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Schmerzen in der Brust

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Wechseljahre | Expertenfrage

26.01.2009 | 11:06 Uhr

Hallo Dr. Dossler, seit einigen Monaten habe ich Schmerzen in der Brust, die ich jetzt durch meine Frauenärztin untersuchen lassen habe. Diese sagte mir anhand des Ultraschalls wo man auch eine Gewebeveränderung sehen konnte, das dies der Anfang der Wechseljahre ist. Ich nehme jetzt seit etwa 3 Wochen Mastodynon Tropfen ein, die mir aber bisher keine Linderung gebracht haben.
Meine Ärztin hat mir geraten die Pille einzunehmen, was ich aber absolut nicht möchte. Noch dazu sagen möchte ich, daß ich vor 7 Jahren die Gebärmutter entfernt bekommen habe.
Können Sie mir einen Rat dazu geben?
LG Heike

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26.01.2009, 12:11 Uhr
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Hallo Heike,
sind die Schmerzen einseitig oder beiderseits?
Wann wurde die letzte Mammografie gemacht?
Haben die Beschwerden irgendeinen Rhythmus (z.B. 14 Tage Schmerzen ja, 14 Tage Schmerzen nein)
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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26.01.2009, 14:43 Uhr
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Hallo Dr. Dossler,
erstmal vielen Dank das Sie mir so schnell geantwortet haben.
Die Schmerzen die ich habe sind in beiden Brüsten. Eine Mammografie habe ich noch nie gemacht bekommen. Einen Rhythmus haben die Schmerzen auch nicht, sie sind permanent da. Es ist so ein Schweregefühl in der Brust und sie ist ganz empfindlich beim Tasten.

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26.01.2009, 18:43 Uhr
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Hallo Heike,
eine Frage hatte ich vergessen: was für eine Pille hatte Ihnen die Ärztin denn empfohlen?
Und dann möchte ich noch etwas wissen: was für eine Gewebeveränderung in der Brust (beiden?) hat die Ärztin denn gesehen???
Gegen dieses Schweregefühl der Brust hilft zwar auch MASTODYNON sehr gut, aber bei jeder Pflanzentherapie dauert es leider seine Zeit.
Zusätzlich könnten Sie die homöopathische Salbe ANTIMAS-Selz anwenden oder das verschreibungspflichtige PROGESTOGEL.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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26.01.2009, 20:15 Uhr
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Hallo Dr. Dossler,meine Ärztin hat mir die Yasminelle empfohlen wobei ich nochmals erwähnen möchte das ich keine Pille einnehmen möchte, da ich aus früherer Zeit immer wieder schlechte Erfahrungen mit der Pille gemacht habe. Zu der Gewebeveränderung kann ich Ihnen nur sagen , das es auf dem Ultraschall so aussieht daß das Gewebe aufgrund hormonellen Rückgangs nicht mehr so aussieht wie normal. Die Blutuntersuchung hat auch gezeigt das im Körper zu wenig Hormone produziert werden, was ich aber allerdings jetzt noch bei einem Internisten untersucht bekomme( Sonographie der Schilddrüse). Zu dem Progestogel habe ich allerdings noch eine Frage, da ich von der STUDIE MARIEgehört habe und dort nicht empfohlen wird diese Gel direkt auf die Brust aufzutragen wegen möglicher Brustkrebsgefahr. Können Sie mir dazu etwas sagen?
Auch ist dies meine größte Angst mit der Pille eventuell später an Brustkrebs zu erkranken.

Lg Heike

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26.01.2009, 21:20 Uhr
Antwort

Hallo Heike,
ich kenne die Marie-Studie, aber nicht den Zusammenhang mit Progestogel und Brustkrebs.
Falls Sie da einen Linik für mich hätten, wäre ich dankbar.
Die Statistik erschreckt ja auch immer wieder, weil sie mit Zahlenspielen verblüfft und mehr erschreckt, als es die Realität tut.
Wenn Sie dieses Forum aufmerksam verfolgt haben seid es existiert, dann kennen Sie meine Vorsicht und Zurückhaltung Hormonen gegenüber, was aber nicht bedeutet, dass ich sie für einen unverzichtbaren Teil der Therapie klimakterischer Beschwerden halte.
Erlauben Sie mir zur Statistik folgendes Beispiel:
Bei einem Risiko von 1:45.000 würde eine Risiko-Verdopplung, also eine Steigerungsrate von 100% , ein Risiko von 2:45.000 bedeuten.
Soviel zu einer Statistik, die feststellt, eine HET erhöht das Brustkrebsrisiko um, was ja noch viel wissenschaftlicher ist exakt 73%.
Dem gegenüber stehen die zahlen, dass Frauen, die eine HET anwenden, um einige Jahre länger leben als Frauen, die nie Hormone nehmen.
Es gibt immer eine andere Sicht der Dinge.
Aber ich sage es nochmal: ich bin gegen jede HET einfach nur als Schulspeisung, bloß, weil Frauen und Hormone irgendwie zusammenhängen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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28.01.2009, 01:15 Uhr
Antwort

Hallo Dr. Dossler, hier ist der Link indem ich auf die Studie Marie aufmerksam geworden bin. Das mit dem Progestogel habe ich sicher woanders gelesen , weiß aber leider nicht mehr wo. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, sind Sie auch nicht gerade davon überzeugt die Frauen mit einer HT durch die Wechseljahre zu begleiten.
Für mich bedeutet dies ein Risiko den natürlichen Alterungsprozess einer Frau mit chemischen Mitteln entgegenzuwirken. Es gibt sicher eine Menge natürlicher Mittel die eine Frau durch diese Zeit begleiten können. http://www.ffgz.de/faq_wj.htm
Vielen lieben Dank für Ihren Rat
Lg Heike

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28.01.2009, 09:15 Uhr
Antwort

Hallo Heike,
so möchte ich nicht interpretiert werden!
Hormone haben ihren festen und nicht ersetzbaren Platz in der Behandlung von WJ-Beschwerden!
Aber ich bin ein Gegner davon, Hormone sofort und kritiklos einzusetzen.
Erst wenn alle Mittel versagen und Beschwerden die Lebensqualität sehr beeinträchtigen, ist die HET das beste Mittel.
Ich habe hier schon mal das Beispiel meiner eigenen Frau zitiert, die seit Jahren eine HET durchführt, nachdem es pflanzlich einfach nicht mehr ging. Heute ist sie 60 Jahre alt und hat einige Versuche hinter sich, die HET zu beenden, jedoch ohne Erfolg.
Und ich muss Ihnen ehrlich sagen: meine Frau ist glücklich, dem Alltag Freude abgewinnen zu können. Und auch für mich ist das Leben mit einer ausgeglichenen Frau angenehmer, als mit jemandem, der traurig und ohne Lebensfreude ist. Sie wird die HET fortsetzen, und von mir aus solange, bis sie mit 90 Jahren friedlich einschläft und mir nachfolgt; denn die Lebenserwartung von uns Männern hinkt mittlerweile dramatisch hinterher!
Einem Irrtum sollten Sie allerdings auch nicht unterliegen:
die HET verlängert weder das Leben noch das biologische Altern.
Wir altern in unseren Genen.
Dass Frauen, die eine HET anwenden, eine höhere Lebenserwartung haben, hat sicher mehr Gründe als nur die HET alleine.
Und dem Altern versuchen sehr viele Frauen mit anderen und sehr teuren chemischen Produkten aus der Kosmetikindustrie täglich vor dem Spiegel oder beim kosmetischen Chirurgen vergeblich zu entgehen, nicht mit einer HET.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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