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Gebärmutterentfernung

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Wechseljahre | Expertenfrage

17.01.2008 | 01:39 Uhr

Hallo Dr. Dossler,

nach der Ausschabung liegt nun das Ergebnis vor. Schuld an den
langen anhaltenden und starken-schmerzhaften Blutungen ist
ein Myom welches direkt in der Schleimhaut sitzt und sehr groß
seien soll. Zudem habe ich mehrere kleine Myome. Nun habe
ich mich entschieden nicht nur das Myom sondern die Gebärmutter
entfernen zu lassen. Mein FA kann nicht ausschließen, das wenn
die anderen Myome Platz bekommen diese nicht auch wachsen.
Da ich aber dieses Thema jetzt schon drei Jahre mitmache und
nervlich nicht mehr so ganz auf der Höhe bin, habe ich mich zur
Hysterektomie entschieden. Nun meine Frage an Sie.
Können Sie mir eine Klinik empfehlen die auch die LASH anwendet.
Wie sieht das aus, wenn der Gebärmutterhals stehen bleibt, können dann auch noch Blutungen auftreten.
Ich wohne in Bielefeld. Würde aber auch in eine andere Stadt zur OP gehen.
Wäre es ratsam auch den Hals zu entfernen. Habe eine Bindegewebsschwäche mit vielen Narben durch die Schwangerschaft auf dem Bauch.
Welches wäre die beste Methode. Für Ihren Rat wäre ich Ihnen sehr dankbar.

mfg
Renate

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17.01.2008, 05:09 Uhr
Antwort

Hallo Renate,
wenn gleichzeitig mehrere Myome(=multipler Uterus myomatosus) in der Gebärmutter, vor allem schleimhautnah, sitzen, dann kann in den Nischen zwischen den Myomen die Schleimhaut nie richtig abbluten und verdickt im Laufe der Zeit immer mehr, was zu diesen Blutungen und Schmerzen führt.
Bei einer LASH (=laparoskopisch assistierte supravaginale Hysterektomie) bleibt der Gebärmutterhals und der Gebärmuttermund erhalten. Wenn das Abstrichergebnis der Krevbsvorsorge in diesem Bereich keine Besonderheiten ausgewiesen hat, dann ist diese OP sicher recht gut, weil ganz offensichtlich keine besonderen Nervenschädigungen des Beckenbodens auftreten sollen (die man heute verantwortlich macht für das so häufige Auftreten von sexuellen und Blasenfunktionsstörungen nach der vaginalen oder abdominalen Hysterektomie unter Mitnahme des Gebärmutterhalses.
Da innerhalb des Gebärmutterhalses auch Gebärmutterschleimhaut sitzt, können leichte Menstruationsblutungen erhalten bleiben und bei einer Verordnung einer HET, falls erforderlich, muss immer ein Gestagen dazugegeben werden.
Welche Klinik in Ihrer Nähe diese moderne OP-Technik beherrscht, kann ich Ihnen nicht sagen; aber sie kommen sicher im Internet weiter, wenn sie das Stichwort Beckenbodenzentrum eingeben.
Ich persönlich glaube, dass dieser Methode die größte Zukunft hat.
Mit freundlichen Grüßen
ihr
TomDoc

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11.03.2008, 12:23 Uhr
Antwort

Hallo Dr. Dossler,
heute melde ich mich wieder. Habe die HE hinter mit. Wurde vaginal
durchgeführt. Die GM wog 173g und es waren zahlreiche Myome
vorhanden. Also war dieser Eingriff die richtige Lösung.
Nach der OP hatte ich kaum Schmerzen nur starke Blähungen, welche
wohl normal seien. Nun drei Wochen nach der OP bin ich schon
wieder am arbeiten. Fühle mich fit. Muss allerdings zwischendurch
immer mal etwas aufstehen (Bürotätigkeit). Ist das normal. Alle
haben gesagt das es bis zu 6 Wochen dauert. Ab und an zwickt es
mal doch laut Aussage meines FA ist alles in Ordnung. Wundfluss
und auch die Fäden sind noch vorhanden und halten wohl auch noch an. Ist es eigentlich schlimm wenn man schon wieder so lange
sitzt? Doch so gut wie heute habe ich mich all die Monate vorher nicht mehr gefühlt. Ich danke ihnen auch für Ihre vielen Ratschläge.

mfg
renate

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11.03.2008, 18:36 Uhr
Antwort

Hallo Renate,
Dass Sie bereits 3 Wochen nach der OP wieder arbeiten, finde ich bewundernswert!
zu meiner Klinik-Zeit blieben Patientinnen nach einer Uterus-Entfernung 3 Wochen in der Klinik (wirklich!) und wurden dann noch mindestens 3 Wochen krank geschrieben.
Sie sollten sich auf der Arbeit einen kleinen Wecker auf 30 Minuten stellen und dann mal 5 Minuten rumlaufen.
Und schweres Tragen (ab 5 Kilo) sollten sie ein paar monate vermeiden!
Alles Gute
Ihr
TomDoc

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12.03.2008, 07:45 Uhr
Antwort

Hallo Dr. Dossler,

ich bin ja selbst erstaunt, das es mir so schnell wieder gut geht.
Doch selbst nach der OP bin ich abends bereits wieder
selbst zur Toilette und auf dem Flur gelaufen. Hatte keine Schmerzen
außer den bereits erwähnten Blähungen. Habe vorher viel
im Netz gelesen und wundere mich, da dort sehr viele waren
die 4 - 8 Wochen gebraucht haben bis sie wieder fit waren.
Ich muss allerdings sagen, das ich auch kein Mensch bin, der
lange jammert, sondern schnell wieder auf den Beinen ist.
Nach der letzten Ausschabung bin ich 20 Minuten nach dem Aufwachen bereits nach Hause gefahren.

Das mit dem Wecker ist eine tolle Idee. Kann durch das viele Sitzen
sich irgendetwas stauen oder senken?

mfg
Renate

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12.03.2008, 10:19 Uhr
Antwort

Hallo Renate,
nein, durch das Sitzen kann schon nichts passieren. Aber grundsätzlich erhöht ständiges Sitzen das Risiko für venöse Stauungen im kleinen Becken.
Wenn Sie so ein aktiver Mensch sind, dann sollten Sie jetzt schon mit einem Beckenbodentraining beginnen.
Es gibt ganz einfache Übungen (ich habe keine Ahnung, ob sie da nicht sogar im Internet Anleitungen bekommen können), die Sie sogar am Arbeitsplatz machen können.
Alles Gute
Ihr
TomDoc

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