beeinträchtigen, ist eine Dosiserhöhung versuchsweise sinnvoll.

viele Grüße,
Dr. Grüne

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19.05.2020, 12:44 Uhr
Antwort

Liebe Frau Dr Grüne, 

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. 

Mir stellt sich immer wieder die Frage, wie lange man einem Versuch immer geben sollte. Die einen sagen 1 Woche, die anderen 3 Monate?! Klar, sobald es einem besser geht geht, hat man die Antwort, aber was, wenn es noch nicht so ist? 

Auch ist es mir nicht verständlich, warum einige Therapeuten und Ärzte bei einer bioidentischen HT zu einer 1-2 wöchigen Einnahmepause von Progesteron raten (wohl zur Erholung der Rezeptoren und damit das Prog nach einiger Zeit nicht das Ö runter drückt?) und meine Gyn und auch andere eine kontinuierliche Therapie befürworten, wenn man so möchte. Ich weiß nicht, wessen Rat ich folgen soll.

Auch würde ich Sie gerne fragen, ob meine zittrigen Hände dem Hormonellen bzw. den Wechseljahren zuzuschreiben ist? Ich fühle mich innerlich so nervös und zittrig und habe keine Geduld :TIRED:.

Ich danke Ihnen für die Zeit, die Sie sich für mich nehmen!

Einen sonnigen Tag wünsche ich Ihnen aus dem Rheinland 

 

Kim

Expertin-Grüne
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19.05.2020, 22:49 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo Kim,

ein Therapieerfolg sollte nach 3-4 Wochen erkennbar sein. Es muss sich erst ein steady-state entwickeln und es sollte ausreichend Zeit für die Beurteilung vorhanden sein, da andere Einflussgrößen kurzfristig stören könnten.

In einer Phase, in der es keine Blutungen mehr gibt, ist eine durchgängige Einnahme sinnvoller. So entsteht ein hormonelles Gleichgewicht. Solange es noch blutet, ist ein geregeltes Blutungsgeschehen das Ziel.

viele Grüße
Dr. Grüne

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20.05.2020, 12:27 Uhr
Antwort

Guten Tag, Frau Dr Grüne, 

Ich stelle eine depressive Verstimmung fest. Ist das eine vorübergehende Reaktion des Pflaster oder ein Hinweis darauf, dass die Dosierung nicht stimmt (zu niedrig?)? Lohnt es sich die 3-4 Behandlungswochen abzuwarten oder soll ich mich beim Arzt melden?

Danke nochmal. 

Freundliche Grüße 

Kim

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20.05.2020, 12:29 Uhr
Antwort

Entschuldigung,... Schwindel habe ich auch dazu

Expertin-Grüne
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20.05.2020, 23:06 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo Kim,

warum haben Sie die Therapie denn umgestellt? Prinzipiell ist man mit dem Gel bzgl. der Dosierung flexibler.
Versuchen Sie, nicht sämtliche Probleme auf die Hormone zu schieben. Ursachen depressiver Verstimmungen sind vielfältig.
Das sollten Sie isoliert betrachten.

viele Grüße,
Dr. Grüne

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28.05.2020, 16:16 Uhr
Antwort

Hallo Frau Dr. Grüne, 

Ich hatte die Therapie umgestellt, weil ich es mir mit dem Plaster leichter machen wollte. So dachte ich, habe ich ein paar Tage Ruhe mit dem Wechseln.

Ich habe mich dennoch entschlossen wieder mit dem Gel weiter zu machen, weil ich die Vorteile in der Dosierung nun auch sehe. Erfolgt die Umstellung nahtlos von einem zum anderen Präparat? Als Estramon-Pflaster hatte ich die Stärke 50, wieviel Hub Gynokadin Gel wären das?

Vielen Dank und Grüße 

Kim

Expertin-Grüne
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02.06.2020, 12:02 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo Kim,

das entspricht etwa 2 Hüben des Gels. Man kann übergangslos wechseln.
Geht es Ihnen denn mittlerweile schon etwas besser - auch was die Zittrigkeit Ihrer Hände betrifft? Das sollten Sie ansonsten mal neurologisch abklären lassen.

viele Grüße,
Dr. Grüne

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29.07.2020, 17:55 Uhr
Antwort

Sehr geehrte Frau Dr Grüne, 

Neurologische wurde es schon mal abgeklärt. Das hat sich aber seit Erhöhung von Ö und P gebessert. Meine derzeitige Substitution ist 1 Pumpstoss Lenzetto und 300 Famenita (100-0-200). Meine Blutwerte vom 3.7.2020 ergaben : Ö 69 pg/ml und P 28 ng/ml. Diese wurden ca. 8 Tage nach der o. g. Dosierung gemacht. Am 4.7. bekam ich dann eine Blutung, die ca. 7 Tage gedauert hat. Habe nach 21 Tagen nun wieder eine Blutung bekommen (am 24.7.) und meine Frage ist, ob ich pausieren soll mit Famenita oder was sollte ich machen? Meine Gyn ist in Urlaub. 

Meine Gyn hatte mir zu Beginn der Therapie das Lenzetto Spray verordnet (vor ca. 1,5 Jahren). Nach kurzer Anwendung tauschte ich das dann ein gegen das Gynokadin Gel (von meiner Gyn so verordnet). Weil ich mit dem Gynokadin warum auch immer nicht so zurecht komme, bin ich nun wieder zu Lenzetto übergewechselt. Auch, weil ich gelesen habe, dass das Lenzetto ein 24-Depot unter der Haut bildet, das Gynokadin nicht. Das Lenzetto, was ich bis vorgestern Abend benutzt habe, war die Dose, die ich vor 1,5 aufgemacht habe. Mehr durch Zufall habe ich gesehen, dass die Dose Lenzetto nur 56 Tage haltbar ist. Kann das sein, dass es nun das Chaos mit den Blutungen verursacht hat, weil es garnicht gewirkt hat?

Danke für Ihre Antwort. 

Mit freundlichen Grüßen 

 

Kim

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