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Luftblasen in der Infusion

Kategorie: Allgemeinmedizin » Hausarzt | Expertenfrage

09.02.2002 | 10:02 Uhr

Vielen Dank für Ihre Antwort daß kleine Luftblasen in Infusionen völlig harmlos sind. Ich habe 2 Wochen lang täglich eine Infusion mit Luftblasen bekommen und würde gerne wissen was mit der Luft im Blut passiert. Bleiben die Bläschen drin, wenn nicht, wie werden Sie verarbeitet? Sind regelmäßige kleinere Luftblasen nicht doch gefährlich - bzw können Sie sich nicht zu einer Luftembolie sammeln? Ich finde nämlich im Internet nur Seiten darüber, daß in Infusionen absolut keine Luftblasen drin sein dürfen. Ich bin wirklich ziehmlich besorgt. Noch dazu wo ich weiter Infusionen über mich ergehen lassen muß.

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10.02.2002, 11:02 Uhr
Antwort

Sehr geehrte/r Anonyme/r, zunächst schreiben Sie, dass Sie bereits eine Antwort erhalten haben, die ich allerdings nicht finden kann. Deshalb kann ich dazu auch nichts sagen. Grundsätzlich gehört aber in eine Infusion, wenn sie sachgerecht gemacht ist, keine Luft. Auch nicht kleine Luftblasen. Als Ursache dafür kommt am ehesten in Betracht , dass beim Füllen des Schlauchsystem der Flüssigkeitsspiegel in dem kleinen Zwischengefäß, was unterhalb der Infusionsflasche zu sehen ist, ein zu niedriger Flssigkeitsspiegel ist. Dann kann es passieren, dass ein in dieses Zwischengefäß fallender Tropfen etwas Luft in das Schlauchstystem der Infusion mit hinein drückt. Das ist zu beheben, wenn der Flüssigkeitsspiegel in dem Zwischengefäß erhöht wird, denn dann steigt eventuell hineingedrückte Luft wieder nach oben, bevor sie durch die in den SChlauch abfließende Flüssigkeit mitfließt. Kleine Luftblasen machen zwar keinen definitiven Zwischenfall, das machen erst 10-20ccm Luft als Bolus (in einem Schub) gespritzte Luft. Es sollte auch bei einer Infusion so sein, dass der tiefste Punkt des Schlauchsystems immer unterhalb der Einstichstelle liegt, damit der Schlauch nie ganz leer wird und damit nie eine Luftembolie erzeugt werden kann (z.B. bei Asthmapatienten mit extrem tiefer Einatmung.) Sprechen Sie ruhig die MItarbeiterinnen der Praxis auf den von mir geschilderten Sachverhalt an, wenn Sie beobachten, dass dieses Punkte nicht berücksichtigt sind. Mit besten Grüssen Dr.med.Heinz F.Jarmatz

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