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Lafamme

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Wechseljahre | Expertenfrage

21.01.2008 | 07:01 Uhr

Sehr geehrter Herr Doktor,
ich nehme seit 10 Wochen Lafamme 1/2. Bis zur Einnahme hatte ich Blutungen, unregelmäßig und auch nicht mehr so stark. Von Anfang an nehme ich Lafamme ohne Unterbrechung. Nach ca. 1,5 Wochen hatte ich noch eine normale Blutung und seither immer wieder unregelmäßige Schmierblutungen die sehr dunkel, fast schwarz sind und zw. 1-3 Tage andauern. Als ich meinen FA da-mals von der Blutung unterrichtete, meinte er ich soll solange täg-lich 2 Lafamme nehmen, bis ich 3 Tage hintereinander blutungsfrei bin und dann wieder ohne Unterbrechnung 1 Tablette täglich. Mir wurde aber bei der Einnahme von 2 Tabletten wieder mehr schwin-lig, weshalb ich trotz Blutung weiterhin nur noch 1 Tablette nahm. Da die Schmierblutungen aber bis jetzt nicht aufgehört haben, meinte mein FA ich soll nun zusätzlich zu Lafamme Primolut-Nor-5 einnehmen, was ich morgens zusammen mit Lafamme jetzt auch genommen habe. Aber alle alten Beschwerden, die zwar seit der Einnahme von Lafamme etwas schwächer aber noch nicht weg waren, waren nun wieder zurück. Es handelt sich um leichte Übel-keit, Schwindel, Herzstolpern und dadurch bedingt Angst und Panik.
Anzumerken wäre noch, daß im Herbst letzten Jahres der FA die letzte Station meiner Odysee durch die verschiedensten Arzt-praxen und Spezialisten war. Ich war dort wegen Schmerzen in der linken Brustseite die bis in den Arm ausstrahlten, Herzstechen, Holpern, dazu Schwindel, Übelkeit, unkontrolliertem Zittern am ganzen Körper verbunden mit plötzlichen Stimmungsschwan-kungen. Alle haben mir attestiert, daß ich körperlich vollkommen gesund sei. Mein Herz hat bis auf eine leichte Mitralklappenin-suffizienz nichts. An das Holpern müßte ich mich gewöhnen, es sei nichts schlimmes. Ich bekam aber dadurch regelrechte Panik- und Angstattacken, wegen denen ich mittlerweile eine Psychotherapie angefangen habe.
Der letzte Arzt in der langen Reihe war damals der FA, der meinte meine Beschwerden seien typisch für die Wechseljahre. Seit der Einnahme von Lafamme haben sich die oben geschilderten Zu-stände mittlerweile etwas gebessert, sie sind aber noch nicht ganz weg. Ich dachte, mit der Einnahme von Lafamme wird wieder alles gut. Bin auch ein sog. Risikopatient, mein Vater war an Brust-krebs erkrankt, und habe nun auch zusätzlich Angst vor einer Thrombose. Wenn mir die Beine weh tun, denke ich sofort daran. Bin im übrigen seit 6 Monaten Nichtraucherin.
Was soll ich nun wg. den Schmierblutungen und den oben ge-nannten Beschwerden unternehmen. Soll ich Primolut-Nor-5 zu-sätzlich zu Lafamme einnehmen. Bin langsam aber sicher recht verzweifelt und könnte manchmal aus dem Nichts heraus an-fangen zu weinen. Bitte um Antwort, und Danke im Voraus.
Viele Grüße Heidi

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21.01.2008, 07:58 Uhr
Antwort

hallo Heidi,
der einfachste Weg scheint ist wahrscheinlich folgender:
setzen Sie die Lafamme 1 Woche aus und lassen sie die Schleimhaut abbluten, dann wieder anfangen und, falls nach ein paar Wochen nochmal eine Blutung auftritt, erneut eine Pause machen.
Durch die zusätzliche kurzfristige Gabe von Gelbkörperhormonen kann es sein, dass Sie sogar die Schmierblutungen noch verstärken.
Eine Frage aber noch: wurde wegen der Blutungen schon eine Ultraschalluntersuchung gemacht?
Mit freundlichen Grüßen
ihr
TomDoc

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22.01.2008, 10:13 Uhr
Antwort

Hallo TomDoc,
zunächst vielen Dank für die schnelle Antwort.
Eine Ultraschalluntersuchung wurde letzte Woche durchgeführt; mein FA meinte, es sei alles in Ordnung.
Ich werde Primolut-Nor-5 nun weglassen; die angebrochene Packung Lafamme reicht noch diese und nächste Woche. Anschließend werde ich eine Woche Pause machen. Eine Frage habe ich doch noch. Können die übrigen Beschwerden, die ich Ihnen geschildert habe in dieser Woche (Pause) wieder verstärkt auftreten? Danke im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Heidi

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22.01.2008, 11:01 Uhr
Antwort

hallo Heidi,
in der Woche Pause könnten Sie z.B. ein niedrig dosiertes reines Östrogenpräparat einnehmen (z.B. 1/2 oder sogar nur 1/4 Tablette ESTRADIOL JENAPHARM), um den Abfall des Östrogenspiegels zu kompensieren.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem FA meine Ideen durch.
Ihr
TomDoc

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