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Novofem, Hormongabe

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Wechseljahre | Expertenfrage

11.03.2008 | 09:00 Uhr

Guten Tag.
Eher unbemerkt bin ich ins Klimakterium gekommen (ich habe die Pille genommen, beim Hormonstatus, der auf meinen Wunsch hin gemacht worden ist, wurde dann bemerkt, dass die Pille nun überflüssig geworden ist...). Da ich nun aber doch einige klimakterische Beschwerden habe, hat mir mein Gyn zur Einnahme von Novoferm geraten. Ganz abgeneigt bin ich nicht, habe aber dann den Beipackzettel durchgelesen...: Die vielen Nebenwirkungen haben mich schier erschlagen, eine Thrombose, eine Embolie, als Beispiel, möchte ich nicht provozieren. Von daher meine Frage: Wie gefährlich ist Novofem?
Gruss und Dank!
Bettina M.

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12.03.2008, 12:27 Uhr
Antwort

Hallo Bettina,
dann nehmen Sie sich doch bitte zuerst nochmal den Beipackzettel Ihrer Pille und lesen den durch, da werden Sie aber ganz große Augen machen!
Sagen sie mir doch bitte mal, welche Pille Sie genommen haben.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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12.03.2008, 14:04 Uhr
Antwort

Lieber Herr Dr. Dossler
Danke herzlich für Ihre feinfühlige, kompetente Antwort.
Jaja, die Endlichkeit. Zum restlichen Leben möchte ich Sorge traqen.
Ich habe heute mit meinem Hausarzt, der auch Homöopath ist, Kontakt aufgenommen. Ich habe einfach den Eindruck, dass ich mit dem Novoferm mit einer Kanone auf Spatzen schiesse, da ich, was die Pflanzentherapie angeht, zu wenig versucht habe.
Liebe Grüsse und danke für Ihren Wink in die pflanzliche Richtung!
Bettina M.

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12.03.2008, 14:17 Uhr
Antwort

Hallo Bettina,
zum restlichen Leben möchte ich Sorge tragen!- das ist ein schöner Satz!
Je älter man wird, umso schneller rast die Zeitmaschine. Und dann noch morgens früh mit einem Lächeln aufzustehen und zu sagen: Die Vögel zwitschern nur für mich!, das fällt einem manchmal schwer. Und trotzdem sollte man so denken!
Neugierig zu sein auf alles und jeden neuen Moment, Gelassenheit zu entwickeln gegenüber Dingen, die sich nicht von allein erledigen, den Augenblick zu genießen, den man doch nicht halten kann, seine Falten lächelnd anzunehmen, weil man sie sich verdient hat, und jeden Tag einen Stein vom Boden aufzuheben und an eine andere Stelle zu legen, um die Welt zu verändern - das sollte jeder lernen, wenn er älter wird.
Ihr
TomDoc

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12.03.2008, 19:39 Uhr
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Da haben Sie natürlich recht... Ich habe die Jasmin genommen und gut vertragen.
Nur eben: Frau wird vielleicht im Alter vorsichtiger oder ängstlicher...
Mit freundlichen Grüssen
Bettina M.

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12.03.2008, 22:13 Uhr
Antwort

Hallo Bettina,
im Stillen hatte ich gehofft, sie hätten eine Pille genommen, die das gleiche Gelbkörperhormon enthielt, wie das NOVOFEM, denn dann wäre meine Erklärung noch einfacher.
Grundsätzlicher unterschied zwischen Pille und HET ist der Einsatz natürlichen Östrogens in der HET. In der Anti-Baby-Pille wird stattdessen ein hochpotentes Östrogen (Ethinyl-Östradiol) eingesetzt, um den Eisprung zu unterdrücken. Die Gelbkörperhormone aus der Pille finden fast alle auch in der HET Verwendung.
So gibt es auch von der YASMIN ein Präparat mit dem natürlichen Östradiol und dem DROSPIRENON aus Yasmin, das Präparat heißt ANGELIQ.
Es ist eigentlich kaum verständlich, dass ein weniger potentes Östrogen (HET) mehr Nebenwirkungen machen soll als ein hochpotentes Östrogen (Pille).
Dass wir im Alter vorsichtiger und ängstlicher werden, hängt auch damit zusammen, dass uns die Endlichkeit unseres Lebens mit jedem Tag mehr bewußt wird. Und wir wollen keine unnötigen Risiken eingehen, um die Lebenszeit eventuell leichtfertig zu verkürzen.
Eine HET sollte nur dann gemacht werden, wenn die Lebensqualität infolge der WJ-Probleme erheblich eingeschränkt ist und Pflanzentherapie erfolglos geblieben ist.
Sonnenschein und Regen müssen Sie hinnehmen, Wechseljahresbeschwerden nicht.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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17.03.2008, 04:49 Uhr
Antwort

Lieber Herr Dr. Dossler
Da ich bin ich noch einmal:
Ich habe viele Jahre mit massiven Aengsten gelebt, habe dann mit viel Arbeit (Therapie..) ein relativ angstfreies Leben führen können.
Nun bin ich etwas irritiert: In den letzten Tagen habe ich anflugsweise alte Angstsymptome wieder erlebt.
Meine Frage: kann das mit den Wechseljahren zusammen hängen? Und wäre da eine Therapie mit Novofem allenfalls hilfreich?
Ich bin an sich nach wie vor bereit, den hormonfreien Weg zu gehen. Sollten aber die alten Aengste wieder derart oberhand gewinnen, dann würde ich unsicher.
Mit freundlichem Gruss
Bettina

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17.03.2008, 06:13 Uhr
Antwort

Hallo Bettina,
danke, dass Sie sich unter unserem Briefwechsel wieder gemeldet haben, Jetzt bin ich auch wieder up-to-date.
Ja, die WJ machen nicht nur die Haut dünner und anfälliger, sondern auch die Seele.
Falls Sie wegen einer Angststörung früher bei einem Therapeuten waren, dann würde ich Ihnen raten, zunächst auch ihn noch einmal aufzusuchen, bevor die Angst vor der Angst zu mächtig wird.
Für Sie gäbe es ja ansonsten hormonell die einfache Möglichkeit, da Sie lange die YASMIN eingenommen haben, auf ANGELIQ zu wechseln. Auch wenn dieses Präparat normalerweise durch genommen wird und für Frauen empfohlen wird, die bereits keine Regelblutungen mehr haben, könnten Sie das Präparat 4 Wochen einnehmen und entgegen der Anweisung, das Präparat ohne Pause zu nehmen, wie bei der Pille 1 Woche Pause einlegen, um die Schleimhaut abbluten zu lassen und das Präparat erst dann durch zu nehmen, wenn sich in der Pause keine Blutung mehr zeigt.
Sprechen Sie also zunächst mit Ihrem Therapeuten.
Drucken Sie sich für dieses Gespräch doch ruhig unseren Briefwechsel aus.
Und dann sehen wir weiter.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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19.03.2008, 06:29 Uhr
Antwort

Hallo TomDoc,

jetzt muss ich mich doch mal als 3. Unbeteiligte hier einschalten, nachdem ich Ihre obige Antwort gelesen habe.

Mir kamen fast die Tränen über Ihre schöne Wortwahl, die Sie gefunden haben. Ja, so sollte man wirklich denken, vor allem auch ab einem bestimmten Alter, denn dann wird die verbleibende Zeit immer
weniger. Nur vergißt man das schnell, wenn man so im Alltag steckt.

Ich bin auch in einer ziemlich schwierigen Situation zurzeit und hatte Ihnen deshalb auch Anfang Februar geschrieben und von Ihnen eine gute Antwort bekommenl. Habe es bisher aber noch nicht geschafft, Ihren Rat, zum FA zu gehen, zu befolgen, weil ich zurzeit keine Kraft und Mut dafür habe.

Umso sensibler ist man für solche Antworten wie Ihre hier. Und wenn ich es doch irgendwann schaffe, schreibe ich Ihnen wieder, weil Sie es auch wissen wollten und mir dann auch vielleicht weiterhelfen können.

Bis dahin auch alles Gute für Sie und schöne Ostern.

Lieber Gruß
B.

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19.03.2008, 07:16 Uhr
Antwort

Liebe B.,
Ihren so netten Brief habe ich gerne gelesen.
Wir leben in einer Zeit, in der Ärzte das Gefühl haben, nur dann für den Patienten etwas getan zu haben, wenn sie ein Rezept ausgestellt haben.
Jede Mutter, deren Kind auf die Nase gefallen ist, weiß, wie weh so ein Sturz tut. Aber sie steht nicht da mit einer Spritze in der einen Hand und einer Tablette in der anderen, sondern sie steht da mit leeren Händen.
Aber nur leere Hände sind in der Lage, jemanden aufzuheben, anzunehmen und zu umarmen.
Und so können auch Briefe sein, die keinen Tipp und keinen Rat geben, sondern nur dazu da sind, zu zeigen, dass man dazu bereit ist, jemanden zu verstehen und ihm zuzuhören.
Worte können uns Richtungen zeigen, gehen müssen wir unsere Wege allein.
Auch Ihnen wünsche ich schöne Ostertage
Ganz herzlich
Ihr
TomDoc

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