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Eilt, Eitrige Kaiserschnittnarbe

Kategorie: Allgemeinmedizin » Hausarzt | Expertenfrage

17.12.2003 | 07:18 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hatte vor zwei Wochen, 02.12., einen Kaiserschnitt. Seit einer Woche habe ich eine Hebamme, die die Nachsorge macht. Die Narbe fing nach ca. 4 Tagen an, links außen auf ca. 2-3 cm leicht aufzugehen und war etwas entzündet und ein wenig eitrig. Die Hebamme hat ein Kügelchen hineingetan (Arnica, glaube ich) und mir auch welche zum Einnehmen hier gelassen. Nach weiteren 4-5 Tagen war der Stand der gleiche, die Narbe wurde nicht besser aber auch nicht schlimmer, Schmerzen hatte ich keine. Vorgestern hat sie den herausstehenden Faden abgeknipst, weil sie annahm, daß dieser die Wunde reizt. Seit heute Mittag schmerzt mich die Narbe bei Bewegung, insbesondere wenn ich mich bücke (in die Hocke gehe). Eben habe ich sie mir angesehen und, so gut ich das erkennen konnte, war dort weißliche Flüssigkeit. Ich weiß nicht, ob es sich um Eiter handelt. Es sind auch keine großen Schmerzen, aber sie tut doch etwas weh, nässelt oder eitert und wie gesagt, plötzlich fällt mir das in die Hocke gehen wieder schwer. Ich habe nun von Hansaplast ein Desinfektionsmittel aufgesprüht, denn die Hebamme hatte den Faden mit einer Pinzette und einer Schere abgeschnitten, von denen ich nicht gesehen habe, daß sie sie vorher desinfektiert hätte.

Morgen kommt die Hebamme wieder und ich werde ihr die Entwicklung natürlich gleich vortragen. Trotzdem hätte ich gerne Ihren Rat als Arzt. Was kann ich tun, um mich nicht gleich in ärztliche Behandlung geben zu müssen (ich bin morgen nämlich den ganzen Tag mit dem Säugling alleine und dann steht das Wochenende an, so daß nur die Fahrt in die Klinik bliebe)? Oder ist ein Arztbesuch unumgänglich... die problembehaftete Wunde ist ungefähr 3 cm lang.

Vielen Dank

SW

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18.12.2003, 01:27 Uhr
Antwort

Hallo!

So wie es sich anhört, bist Du schon kurze Zeit nach dem Kaiserschnitt wieder zuhaus gewesen? Ich mußte 8 tage im Krankenhaus bleiben, damit so etwas nicht passiert, laut Arzt. Im Krankenhaus kann man sich etwas mehr erhohlen und zu Hause macht man meistens alles genauso wie vorher, deswegen kann es passieren, das die Narbe belastet wird. Natürlich kann es auch später passieren. Gehe doch einfach in die Frauenambulanz ins Krankenhaus wo der Kaiserschnitt durchgeführt wurde, die sollten sich die Narbe doch mal anschauen. Mir wurde im Krankenhaus gesagt, wenn irgendwas sein sollte, kann ich zurück kommen und es wird eine Nachuntersuchung gemacht. Das kannst Du doch bestimmt auch.
Viele Grüße,
Nicole

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19.12.2003, 12:39 Uhr
Antwort

Liebe Fragestellerin,
die Wunde sollte sich Ihr Hausarzt oder Frauenarzt ansehen. Wenn die Fäden eigentlich gezogen sind, davon gehe ich nach 14 Tagen aus, dann kann es sein, dann sollte man das, was man als Fadenreste in der Wunde sieht, herausnehmen und nicht abschneiden. Möglicherweise reizen die Fadenreste das Gewebe und die Wunde kommt dadurrch nicht zur Ruhe.
Herzlichst Ihr Dr. Dryden

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