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Mittelschmerz so heftig??

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Wechseljahre | Expertenfrage

29.07.2009 | 10:32 Uhr

Lieber TomDoc!

Heute habe ich zwei Fragen an Sie, die nichts miteinander zu tun haben...zum einen, die mich betrifft: Ich führe regelmäßig ( auf Ihre Empfehlung ;-) ) meine T-Kurve und bin heute am 14. Tag.( Ich bin 48 und eine ehemalige Mirenaträgerin - noch heute danke dafür, dass Sie mir die Augen geöffnet haben!!!!)
Ich habe gemessene Hormonschwankungen und bin jetzt wohl am Beginn der WJ ( ich war im Hormonzentrum ) -aber das ist nicht das Thema. Kann es sein, dass man den Mittelschmerz soooo heftig spürt, dass man richtig beim Laufen oder egal was man grade tut, inne halten muss?? Ich habe seit gestern abend, allerdings nicht ständig, so heftige Unterbauchschmerzen, die aber immer nur mal kurz einschießen, und zwar auf der rechten Seite.(Mein Appendix ist schon seit 35 Jahren weg!) Dort hatte ich bisher immer mal den Eisprung-Schmerz vermutet, weil ich da schon öfter Beschwerden hatte, allerdings nicht so heftig.
Die Schleimabsonderung würde auch dafür sprechen, dass jetzt der Eisprung ist, aber die Temperatur ist heute morgen noch nicht hochgegangen.

Wofür könnte sonst dieser einschießende Schmerz sprechen? Ich danke Ihnen schon jetzt für Ihre immer so fürsorgliche Antwort.

Nun zu meiner zweiten Frage: Ich habe eine Bekannte, die aus verschiedenen Gründen eine Speichelanalyse machen möchte, aber seit Jahren das Präparat Femoston gegen ihre WJ-Beschwerden nimmt. Sicherlich ist es doch nicht sinnvoll, die Hormonanalyse unter Einnahme des Präparates zu machen, oder? Wie lange sollte sie es absetzen, damit es einen gscheiten Wert ergeben kann??

Vielen Dank auch hierfür.....und sonnige Grüße aus Oberfranken!

Ihre Karin

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29.07.2009, 11:34 Uhr
Antwort

Hallo Karin,
fangen wir mir der letzten Frage an:
eine Hormonanalyse unter einer HET steht mehr oder weniger unter dem Motto:Außer Spesen nichts gewesen
Die Bestimmung des ESTRADIOL hätte noch einen vertretbaren Sinn, wenn Ihre Freundin unter der HET Beschwerden hätte, die auf einen Östrogenmangel hinweisen würden.
Ansonsten sind sämtliche Werte infolge der HET stark verfälscht!
Zur ersten Frage:
Es ist möglich, dass als Folge der Blinddarm-OP Ihr rechter Eierstock in den nach der Blinddarm-OP entstandenen Verwachsungen und Verklebungen auf der rechten Seite gefangen ist (Verwachsungen entstehen nach jeder Bauch-OP!!!), sodass der Follikel vor dem Eisprung (immerhin über 2 cm groß) einen stärkeren Kapseldruck und damit Scmerzen auslöst. Die Eierstöcke entsprechen den Hoden des Mannes - und sie haben die gleiche Nervenversorgung, kein Wunder also, dass sie auch genauso weh tun, wenn man draufdrückt.
Eine kleine Geschichte am Rande:
wenn ein FA bei der gyn.Untersuchung einer bislang beschwerdefreien Patientin auf die Eierstöcke drückt und die Patientin sagt: Autsch! und der Doktor daraufhin antwortet:Aha! Sie haben eine Eierstockentzündung!, dann sollte sich die Patientin sofort aufsetzen und den Arzt in die Hoden kneifen. Und wenn der dann Autsch! ruft, soll sie sagen: Aha! Sie haben eine Hodenentzündung!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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29.07.2009, 13:24 Uhr
Antwort

Lieber TomDoc,

ich musste bei dem Vergleich Hoden/Eierstock ja soo herzhaft lachen. Es beruhigt mich, da ich tatsächlich oftmals, wenn mir auf den Bauch gedrückt wurde, Schmerzen hatte.....gottseidank hatte ich nie einen Gyn, der da eine Eierstockentzündung diagnostiziert hatte.

Ich bin erstmal beruhigt, nach Ihrer Schilderung müsste sich das ganze ja wieder legen. Und ja, ich habe tatsächlich oft im rechten Unterbauch Schmerzen, sie sich anfühlen, als ob irgendwie ein Knoten drin wäre.

Zur Frage mit der HET: Wie lange müsste sie denn das Präparat absetzen, damit eine sinnvolle Messung rüber kommt?

Auch von mir eine kleine Anekdote: Ich hatte jahrelang als Röntgenassistentin gearbeitet, musste dabei natürlich oft auch Mammographien machen. Nun ist ja bekannt, dass - je höher die Kompression, desto aussagekräftiger das Bild- diese Untersuchung manchmal recht schmerzhaft sein kann. Ich persönlich hielt es immer so, dass ich die Patientin Stopp sagen ließ, und alle waren immer zufrieden damit. Nun hatte ich einen Chef, der immer der Meinung war, man müsste nach dem STop noch zweimal das Rädchen weiterdrehen, so dass der Druck erhöht wird.....und einmal ist es dann passiert, dass eine Patientin kollabiert ist. Danach war dann bei uns in der Abteilung immer das geflügelte Wort, dass man mal die Hoden vom Chef drunter legen müsste, und dann drehen, drehen, drehen......natürlich noch mit Chef dran *lach*

Ein herzliches Dankeschön
Karin

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29.07.2009, 22:10 Uhr
Antwort

Hallo Karin,
ich weiß nicht, warum Ihre Bekannte die HET absetzen will, nur um einen Hormontest zu machen - oder verstehe ich da etwas falsch?
Ansonsten müsste Sie 4 Wochen mindestens Pause machen
Ihr
TomDoc

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30.07.2009, 05:05 Uhr
Antwort

Hallo TomDoc,

sie möchte aus diffusen Beschwerden ihren Hormonstatus wissen, z.B. Haarausfall, Müdigkeit und noch einige mehr. Ich habe ihr gesagt, dass es wenig sinnvoll ist, einen Speicheltest zu machen, wenn künstliche Hormone eingenommen werden und wusste einfach nicht, wie lange man das absetzen muss.

Außerdem möchte sie wohl generell eher die Hormone absetzen, weil sie gerne ohne zurecht kommen möchte.

Danke für Ihre Mühe........

Lieber Gruß
karin

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30.07.2009, 05:50 Uhr
Antwort

Hallo Karin,
also ohne Hormone zu leben ist ja an sich ein guter Vorsatz.
Dann raten Sie Ihrer Freundin, den Hormontest 4 Wochen nach dem Absetzen durchführen zu lassen.
Mit freundlichen Grüßen
ihr
TomDoc

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