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pille absetzen / wann und mit welchen folgen?

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Wechseljahre | Expertenfrage

15.05.2007 | 12:59 Uhr

s.g. herr doktor,
ich bin 48, werde im juli 49, hab keine beschwerden außer erhöhtem blutdruck, der wohl genetisch bedingt ist, meine periode kommt noch regelmäßig, ist aber deutlich schwächer geowrden, und ich würde gerne wissen, ob es sinnvoll wäre, die pille jetzt (für immer) abzusetzen bzw. mit welchen nebenwirkungen ich rechnen muß.
dank und beste grüße
kata

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15.05.2007, 03:32 Uhr
Antwort

Hallo Kata,
dass Sie Ihre Regel noch haben, *verdanken* sie möglicherweise einzig und allein der Pille, die Sie noch nehmen.
Darf ich wissen, was für ein Präparat Sie nehmen?
Grundsätzlich müssen Sie bedenken, dass sich nach dem Absetzen der Pille eine ganze Menge ändern wird:
es ist nicht sicher, ob sich wieder ein normaler Zyklus zeigen wird; dennoch müßen Sie sicherheitshalber weiter Empfängnisverhütung betreiben, weil Sie im Moment nicht vorhersagen können, ob und vor allen Dingen wann Ihr Eisprung wieder eintritt.
Es kann auch sein, dass sich erst nach 2-3 Monaten wieder ein normaler Eigenzyklus entwickelt, sogar wieder mit regelmäßigem Eisprung.
Auch wenn die Wahrscheinlichkeit einer spontanen Empfängnis gering ist - ins Guiness-Buch der Rekorde kommen Sie erst, wenn Sie ohne jede hormonelle Hilfe mit über 56 Jahren schwanger werden. Also aufgepasst!
Es wäre ebenfalls möglich, dass Sie bnach dem Absetzen der Pille sofort und bleibend in den Zustand der WJ versetzt werden.
Aber das bedeutet nicht zwangsläufig, dass Sie massive Beschwerden bekommen werden.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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15.05.2007, 03:33 Uhr
Antwort

Hallo Kata,
dass Sie Ihre Regel noch haben, *verdanken* sie möglicherweise einzig und allein der Pille, die Sie noch nehmen.
Darf ich wissen, was für ein Präparat Sie nehmen?
Grundsätzlich müssen Sie bedenken, dass sich nach dem Absetzen der Pille eine ganze Menge ändern wird:
es ist nicht sicher, ob sich wieder ein normaler Zyklus zeigen wird; dennoch müßen Sie sicherheitshalber weiter Empfängnisverhütung betreiben, weil Sie im Moment nicht vorhersagen können, ob und vor allen Dingen wann Ihr Eisprung wieder eintritt.
Es kann auch sein, dass sich erst nach 2-3 Monaten wieder ein normaler Eigenzyklus entwickelt, sogar wieder mit regelmäßigem Eisprung.
Auch wenn die Wahrscheinlichkeit einer spontanen Empfängnis gering ist - ins Guiness-Buch der Rekorde kommen Sie erst, wenn Sie ohne jede hormonelle Hilfe mit über 56 Jahren schwanger werden. Also aufgepasst!
Es wäre ebenfalls möglich, dass Sie bnach dem Absetzen der Pille sofort und bleibend in den Zustand der WJ versetzt werden.
Aber das bedeutet nicht zwangsläufig, dass Sie massive Beschwerden bekommen werden.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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16.05.2007, 08:23 Uhr
Antwort

Hallo TomDoc,
vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort! Ich nehme lamuna 30, seit ungefähr 8 Jahren (davor hatte ich eine ganze zeitlang eine spirale, bis die sich mit sehr starken blutungen verabschiedet hat - sie war, selbst mit gründlichstem ultraschall einfach nicht mehr auffindbar!). Die Pille hat mir dazu verholfen, daß meine monatliche Migräne berechenbar wurde (immer einen Tag lang am Ende der Pillenpause), aber auch das ist seit ungefähr einem halben Jahr sehr viel besser geworden.
Danke nochmal und herzliche Grüße
von
Kata

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16.05.2007, 10:48 Uhr
Antwort

Hallo Kata,
ein kleiner Tipp wäre sinnvoll:
Lamuna gibts in etwas schwächerer Form (Östrogengehalt geringer). Das Präparat heißt Lamuna 20.
Das in der Pille verwendete Östrogen ist um ein Vielfaches potenter als das natürliche Östradiol, ein Wechsel auf das geringer dosierte Präparat ist sinnvoll. Der Wechsel wird sio gemacht, als würden sie Ihr altes Präparat weiternehmen, also: LAMUNA 30 zunde nehmen, 8 Tage Pause, dann Lamuna 20 weiternehmen.
Im Grunde bleiben Sie beim gleichen Kaffee, dem gleichen Zucker und der gleichen Milch, aber Sie nehmen insgesamt eiwas weniger Zucker in Ihren Kaffee. Und das ist für den allmählichen Übergang in eine Zeit ohne Pille sinnvoll.
Übrigens ist es nahezu immer das Östrogen, das Kopfschmerzen mitverursacht.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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16.05.2007, 10:52 Uhr
Antwort

Danke! Das klingt plausibel und ist genau die Art von praktischem Rat, die ich mir erhofft hatte.
Herzliche Grüße
von
Kata

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