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Seit Ausbleiben der Tage krank

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Wechseljahre | Expertenfrage

21.07.2019 | 17:29 Uhr

Hallo,  

ich bin bald 50 Jahre alt und habe jetzt 2x meine Tage nicht mehr bekommen.  Ziemlich zeitgleich wurde ich richtig krank und seitdem nicht mehr gesund geworden.  Begonnen hat es mit einem Infekt welcher sich sofort auf die Stimmbänder gesetzt hat,  weil ich keine Mandeln mehr habe.  Nach einigen Tagen wanderte der Virus aufs linke Ohr. Leichte Ohrenentzündung mit Druckschmerz. Nach wieder einigen Tagen kam dann der Paukenerguss mit Wasser hinter dem Trommelfell., Nach 6 Wochen war ich 3 Tage im Büro mit Klimaanlage im Großraumbüro. Dachte mit dem anschließenden Urlaub kann ich mich erholen und hatte laut Arzt auch noch ein leichtes Antibiotikum zur Sicherheit.  Nach 6 Tagen dann wieder Paukenerguss mit Mittelohrenzündung und Ohrenentzündung auf der anderen Seite,  2. Antibiotika Behandlung. Ohren sind zu, Nase ist und bleibt zu,  egal welche Nasensprays,  Nasenspülung und Behandlungen.  Zudem hat der HNO extreme Verspannungen diagnostiziert.  Atlaswirbel verrenkt,  wurde wieder eingerenkt.                    Hatte Hormontest beim Frauenarzt machen lassen, obwohl der Arzt meinte es sieht alles ganz normal und altersentsprechend aus.  Bei dem Test kam raus Östrogenmangel,  Gelbkörperhormonmangel,  aber auch das ganz normal wenn die Periode 2x ausgefallen ist.  Laut Arzt alles ok. Aber seitdem ist gar nichts mehr ok.  Hatte mir daher das Hormonpflaster ERKÄMPFT.  Aber auch das hilft nicht wirklich.  Habe jetzt zu den Nasensprays und Nasensalbe zum Befeuchten der Schleimhäute den Airmax zum mechanischen heben der Nasenflügel, weil ich nicht atmen kann und Nachts regelrecht Panik und Geheule bekommen habe.  Gedächtnis ist im Eimer.  Schmerzen durch die starken Verspannungen /Verrenkung. Mache Liebscher Bracht Atlas Übungen,  Entspannung,  Atemübungen,  Druckausgleich für die Ohren,  Reizstrom,  Triggerpunkt Behandlung,  Physio.  Und dennoch.... nichts geht mehr und das seit 8 Wochen.  Ich weiß nicht mehr weiter.  Der HNO meinte ich soll kalte oder warme trockene Klimaanlagenluft meiden.  Aber wie soll ich das denn im Geschäft machen?                                                            Zusätzlich hatte ich auch in den Schwangerschaften massive lebensbedrohliche Zustände.  Ich vermute auch das war unter anderem Hormon bedingt.  Alle Ärzte sagen jedoch, meine Krankheiten können nicht von den Hormonen kommen und müssten ja durch die Hormonpflaster verschwinden.  

Bitte um Rat und Hilfe.  Meine einzige Möglichkeit wäre noch zu einem Hormonspezialisten,  der auf bioidentische Hormone spezialisiert ist, zu gehen.  

Vielen Dank 

Nika19 

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Bisherige Antworten
Expertin-Grüne
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22.07.2019, 07:32 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo Nika,

da kommt vermutlich einfach gerade mehreres zusammen.
Der Hormonausfall kann gut behandelt werden (Pflaster, Gel, Tabletten), die richtige Dosierung muss gefunden und individuell angepasst werden.
Mit der HNO Problematik hat das nichts zu tun. Vielleicht sollten Sie mal einen Klimawechsel versuchen (Urlaub an der See oder eine Rehamaßnahme).

viele Grüße
Dr. Grüne

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22.07.2019, 19:03 Uhr
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Hallo Frau Dr. Grüne,  

vielen Dank für Ihre Antwort.  

Hormonpflaster habe ich mir bereits vom Frauenarzt erkämpft.  Er wollte noch nicht einmal einen Hormontest machen,  mit der Begründung bei der Untersuchung sei soweit alles ok und altersentsprechend. Aber nichts ist mehr ok.  Östrogenmangel soll sich ja auch auf trockene Schleimhäute und Infektanfälligkeit auswirken.  Zudem soll Gelbkörperhormonmangel auch zuständig für hartnäckige Verspannungen sein.  Wie soll das denn zusammen passen,  wenn alle Ärzte sagen, dass es nicht hormonell sein kann??!                                Den Urlaub musste ich abbrechen, da ich wieder rückfällig geworden bin.  Von Paukenerguss wieder zurück zu Mittelohrenzündung und Ohrenentzündung.  Zu erst Stimmbänderentzündung,  dann leichte Ohrenentzündung, danach der Paukenerguss und im Urlaub wieder zurück zu Mittelohrenzündung und Ohrenentzündung.  Östrogenmangel wirkt sich doch auch auf das Bindegewebe aus. Letztes Jahr Rücken verrenkt,  jetzt auch noch den Atlaswirbel verrenkt ohne besondere Belastung, oder dass ich wüsste wann es passiert ist.  

Das Einzige was anders ist, sind die Hormone, trockene Nasenschleimhaut,  die mit keiner Behandlung mehr feucht bleibt.  Zuschwellen der Nase. Verspannungen die weder mit Reizstrom,  Triggerpunkt Behandlung,  und Physio verschwinden.  Blutwerte sind alle ok, bis auf die Hormone,  welche durch das Ausbleiben der Regel nicht mehr produziert werden.  

Für mich kommt inzwischen nur noch die Hormonumstellung als Ursache in Frage,  obwohl alle Ärzte sagen es kann nicht sein.  

Allerdings bekommt man ja beim Endikronologen nicht so schnell einen Termin.  So kann ich weder atmen,  noch schlafen,  noch arbeiten oder meinen Alltag bewältigen.  Das sind keine WJ Syntome, dass ist eine Krankheit nach der anderen.  

Freundliche Grüße Nika 

 

 

 

 

 

Expertin-Grüne
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22.07.2019, 23:27 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo Nika,

das klingt ja leider gar nicht gut. Der wechseljahrsbedingte Anteil der Bescherde lässt sich mit Hormonen behandeln. Ein Hormontest ist dazu nicht erforderlich.
Alles andere sollten Sie mit Ihrem Hausarzt abklären und behandeln lassen.

viele Grüße
Dr. Grüne

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23.07.2019, 21:48 Uhr
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Hallo Frau Dr. Grüne,  

ich habe bereits einen Hormontest machen lassen. Östrogenmangel und Gelbkörperhormonmangel, aber normal wenn die Tage ausbleiben.  Aber es ist GAR nichts mehr ok, deswegen habe ich mir ja die Hormonpflaster verschreiben lassen.  Damit wurde es besser,  aber noch immer nicht gut.  Ich habe heute mit einem Frauenarzt der Krankenkasse gesprochen.  Dieser meinte, dass bei mir wohl Nasenschleimhaut, Hals, Ohren,  Kreislauf und Bindegewebe auf die Hormone extrem reagieren,  allerdings die klassischen Symptome wie HitzewallungenDepressionenSchlafstörungen,  trockene Scheide wohl einfach fehlen.  

Ja, wozu Symptome und Wechseljahre-Beschwerden,  wenn man gleich richtig krank werden kann... 

Aber wie soll man ohne Hormontest denn richtig therapieren können?  Weil sie doch schreiben,  man braucht keinen Hormontest.  Der Frauenarzt der Krankenkasse meinte, ich sollte bei den Hormonen weiter machen, denn das Hormonpflaster ist entweder zu schwach oder nicht die passenden Hormone für meine Krankheiten.  In meinem Fall schaffen die fehlenden Hormone gegen mein Immunsystem,  deswegen hilft auch bisher keine herkömmliche Behandlung.  

Blöderweise ist natürlich auch mein FA im Urlaub.  Immerhin habe wenigstens einen Arzt gefunden,  der sagt dass meine Krankheiten tatsächlich durch die Hormone ausgelöst wurden.  

Es ist schon schlimm wenn kein Arzt darauf eingeht und alle zudem sagen,  sowas kann doch gar nicht mit den Hormonen zusammen hängen.  

FG Nika 

 

Expertin-Grüne
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24.07.2019, 06:58 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo Nika,

man kann es an Blutwerten nicht festmachen, ob eine Hormontherapie ausreichend dosiert ist, da Frauen auf gleiche Hormonspiegel unterschiedlich reagieren. Hormonbestimmungen dienen dabei nur der Orientierung, sind aber nicht therapieentscheidend.
Eine Therapie wird als in einer üblichen mittleren Dosierung begonnen und dann ggf. angepasst, wenn weiterhin Beschwerden bestehen oder Nebenwirkungen auftreten.
Je nach Dosierung des Estradiols in Ihrem Pflaster könnte also hier zunächst eine Dosissteigerung versucht werden.

viele Grüße
Dr. Grüne

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02.08.2019, 13:39 Uhr
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Hallo Fr. Dr. Grüne,  

mit dem Hormonpflaster ist es etwas besser geworden,  aber immer noch nicht gut.  Schleimhäute Nase, Ohren trotzdem zu, schlimmste hauptsächlich HWS Verspannungen null verbessert. Bandscheibenvorwölbungen wahrscheinlich deswegen ebenfalls nicht gebessert. 

Habe nach dem MedTelefon FA der Kassenärztlichen Vereinigung den Frauenarzt gewechselt. Von dem Hormonpflaster habe ich Bauchschmerzen Zwischenblutungen, Verhärtungen in der re Brustgewebe bekommen.  

Habe bei dem neuen FA nun Gynokadin,  Utrogest und Oekolp verschrieben bekommen.  Muss jetzt erstmal abwarten.  

Trotz normalen TSH Wert habe ich allerdings fast alle Symptome einer SchilddrüsenunterfunktionUltraschall und T3, T4 hat mein Hausarzt allerdings nicht gemacht.  Es soll ja auch im Grenzwert Bereich schon unter Umständen Probleme geben können.  

Ich habe immer mehr den Eindruck, dass mein spontaner Hormonsturz auch die Schilddrüse und somit mein Immunsystem in die Knie gezwungen hat.   4 Mai letzte Periode hatte ich regelmäßig meine Tage.  Ausser Bis auf März einmal ausgeblieben. Am 11. Juli dann der Wert 7 Estradiol.  

Ich habe einen kompletten gesundheitlichen Zusammenbruch und die klassischen WJ Symptome fehlen komplett.  Meine Eierstöcke haben mich sofort in die POSTmenopause katapultiert.  Aber kein Arzt stellt die Verbindung zu den WJ und Hormone her, obwohl ich bis dato gesund war.  

Die Schulmedizin ist schrecklich und absolut nicht ganzheitlich.  Ich laufe nur gegen Wände.  

Ich hoffe die Behandlung mit Gynokadin,  Utrogest und Oekolp hilft.  Unter diesen Umständen bin ich komplett ausgeschaltet. Nichts geht mehr., 

LG Nika 

 

Expertin-Grüne
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02.08.2019, 19:10 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo Nika,

vermutlich sind es verschiedene Ursachen, die hier zusammen spielen.
Mit der Hormontherapie lässt sich der wechseljahrsbedingte Hormonmangel ausgleichen:
Die Erschöpfung kann auch noch infektionbedingt sein.
Wie wäre es denn mal mit einer Kurmaßnahme im Sinne einer ganzheitlichen Behandlung?

viele Grüße
Dr. Grüne

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03.08.2019, 08:08 Uhr
Antwort

Hallo Fr. Dr. Grüne,  

es sieht eher nach einem total Zusammenbruch aus.  Sowas kenne ich gar nicht.  

Wird eine Kur über den Hausarzt beantragt? 

LG Nika 

 

 

 

 

 

Expertin-Grüne
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03.08.2019, 08:12 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo Nika,

wenden Sie sich an Ihre Kranken- oder Rentenversicherung. Dort erhalten Sie die notwendigen Antragsunterlagen, die Ihr Hausarzt, ggf. ergänzend auch der Frauen- und HNOArzt ausfüllen kann.

viele Grüße
Dr. Grüne

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