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Kinderwunsch

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Wechseljahre | Expertenfrage

24.04.2006 | 05:02 Uhr

Seit etwa einem Jahr bin ich in Behandlung hinsichtlich eines Kinderwunsches. Ich bin 37 verheiratet und kinderlos. Meine Ergebnisse des FSH-Wertes liegen mal bei 3, 7, 16 oder 13. Vor einem Monat lag der FSH bei 12, heute nun bei 13. Der Arzt hat jedoch entschieden, dass ich weiter warten solle, bis der FSH-Wert weiter sinkt.

Ich bin nun verzwifelt, da ich nach einem Jahr Wartezeit immer weniger Hoffnung sehe.

Ich nehmen Cyclo-Progynova.
Ist Ihrer Meinung nach Mönchpfeffer oder ein anderes Präparat hilfreich, um den FSH-Wert zu senken?

Für Ihre Anrwort bedanke ich mich im voraus und verbeibe

mit freundlichen Grüßen

Cornelia

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24.04.2006, 09:33 Uhr
Antwort

Hallo Nelli,
erstmal kenne ich nicht den Normalwert Ihres Labors, zum zweiten weiß ich nicht, was der FSH-Wert unter Cyclo-Progynova mit Ihrem Kinderwunsch zu tun haben soll (es sei denn, ich habe auf meine alten Tage irgendwo nicht aufgepasst). Sind Sie in einer Kinderwunsch-Praxis? Wenn nicht, wenden Sie sich unbedingt an einen Spezialisten.
Dann melden Sie sich doch bitte sofort wieder!°
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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25.04.2006, 06:43 Uhr
Antwort

Sehr geehrter Herr Doktor Dossler,

um meine Frage zu präzisieren, habe ich vor eine IVF-Behandlung durchzuführen.
Da der FSH-Wert immer schwankt, habe ich vom Arzt die Cyclo-Progynova Tabletten verschrieben bekommen. Schriftliche Werte besitze ich nicht- ich erhalte jeweils den FSH-Wert mündlich mitgeteilt. Laut meines Arztes sollte der FSH-Wert unter 10 liegen, um die IVF-Behandlung durchzuführen.
Ferner habe ich im Jahre 2001 eine Eileiterschwangerschaft gehabt und dadurch einen Eileiter verloren. Der zweite Eileiter ist ok. In Behandlung in Bonn bei einem Reproduktionsmediziner bin ich seit einem Jahr.
Seit 2000 bin ich an MS erkrankt (es geht mir derzeit gut!) und habe daher bis Dezember 2005 Statine (80mg täglich) eingenommen. Die Behandlung mit Statinen wurde einrseits abgebrochen, weil beim Kinderwunsch dies bei Beipackzettel vorschreibt und weil der Arzt meint, daß unter Umständen die Schwankungen des FSH-Wertes auf die Statine zurückzuführen sei.
Nun nochmals zu meiner Frage: Könnte Agnucaston oder ein anderes Präparat in meiner Situation hilfreich sein, da mein Arzt meine Lage immer pessimistischer ansieht und meine Zeit rennt...

Mit der Hoffung auf eine Antwort verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Nelli

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25.04.2006, 07:38 Uhr
Antwort

Hallo Nelli,
Wenn Sie bereits bei einem Spezialisten für Reproduktionsmedizin sind, dann weiß der wahrscheinlich mehr als ich über diese Dinge!
Ich selbst kenne die Vor-Behandlung vor IVF nur mit Einnahme einer echten Pille (einphasig)–Cyclo-Progynova unterdrückt nicht Ihren Eisprung(!)- und Synarela- oder Supracur-Nasenspray, um die FSH-Werte zu senken. Diese sog. „Downregulation“ wird angestrebt, um beide Eierstöcke auf die gleiche „Startposition Null“ zu rücken für die Ovulationsauslösung beim IVF. Die Ovulationsauslösung wird dann im nächsten Zyklus mit hochgereinigtem FSH durchgeführt. Soweit reichen meine bescheidenen Kenntnisse.
Sie haben aber doch in Bonn ein hoch qualifiziertes IVF-Zentrum an der Uni. Holen Sie sich doch dort eine Zweit-Meinung ein! (Mit Überweisung vom Hausarzt, wenn Sie in Primärärztlicher Behandlung bei dem Spezialisten sind, d.h. dort sind Chipkarte eingelesen und Praxisgebühr hinterlegt worden).
Agnucaston können Sie zusätzlich sicher nehmen, weil es ja auch den Prolaktin-Spiegel mit senkt und auch das ist wichtig für den KiWu!
Der weitere Verlauf würde mich sehr interessieren!
Bitte also noch mal melden!
Herzlichst Ihr
TomDoc

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26.04.2006, 10:57 Uhr
Antwort

Sehr geehrter Hr. Dr. Dossler,

Ich hätte eine Frage zu CYCLO-PROGYNOVA bezüglich Ihrer Aussage, daß dieses Präparat den Eisprung nicht unterdrückt. Im Beipackzettel von CLIMEN steht auch, daß es den Eisprung nicht unterdrückt. Zu FEMOSTON 2/10 meinten Sie, daß ein Eisprung eher unwahrscheinlich ist.
Ich bin etwas verwirrt. gibt es Unterschiede bei den verschiedenen HET´s bez. der Wahrscheinlichkeit eines Eisprungs und Eintreten einer Schwangerschaft während der HET?
Wenn ja, mit welchem Präparat ist es am wahrscheinlichsten schwanger zu werden?

Ich möchte Ihnen auch noch sagen, daß ich es toll finde, mit wieviel Geduld und Engangement Sie alle Fragen beantworten. Seit ich dieses Forum kenne, wurde mir so viel klar über die Zusammenhänge von Hormonen und Beschwerden usw..

Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Ella

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27.04.2006, 01:36 Uhr
Antwort

hallo Ella,
alle Hormonpräparate, die in der ersten Hälfte nur Östradiol enthalten, wirken nicht empfängnisverhütend. In der zweiten Hälfte wird ein evt. noch nicht durchgekommener Eisprung durch das Gelbkörperhormon des Präparates verhindert (wie im natürlichen Zyklus kommt in der Gelbkörperphase kein weiterer Eisprung durch).
Die Wahrscheinklichkeit eines Eisprungs hängt nun aber auch von der Lebensphase ab, in der sich Frau befindet. In der Perimenopause sind spontane Eisprünge bereits sehr selten, so daß man sich in der ersten Hormonphase auf die empfängnisverhütende Sicherheit eines Kondoms verlassen kann. In der zweiten Phase ist keine zusätzliche Verhütung erforderlich. In der Postmenopause ist das Ausbleiben des Eisprungs „von der Natur“ gesichert, da kann m.E. endlich auf Kontrazeption verzichtet werden.
Sie müssen daher meine Aussagen zu Femoston o.ä. immer in Bezug zur aktuellen Lebensphase (vor oder nach der Menopause) relativieren.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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