Avatar

Brennen und Entzündung in der Scheide

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Wechseljahre | Expertenfrage

22.05.2019 | 09:56 Uhr

Lieber Experte,ich habe seit ca.8 Wochen starkes Brennen in der Scheide,kann oft nicht sitzen und laufen.Bin 63 Jahre alt.Begonnen hat es mit 2 Tage ganz leichten Schmierblutungen.Bin zum Frauenarzt,wo man nichts feststellen konnte.Zwei Tage nach dem Arztbesuch hatte ich starken eitrigen Ausfluß;erneut zum Arzt,der mir Vagihex und Gynoflor verschrieb.Bei den Untersuchungen fand man wohl immer eine sehr atrophierte Schleimhaut.Vagihex habe ich für 3 Tage genommen(Brennen dadurch);anschließend 5 Tage Gynoflor(noch stärkeres Brennen).Das zieht sich bis heute hin mit vielen Frauenarztbesuchen und einer 3wöchigen Behandlung mit einer Östrogensalbe(auch starkes Brennen dadurch).Die Abstriche zwischenzeitlich ergaben B-Streptokokken und Volinaktetien erhöht,Vorschlag vom Labor:Antibiotikum mit Fluorchinilonen).Habe ich aber nicht genommen,sondern wieder VagihexMal hat der Frauenarzt bei seinem Mikroskop direkt Pilze gesehen,aber das Labor beim gleichen Abstrich nicht.War jetzt beim ändern Frauenarzt,der bei seinem Mikroskop Pilze und Kokken gesehen hat,;er sagt ich soll Arilin Zäpfchen und Pilztablette nehme und Kortisonsalbe.Er sagt nichts von Östrogensalbe.Hat den Abstrich auch nicht zum Labor geschickt.Jeder sagt was anderes und alle Medimente brennen sehr;in Schamlippen werden dann noch röter und dick.Und ohne Medikamente brennt und schmerzt auch alles;ständigIch hatte sowas noch nie und wriß nicht woher es kommt.Der Ausfluß ist meist gelb,der 1. Frauenarzt meint,dass es vom Östrogenmangel kommt.Können die Pilze mit der Östrogensalbe zusammenhängen?Wissen Sie Rat.PS muß oben natürlich heißen:Colibakterien.  .Was soll ich nur tun,jeder sagt was anderes und es brennt furchtbar.LG und Danke für's Lesen

Helfen Sie mit Ihrer Bewertung: Ja, dieses Thema ist hilfreich!

0
Bisherige Antworten
Expertin-Grüne
Beitrag melden
22.05.2019, 18:55 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo Niki,

Colibakterien stammen aus dem Darm und gehören nicht in die Scheide.
B-Streptokokken spielen außerhalb einer Schwangerschaft keine Rolle.
Vagihex hat nicht geholfen.
Von daher wäre die vorgeschlagene Antibiose mit nachfolgendem Aufbau der gesunden Flora durch eine Milchsäurepräparat sinnvoll, wenn es sich um eine hohe Keimzahl im Abstrich handelte.
Gegen die akuten Beschwerden helfen vermutlich Sitzbäder in (Meer-)salz.

viele Grüße,
Dr. Grüne

Avatar
Beitrag melden
22.05.2019, 19:55 Uhr
Antwort

Hallo Frau Dr.Grüne,vielen Dank für Ihre Antwort.Ich hätte wohl noch folgende Fragen:Soll Das Antibiotika nur gegen Colibakterien genommen werden oder auch gegen B Streptokokken?Sie sagen,wenn man nicht schwanger ist,dann machen die B Streptokokken nichts.Das Antibiotikum Arilin wirkt nur gegenanaerpbe Keime,ist das richtig?Dann kann ich es doch nicht bei Streptokokken nehmen,das sind Aerobic Keime(wenn ich das richtig in Erinnerung habe).Und noch eine Frage hätte ich:ich würde sehr gerne die Scheidenflora mit Milchsäurebakterien aufbauen,aber scheinbar Verträge ich das nicht,denn reagiere mit starkem Brennen,Rötung und Anschwellen der Scheide bzw.Schamlippen auf die Mittel.Gibt es verträglichere Mittel bzw.was passiert,wenn ich die Scheidenflora nach Antibiotika nicht mit Döderleinbakterien aufbaue?Sitzbäder mache ich mit Tannolac.Oben hat sich wieder ein Fehler eingeschlichen:soll natürlich heißen:Aerobe Keime(und nicht die "sportliche"Variante Aerobic).Mal ist auch ein Pilz festgestellt worden,dann wieder nicht.Langsam mache ich mir Sorgen,dass das nicht mehr weggeht.Muß ich Östrogensalben wegen der Atrophie zusätzlich nehmen.Möchte mal wieder ohne Schmerzen gehen und sitzen können.LG und noch einen schönen Abend

Expertin-Grüne
Beitrag melden
23.05.2019, 16:14 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo Niki,

es ist richtig, dass die B-Streptokokken nicht behandelt werden müssen. Anders wäre es bei A-Streptokokken, aber die waren es ja wohl definitiv nicht. Die Colibakterien müssten auf das VagiHex reagiert haben.
Wenn jetzt Kokken im Sinne einer Aminkolpitis vorhanden sind, hilft Arilin.
Anstatt von Milchsäure können Sie einfach mit der Östrogensalbe behandeln und zwischendurch mit einer Fettpflege.
Tannolact könnte austrocknend wirkden.

viele Grüße,
Dr. Grüne

Avatar
Beitrag melden
23.05.2019, 17:51 Uhr
Antwort

Liebe Frau Dr.Grüne,nochmals vielenDank für Ihre Antwort,die mir sehr geholfen hat.Ich werde dann Östrogensalbe anstelle Milchsäure anwenden und die Antibiotika nehmen.Eine letzte Frage hätte ich noch zu einem Thema,das mich sehr belastet.Nächste Woch habe ich einen Termin zur Ausschabung(hatte vor ca.8 Wochen einen Tag leichte Schmierblutungen,Gebärmutterschleimhaut 4 mm).Dieser Termin wurde schon einmal verschoben wegen Krankheit.Was soll ich jetzt machen?Habe ja noch die Schmerzen und Brennen sowie komisches Gefühl in der Scheide.Und ist eine Ausschabung bei bestehender Entzündung mit Bakterien nicht gefährlich?Habe Angst,dass nachher die Gebärmutter entzündet ist.Soll ich noch mal denTermin  weiters Mal verschieben ,bis die Entzündung ganz abgeklungen ist?Der Termin wäre sonst Anfang der Woche.LG Niki

Avatar
Beitrag melden
23.05.2019, 18:01 Uhr
Antwort

Noch kurzer Nachtrag:habe eine sehr atrophierte Schleimhaut in der Scheide,vielleicht kam das leichte BKuten ja daher.Die Schleimhaut in der Gebärmutter ist mit 4 mm nicht zu hoch aufgebaut.LG und Danke für Ihre Antwort,Niki

Expertin-Grüne
Beitrag melden
27.05.2019, 15:57 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo Niki,

eine Keimverschleppung brauchen Sie nicht zu befürchten, es wird ja vor dem Eingriff gründlich desinfiziert.
Wenn die Blutung tatsächlich aus der Scheide, nicht abervon der Gebärmutter gekommen ist, wäre eine Ausschabung nicht erforderlich. Aber das lässt sich jetzt nicht mehr klären und mit der Ausschabung sind Sie dann auf jeden Fall abgesichert.

viele Grüße,
Dr. Grüne

 
Avatar
Beitrag melden
27.05.2019, 17:47 Uhr
Antwort

Liebe Frau Dr.Grüne,Danke,dass Sie mir auch diese Frage beantwortet haben.Dann werde ich es wohl machen müssen.Die Angst vor Keimverschleppung haben Sie mir etwas nehmen können.Dann hoffe ich mal,dass alles gut geht;habe nämlich auch noch eine Anomalie der Gebärmutter(Uterus bicorporis)mit zwei abknickenden oberen Körpern,von denen eins auch noch zugewachsen ist,so dass man schon bei der letzten Ausschabung in eine Hälfte nicht reinkam.Deshalb habe ich mich auch davor etwas gescheit,aber vor allem wegen der noch bestehenden Entzündung durch Baterien und Pilze.Vielen Dank für Ihre Hilfe und Unterstützung,LG Niki

Expertin-Grüne
Beitrag melden
27.05.2019, 22:36 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo Niki,

die Entzündung haben Sie ja vor dem Eingriff bereits  behandelt.

Vor der Ausschabung wird man sicherlich eine Gebärmutterspiegelung machen, um auch in den zweiten Anteil der Gebärmutterhöhle zu gelangen. Das sollte dann eigentlich gelingen.

viele Grüße,
Dr. Grüne

Avatar
Beitrag melden
27.05.2019, 22:57 Uhr
Antwort

Hallo Frau Dr.Grüne,die Infektion ist leider nach 8 Wochen immer oder immer wieder da.Das ist ja genau mein Problem,dass trotz Vagi hex,Gynoflor,Antibiotika,Kortison etc.....die Rötung,das Brennen,die Schmerzen nicht weggehen.Die Schleimhäute sind richtig gereizt.Ich kann nicht sitzen und kaum gehen.Deshalb habe ich ja solche Angst vor der Ausschabung,auch wenn dort vorher desinfiziert wird.Bin leider ein sehr ängstlicher Mensch auch durch meine Vorgeschichte von 4 großen Bauch Op's.Vielen Dank für Ihre Antworten und dass Sie mir so viel Mut machen,Niki

Diskussionsverlauf
Stellen Sie selbst eine Frage!

...an andere Nutzer der Lifeline-Community oder unsere Experten

Stichwortsuche in Fragen und Antworten

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe aus Gesundheit und Medizin die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.

afgis-Qualitätslogo mit Ablauf 2012/Monat: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen über Gong Verlag GmbH und sein/ihr Internet-Angebot: www.lifeline.de

Unser Angebot erfüllt die afgis-Transparenzkriterien.
Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheitsinformationen im Internet.