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Proteinurie

Kategorie: Allgemeinmedizin » Forum Allgemeine Gesundheit

12.10.2019 | 07:18 Uhr

Sehr geehrte Frau Dr. Schulz,

ich hatte bereits schon mehrfach geschrieben bzgl. membranöser GN. Als Teenager hatte ich ja aufgrund dessen ein nephrotisches Syndrom. Dann war zwischenzeitlich Ruhe eingekehrt, d.h. Remission und nun ist wieder Eiweiß im Urin.

Angefangen hat es mit 3115 mg im Spontanurin. Danach musste ich Urin sammeln, da waren es 1650 mg/Tag. Zwischenzeitlich war ich dann in der Uniklinik. Dort wurden 1000 mg/g Kreatinin gemessen. Der Arzt dort meinte, dass es ein Rezidiv sein könnte oder aber auch anstelle einer membranösen GN eine FSGS o.ä.. Aufgrund dessen, dass man bei mir weder Pla2R oder Thsd7a Antikörper im Blut nachweisen kann, empfahl man 6 Monate symptomatische Therapie und danach bei keiner Verringerung der Proteinurie eine erneute Biopsie, um evtl. pla2R in der Biopsie anzufärben. Bzw. andere Sachen auszuschließen.

Nun war ich gestern wieder beim Nephrologen vor Ort und der war richtig verärgert über mich, warum ich jetzt in der Uni war (die Hausärztin hatte das veranlasst, weil sie die Werte als schlecht empfand und nicht mit dem Nephrologen vor Ort der selben Meinung war). Bei ihm hatte ich jetzt 1350 mg/Tag im Sammelurin. Er findet das nicht so schlimm und die Therapie wäre sowieso die gleiche. Er würde mit Kortison ein Stoßtherapie machen und es würde in der Biopsie sowieso nichts anderes rauskommen. Eine Niere könnte man auch durch eine Biopsie wegen Blutungen verlieren.

Nun bin ich vollkommen verunsichert, was das betrifft, ehrlich gesagt. Dann meinte er, dass die 1350 mg/Tag bei konzentrierteren Urin schlimmer aussehen würden als es wirklich wäre.

Wenn ich mehr getrunken hätte, würde es schon anders aussehen. Hatte nur 1500 ml gesammelt.

Macht man denn sowas auch an der Urinkonzentration fest, aber trotzdem darf, doch da nicht soviel Eiweiß im Urin sein?

Ehrlich gesagt, weiß ich jetzt nicht, was ich davon halten soll. Aber 1350 mg/Tag kann doch auch nicht normal sein?

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Bisherige Antworten
Dr. Sabine Schulz
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14.10.2019, 09:42 Uhr
Antwort von Dr. Sabine Schulz

Hallo nochmal,

auch wenn die Proteinausscheidung mit 1350mg/24h/1500ml SU erhöht ist, wäre die Proteinausscheidung den Werten nach ja wieder rückläufig.Welche symptomatische Therapie hat denn die Uni empfohlen?

Gruss

Dr Schulz

 

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14.10.2019, 10:06 Uhr
Kommentar

Sehr geehrte Frau Dr. Schulz,

der Blutdruck sollte schön weit gesenkt werden. Am besten auf Werte wie 120/80 - 125/85. Eigentlich bekommt man immer Ace hemmer oder sartane. Der Arzt sagte was von RAAS oder so. Bei nephrotischen Syndrom bekam ich damals noch lipocol wegen der erhöhten blutfettwerte. Und dann diätmaßnahmen. 

Nun konnte ich allerdings wegen chron. Urtikaria/Angioödem unklarer Ursache lt. Uni-Hautarzt keine Ace hemmer und sartane nehmen. 

Habe nun amlodipin, metoprolol und spironolacton.  

Vornehmlich soll ich spironolacton nehmen, das wäre auch antiproteinurisch. Weiss nicht, ob das jetzt eine neue Erkenntnis ist, dass "wassertabletten" auch das Eiweiss im Urin verringern?

Ja, es ist insgesamt gesunken. Aber 1350 mg/ Tag sind doch trotzdem noch weit weg von 150 mg (Normbereich)? Mal sehen,was die Uni sagt beim nächsten Mal.

Hatte jetzt übers Wochenende leicht erhöhte Temperatur, überall muskelschmerzen,  ganz schlimm allerdings Nacken und Kopfschmerzen.  Habe mich wie Grippe gefühlt, aber kein husten,kein Schnupfen, keine Halsschmerzen.  Auch nicht magen Darm. Finde ich langsam komisch....das ist wie eine Grippe ohne Grippe....

 

Dr. Sabine Schulz
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14.10.2019, 20:33 Uhr
Antwort von Dr. Sabine Schulz

Hallo,

es liegt natürlich eine deutlich erhöhte Proteinausscheidung vor, das ist richtig, Spironolacton kann aber tatsächlich die Nierenfunktion und die Prognose verbessern! Wenn Sie sich immer noch 'grippig' fühlen, am besten den Hausarzt aufsuchen,

Gruss

Dr Schulz

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