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Hitzewallungen,Übelkeit durch Salzgeschmack,Depressionen

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Wechseljahre | Expertenfrage

02.08.2007 | 07:57 Uhr

Sehr geehrter Dr. Dossler,
vor 10 Jahren hatte ich eine Totaloperation.Es sollte endoskopisch eine Zyste entfernt werden,dabei stellte man eine starke Endometriose fest und hat dann (ohne meine Einwilligung) alles herausgenommen.Seit dieser Zeit geht es mir,trotz verschiedener Hormonpräparate,immer nur schlecht.(Zuletzt:Kliogest)Als weitere Grunderkrankung kommt eine Hashimoto hinzu,die mir ebenso zu schaffen macht( L-Thyroxin 125).Leider habe ich noch keinen Endokrinologen gefunden,der den gesamten Hormonkreislauf betrachtet,entweder die Schilddrüse oder die Sexualhormone.Nun plage ich mich mit ständiger Übelkeit am Tag und Hitzewallungen in der Nacht herum.Inzwischen bin ich schon depressiv und habe die Freude am Leben verloren.Ich wäre Ihnen sehr dankbar,wenn Sie einen Rat hätten.

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02.08.2007, 11:15 Uhr
Antwort

Hallo Annelie,
bevor ich Ihnen einen Rat geben kann, möchte ich wissen, welche Hormontherapie sie zur Zeit einnehmen, oder ist das das KLIOGEST?
dann würde ich gerne wissen, welche Präparate und wie lange Sie diese eingenommen haben, und welche Wirkung oder Nebenwirkung diese Präparate hatten.
Die Bestimmung der Sexualhormone ist bei einem Zustand nach Total-OP rausgeworfenes Geld - was wollen Sie denn bestimmen, wenn die Eierstöcke fehlen? Es ist doch klar, dass diese Hormone nach Total-OP nach ganz kurzer Zeit nach der OP nicht mehr im Körper vorhanden sind.
Zunächst einmal mit freundlichen Grüßen und bis bald
Ihr
TomDoc

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08.08.2007, 08:46 Uhr
Antwort

Guten Abend Dr.Dossler,ich bin nicht sicher,ob meine Antwort Sie erreicht hat,deshalb heute ein neuer Versuch.Seit meiner Totaloperation wurde hormonell sehr viel herumgebastelt.Zuerst Plaster,dann versch. Tabletten.Kliogest habe ich ca.2Jahre genommen.Da ich trotz allem Schwitzattacken,Salzgeschmack und Übelkeit hatte,habe ich dann im Herbst 2006 (aufgeschreckt durch die Medien)die Tabletten einfach abgesetzt.Meine Hausärztin hat mir als Ersatz:Estreva-Gel verordnet,das ich bis vor 2Monaten nach Bedarf (2-3 Pumpstösse)
nahm.Weil sich mein Zustand nicht änderte,habe ich erneut Kliogest eingesetzt,fühle mich jedoch nicht wohl dabei.Gestern erzählte mir jemand,dass das Gestagen ohne vorhandene Gebärmutter schädlich sei.Was soll ich tun?Inzwischen stehe ich in der Psychoecke,alle Beschwerden sollen Depressionen sein.---Gegen Hashimoto nehme ich übrigens L-Thyroxin 125.
Für Ihre Mühe bedanke ich mich schon im voraus und grüße Sie herzlich Annelie

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08.08.2007, 10:24 Uhr
Antwort

Hallo Annelie,
dass Progesteron ohne Gebärmutter schädlich sei, ist ein ziemlicher Blödsinn: was machen denn die armen Frauen, denen die Gebärmutter entfernt werden musste, die aber weiter funktionierende Eierstöcke haben und ganz normal ihr Progesteron weiterbilden?
Möglicherweise ist das Gelbkörperhormon=Norethisteron im KLIOGEST nicht das richtige Präparat für Sie, und das natürliche Progesteron (im Utrogest) wäre für Sie besser.
Sprechen Sie doch einmal mit Ihrer FÄ über diese alternative Möglichkeit.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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09.08.2007, 12:22 Uhr
Antwort

Hallo Dr.Dossler,vielen Dank für Ihre prompte Antwort.Eine Frage habe ich noch,halten Sie es für möglich,dass die Geschmacksstörungen und die ständige Übelkeit durch Hormonstörungen verursacht werden können ? Ich habe noch niemanden gefunden,der mir darauf eine Antwort gibt.Auch fehlt es an Endokrinologen,die den Menschen ganzheitlich sehen;deshalb weiß ich auch nicht mehr ,zu wem ich noch gehen soll.Wenn die Blutwerte im Rahmen liegen,muss der Mensch gesund sein oder er ist psychisch krank. Vielen Dank und freundliche Grüße Annelie

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09.08.2007, 16:18 Uhr
Antwort

Hallo Annelie,
mir fallen bei dem Beschwerdebild *salziger Geschmack im Mund und ständige Übelkeit* nur ein paar Dinge spontan ein:

chronische Zahnfleischentzündung,
sich auflösende Amalgam-Füllungen,
Erkrankungen der Speicheldrüsen,
die sog. Refluxerkrankung des Magens,
das Sjögren-Syndrom (wenn gleichzeitig sehr trockene Augen bestehen).

Ein Hormonmangel macht trockene Schleimhäute, auch im Mund, sodaß auch in diesem Zusammenhang Geschmacksveränderungen auftreten könnten.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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