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schmerzmittel bei magenproblemen

Kategorie: Allgemeinmedizin » Forum Allgemeine Gesundheit

19.03.2007 | 05:24 Uhr

da ich chronische schmerzpatientin bin und keine reumamittel mehr vertrage zb: ibu voltaren usw.
(mein magen leidet sehr darunter) habe ich die frage obe jemand alternativen kennt zur schmerzbehandlung, bezw. ein schmerzmittel, das den magen nicht angreift.

lg dani

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20.03.2007, 07:03 Uhr
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Hallo.

Es gibt sehr viele verschiedene Schmerzmittel. Es wäre gut zu wissen, für welche Schmerzen das Schmerzmittel sein soll. Nicht jedes hilft bei jeden Schmerzen gleich gut.

Für welche Schmerzen sind diese Schmerzmittel gedacht?
Sind diese Schmerzmittel vom Arzt verordnet?

Weitere Antworten wären hilfreich, da sie zu einer Medi-emfehlung beitragen könnten.

Gruß
C

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20.03.2007, 07:39 Uhr
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Hallo.

Hier ist eine kleine Übersicht über nicht-opioide Schmerzmittel. Die magenschonendsten Schmerzmittel finden Sie in der 2. Untergruppe. z.B. Paracetamol.

Falls Sie ohne ärztliche Anweisung Schmerzmittel einnehmen, empfehle ich Ihnen dringend einen Arzt aufzusuchen, der eine korrekte, Ihrer Erkrankung angepasste Schmerztherapie einleiten kann.

Mit nicht-opioiden Schmerzmitteln lassen sich leichte bis mäßig starke Schmerzen bei vielen unterschiedlichen Erkrankungen behandeln. So lindern sie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen und in höheren Dosierungen Schmerzen bei rheumatischen Erkrankungen (rheumatoide Arthritis) oder in Ausnahmen sogar leichte Tumorschmerzen. Ein weiteres wichtiges Anwendungsgebiet ist die Behandlung der Migräne und der mit ihr einhergehenden typischen Kopfschmerzen.

Viele nicht-opioide Schmerzmittel sind auch gegen Fieber wirksam. Daher werden sie bei der echten Grippe (Influenza) oder im Rahmen von Erkältungskrankheiten bei einem Grippe-ähnlichen (grippalen) Infekt zur Fiebersenkung genutzt.

Eine weitere Wirkung mancher Substanzen aus dieser Gruppe ist die Entzündungshemmung, wodurch sich Überschneidungen mit der Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika ergeben. Andere nicht-opioide Schmerzmittel hemmen die Blutplättchenzusammenballung. Letztere werden deshalb auch zu den so genannten Thrombozytenaggregationshemmern gezählt.
So wirken nicht-opioide Schmerzmittel
Opioide Schmerzmittel wie das Morphin verändern über ganz bestimmte Bindungsstellen im Gehirn und im Rückenmark unser Schmerzempfinden. Dagegen stehen bei den nicht-opioiden Schmerzmitteln verschiedene andere Mechanismen, zumeist außerhalb des zentralen Nervensystems, im Vordergrund. Vor allem hemmen sie die Bildung von entzündungsfördernden Gewebshormonen wie den Prostaglandinen und mindern die Empfindlichkeit der Schmerz-Rezeptoren im Gewebe. Nur teilweise oder bei einzelnen Substanzen erfolgt die Schmerzhemmung über die Nervenbahnen von Rückenmark und Gehirn.

Der gemeinsame Vorteil aller nicht-opioiden Schmerzmittel ist, dass keine der für die Opioide typischen Nebenwirkungen auftreten wie die Beeinträchtigung der Atmung und die Gewöhnung unter Abnahme der Wirksamkeit (Toleranzentwicklung), die die Gefahr einer Sucht in sich birgt.

Anhand ihrer chemischen Eigenschaften und ihrer Wirkmechanismen lassen sich innerhalb der nicht-opioiden Schmerzmittel drei Untergruppen unterscheiden:
Zur Untergruppe der sauren fiebersenkenden Schmerzmittel zählen neben vielen anderen die Acetylsalicylsäure und das Ibuprofen. Die Substanzen dieser Untergruppe wirken fiebersenkend, entzündungshemmend und schmerzlindernd. Diese Effekte beruhen auf der Hemmung der körpereigenen Produktion von Prostaglandinen. Die hormonähnlichen Prostaglandine sind wesentlich an Entzündungsvorgängen und der Entstehung von Schmerzreizen beteiligt. Durch ihre säureähnlichen Eigenschaften können sich die sauren, fiebersenkenden Schmerzmittel besonders gut im entzündeten Gewebe anreichern, was einen wesentlichen Unterschied zu den Wirkstoffen der anderen Untergruppen darstellt. So hemmen sie die Prostaglandinproduktion und damit die Entzündung direkt vor Ort. Die sauren Arzneistoffe werden manchmal mit der Wirkstoffgruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika gleichgesetzt; in der Tat sind die Grenzen und Übergänge zwischen den beiden Gruppen fließend.
Eine zweite Untergruppe bilden die nicht-sauren fiebersenkenden Schmerzmittel, zu denen Paracetamol, Metamizol, Phenazon und Propyphenazon gehören. Auch ihre Wirkung ist vor allem gegen die körpereigene Prostaglandinproduktion gerichtet. Weil sie chemisch keine Säuren sind, vermögen sich die genannten Substanzen allerdings kaum im entzündeten Gewebe anzureichern und haben daher keine entzündungshemmende Wirkung. Die Wirkstoffe sind aber sehr gut gegen Fieber und Schmerzen einsetzbar. Hauptsächlich im übrigen Körper wirksam, dringen sie nämlich teilweise auch in das Rückenmark und ins Gehirn ein und wirken dort dämpfend auf die Schmerzwahrnehmung.
Die dritte Untergruppe der nicht-opioiden Schmerzmittel hat keinen Einfluss auf die Prostaglandinproduktion. Diese Mittel sind schmerzlindernd, jedoch nicht sauer und haben keine fiebersenkenden oder entzündungshemmenden Eigenschaften. Ihre Stoffe beeinflussen auf heute noch unbekanntem Weg die schmerzleitenden Nervenbahnen im Gehirn und im Rückenmark. Sie wirken also im zentralen Nervensystem, aber an anderen Stellen als die opioiden Schmerzmittel. Neben der Schmerzlinderung wirken sie zusätzlich muskelentspannend. Zu diesen nicht-sauren Wirkstoffen zählen Nefopam und Flupirtin.
Als Nebenwirkungen kommen bei den meisten sauren Wirkstoffen und etwas eingeschränkt auch bei den nicht-sauren Schmerzmitteln Magenschmerzen sowie gelegentlich Übelkeit und Erbrechen sowie Durchfall vor.

Schwangere und Asthmatiker sollten nicht-opioide Schmerzmittel nur nach Rücksprache mit einem Arzt einnehmen. Auch bei Kindern sollte die Schmerzmitteleinnahme mit dem Kinderarzt abgestimmt werden, da beispielsweise Acetylsalicylsäure bei Kindern und Jugendlichen das gefährliche Reye-Syndrom auslösen kann. Paracetamol dagegen besitzt zwar keine entzündungshemmende Wirkung, ist jedoch für die Behandlung von Schmerzen und Fieber bei Kindern gut geeignet.

Nicht-opioide Schmerzmittel werden häufig mit opioiden Schmerzmitteln kombiniert. Dies ist sinnvoll, da sich hier die Wirkungen an verschiedenen Stellen der Schmerzentstehung und -wahrnehmung addieren.

Teilweise werden die nicht-opioiden Schmerzmittel mit Coffein kombiniert. So in den Zusammenstellungen Acetylsalicylsäure + Coffein und Paracetamol + Coffein. Allerdings ist der Coffein-Zusatz in Schmerzmitteln umstritten. Einerseits wird dadurch nachgewiesenermaßen die schmerzstillende Wirkung verstärkt. Andererseits scheint die aufputschende Wirkung des Coffeins eine vermehrte missbräuchliche Anwendung solcher Schmerzmittel zu bewirken.

Alles Gute
C

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21.03.2007, 07:53 Uhr
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hallo c

ganz lieben dank für ihre ausführlische schmerzmittelbeschreibung.
ich möchte ihnen aber doch noch die art meinerschmerzen mitteilen:
ich bin vor 5 jahren an der bandscheib im lendenbereich operiert worden. ein jahr hatte ich danach ruhe mit schmerzen.
doch dannstellten sie sich wieder ein.
nach ausführlicher untersuchung wurde eine vernarbung festgestellt und zugleich eine arthrose.
ich bin dazu noch diabetikerintyp modi.
da ich immer schmerzen habe komme ich oft nicht ohne schmerzmittel aus.
für den chronischen schmerz nehme ich noch 20 mg amineurin ein.
ich vertrage ibu, diclo usw. vom magen her nicht mehr.
mein arzt riet mir, liebee zu tramal (schmerzabhängig) da dies den magen nicht belasten würde.
tramal nimmt mir zwar dann den schmerz für eine nacht...aber dann ist er wieder da :-(
da ich eine noch 8 jährige tochter habe, macht es mich auch seelisch fertig immer diese scherzen zu haben und nicht so wie andere mütter, vieles mit meiner tochter unternehmen zu hönnen.

liebe grüsse
D.

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21.03.2007, 18:31 Uhr
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Hallo Dani!

Sind Sie schon einmal bei einem Schmerzspezialisten gewesen?
Was tun Sie für Ihren Rücken, bzw. gegen die Arthrose? Machen Sie Krankengymnastik o.ä.?

Gruß
C

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22.03.2007, 07:56 Uhr
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hallo c

ja ich mache krnkengymnasitk und bekomme auch reglmässig massagen.
akupunktur hatte ich auch schon.
beim schmerzarzt war ich noch nicht, ich habe angst dann noch mehr einnehmen zu müssen.
die amineurin helfen ganz gut, aber ich bin sehr müde.
als ich vor 4 wochen versucht habe sie langsam auszuschleichen, war ich nächtelang wach und drehte mich von einer seite auf die andere ,da ich nicht lange auf einer stelle liegen kann.
auf der linken seite kann ich fast gar nicht liegen, weil ich da ärztlich abgeklärte herzstolperer bekomme.
ausserdem bin ich nun noch in den wechseljahren (bin 48 jahre alt) und benutze ein hormonpflaster.
es wäre halt schön wenigstens die nächte schmerzfrei zu haben.

liebe grüsse dani

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22.03.2007, 17:26 Uhr
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Hallo Dani!

Vielleicht sollten Sie einmal einen Schmerzspezialisten aufsuchen. Ich denke, dass sich Ihre Schmerzen so weit verselbständigt haben, dass ohne eine Schmerztherapie diese nicht in den Griff zu bekommen sind.

Das Amineurin ist gut. Das blockiert die Reizleitung der Nerven. Allerdings glaube ich nicht, dass das und einmalige Einnahmen von Tramal ausreichend sind.

Ziel einer Schmerztherapie ist, über einen langen Zeitraum komplett beschwerdefrei zu sein.
Sie brauchen keine gravierenden Nebenwirkungen zu befürchten, da eine Schmerztherapie nur über einen begrenzten Zeitraum durchgeführt wird.
Bei Erfolg wären Sie die Schmerzen los. Sprechen Sie doch mal mit Ihrem Arzt darüber. Bzw. gehen Sie zu einem Beratungsgespräch in eine Schmerzambulanz. Diese findet man in den Krankenhäusern.

Wichtig ist, dass Sie weiterhin regelmäßig Krankengymnastik usw. durchführen.

Wirken sich die Beschwerden der Wechseljahre so stark auf Sie aus, dass Sie ein Hormonpflaster benötigen?

Gruß
C

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22.03.2007, 19:59 Uhr
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hallo c

erst einmal danke für ihren rat.
ich werde es beim nächsten arztbesuch anbringen.

die wechseljahre machen mir schon zu schaffen.
ich schwitze nachts stark, bin launisch und oft deprimiert, dauermüde (das kenne ich nicht von früher her) angefangen hat das alles mit der einnahme von amineurin. da blieb meine regel gleich 3 monate weg, danach bekam ich dauerblutungen und andauern scheiden und blasenentzündungen. meine frauenärztin meinte dann es seien die wechseljahre.
die blasen und scheidenenzündungen sind nun weg. dieses depri sein nicht. das schwitzen n ist auch noch da. meine lust auf sex ist verwindend gering (kommt das vom amineurin?) ausserdem habe ich oft nervöse beine, wasm ich auch am schlafen hindert.
ich war bei einem hormonfacharzt. die schilddrüse ist ok.
die hormonwerte grenzwertig aber nicht zu niedrig sondern laut arzt ausreichend.

ich habe schon ein paar mal versucht das amineurin auszuschleichen, mit dem erfolg dass ich keine nacht mehr schlafen konnte.

liebe grüsse dani

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23.03.2007, 06:11 Uhr
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Hallo Dani!

Wenn Ihre Beschwerden mit der Einnahme von Amineurin angefangen haben, dann sollten Sie evtl. auf ein anderes Präparat ausweichen. Dass Sie launisch und depressiv sind.... Amineurin ist ein Antidepressiva, deshalb sollten Ihre Stimmungsschwankungen eigentlich nicht auftreten.

Es kann durchaus vorkommen, dass sich Medikamente, wie z.B. Amineurin, sich auf die Libido auswirken und das Verlangen nach Sex dämpfen. Auch tritt bei einigen Patienten vermehrtes Schwitzen auf. Nach Absetzen des Medikaments verschwindet das aber nach einer Weile wieder.

Wenn man das Amineurin ausschleicht, kann es u.a. zu Schlafstörungen kommen. Diese legen sich aber nach einer gewissen Zeit wieder. In diesem FAll ist Durchhalten angesagt.

Wenn Ihnen ein Hormonfacharzt bestätigt, dass Ihr Hormonhaushalt vollkommen in Ordnung ist, dann verstehe ich die Anwendung eines Hormonpflasters nicht. Es ist demnach überflüssig, evtl. sogar schädlich.
Wenn Ihre Beschwerden wirklich auf den Wechseljahren beruhen, dann würde ich homöopathische Mittel empfehlen.

Sie sollten diesbezüglich vielleicht eine zweite Meinung bei einem anderen Gynäkologen einholen.

Wegen Ihrer nervösen Beine, die damit zusammenhängenden Einschlafstörungen, und auch der anderen Beschwerden, würde ich Ihnen empfehlen, einen Neurologen aufzusuchen.
Die nervösen Beine lassen evtl. auf ein Restless Leg Syndrom schließen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein wenig weiterhelfen.

Gruß
C

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24.03.2007, 06:19 Uhr
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vielen dank,

sie haben mir sicher geholfen.
ich werde das ganze nochmals kritisch überlegen.

lg
dani

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