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Blutungen nach Mirena und trotz HET

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Wechseljahre | Expertenfrage

13.07.2007 | 10:03 Uhr

Guten Tag, ich bin 46 Jahre und hatte bis letzte Woche die Mirena getragen. Nach der Entfernung (nach 5 Jahren) bekam ich das Hormon Angeliq verschrieben, weil ich ab und an über Hitzewallungen und Schlafstörungen leide. Seit 5 Tagen habe ich nun sehr strake Blutungen, die nicht aufhören wollen. Die Hormontabletten nehme ich weiterhin. Ich weiß nun nicht, wie ich mich verhalten soll? Sind diese Blutungen normal? Wie lange kann das noch gehen.?Meine FÄ konnte ich bisher noch nicht erreichen. Nächste Woche will ich in Urlaub fahren und bin mittlerweile am Verzweifeln. Können Sie mir einen Rat geben.
Vielen Dank im Voraus.
Christiane R.

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13.07.2007, 10:24 Uhr
Antwort

Hallo Christiane,
wenn es nicht unmittelbar nach dem Ziehen der Mirena bereits geblutet hat, dann dürfte das jetzt doch eine *normale* Abblutung sein.
Haben sie die ANGELIQ im unmittelbaren Anschluss an das Ziehen der Mirena eingenommen oder erst mit ein paar Tagen Verzögerung?
Ist die Blutung hell oder dunkel?
Empfehlenswert ist jetzt auf jeden Fall STYPTYSAT (aus dem Hirtentäschelkraut - rezeptfrei) gegen die Blutungen einzunehmen.
ANGELIQ sollten Sie zunächst nicht absetzen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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13.07.2007, 12:37 Uhr
Antwort

Lieber Dr. Dossler, vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Die Mirena ist am Freitag entfernt worden. Noch am selben Tag sollte bzw. habe ich Angeliq eingenommen. Am Freitag hatte ich kurz helle Blutungen, die im Laufe des Tages abgeklungen sind. Am Montag setzten dann die starken Blutungen ein (dunkles Blut -mit vielen dunklen Schleimstücken). Ich verbrauche so am Tag 6 Vorlagen. Früher hatte ich auch eine starke Regel, die war aber nach 3-4 Tagen beendet. Und in diesem Fall mach ich mir Sorgen, da kein Abklingen zu erkennen ist. Außerdem sagte mir meine FÄ, dass die Einnahme von Angeliq verordnet wird, wenn keine Regel beim PMS erwünscht ist. Aber vielleicht muss sich alles erst einpegeln?
Christiane R.

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13.07.2007, 15:28 Uhr
Antwort

Hallo Christiane,
das ist aber ungewöhnlich bei dir.
Ich hatte ca 3 Jahre die Mirena und nachdem sie gezogen wurde zwei mal gar keine Blutungen und dann erst sehr starke dunkle Blutungen(ca 2 Woche).
Seitdem sehr unregelmäßig und man hat mir auch schon 2 mal gesagt,das ich in den Wechseljahren sein könnte.
Habe seitdem auch desöfteren Zysten an den Eierstöcken,die aber immer von selbst weggehen.
Bin jetzt 39 Jahre und habe die mirena seit 4 Jahren nicht mehr und immer noch Probleme durch dieses Ding.
Mein Zyklus spielt seitdemverrückt.
Habe schon 2 Kinder und möchte mit meinen neuen Partner gern noch eins, aber es klappt einfach nicht.
Sei froh das du sie ziehen lassen hast.
Habe nur negative Erfahrungen gemacht.
Hol dir diese Tabletten. Die sind wirklich super,haben bei mir innerhalb 2 Tagen geholfen.

Mit freundlichen Grüßen
Ines

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16.07.2007, 11:22 Uhr
Antwort

Hallo Christiane,
hatten sie denn unter Mirena noch Menstruationsblutungen?
Ihre Schilderung äßt mich wirklich zunächst an eine * normale * Abbruchblutung denken, die durch das ziehen der IUP mechanisch verstärkt ist.
ANGELIQ ist wir andere einphasige HET nicht von Anfang an in der Lage, die Periode zu unterdrücken, dies kann man nur voraussetzen, wenn bereits eine natürliche mehrmonatige Amenorrhoe=Ausbleiben der Periode in den WJ aufgetreten ist.
Ich bleibe bei meinem Tipp mit STYPTYSAT.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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06.08.2007, 10:48 Uhr
Antwort

Lieber Dr. Dossler, ich war nun 2 Wochen im Urlaub und hatte noch über eine Woche die starken Blutungen, die dann Dank Styptysat?! besser wurden und schließlich ganz aufhörten. Ich rief vorher noch bei meiner FÄ an, habe aber schließlich nur mit einer Schwester sprechen können. Sie ließ mir ausrichten, dass die Blutungen normal seien, da ich ja Myome hätte. Ich solle die Angeliqe 4 Wochen einnehmen und dann eine Woche Pause machen. Meine Hormonwerte seinen normal. In einer Woche habe ich einen Arzttermin... Während der Hormonspirale habe ich keine Blutungen mehr gehabt-nur am Ende der 5 Jahre einige Schwierblutungen. Ansonsten habe ich alles gut vertragen. Doch nach dem Ziehen geht es mir abgesehen von den Blutungen ziemlich schlecht. Ich habe Unterleibsschmerzen (stetiges Ziehen zurzeit) und extreme Stimmungschwankungen - was ich überhaupt nicht kenne. Dazu kommt für mich die ganze Ungewissheit. Warum soll ich jetzt Hormone nehmen, wenn ich anscheinend nicht in den WJ bin. Sollte ich mir eine 2. Mirena einsetzen lassen - wegen meiner Blutungen und der Myome und zur Verhütung? Deshalb wurde mir die Spirale vor 5 Jahren auch empfohlen und die 3 Myome sind sehr klein geworden, wie vorher schon mit der Pille. Ich habe übrigens nie einen Beipackzettel zur Mirena gesehen! Oder soll ich gar nichts mehr machen und erst einmal abwarten. Was halten Sie von einem Hormonring zur Verhütung oder doch wieder die Pille oder gar nichts mehr?
Herzliche Grüße und vielen Dank im Voraus!
Christiane, 46 Jahre

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06.08.2007, 12:02 Uhr
Antwort

Hallo Christiane,
an sich ist das Vorhandensein von Myomen eine Kontraindikation von MIRENA (den Beipackzettel können sie auf der Firmenseite von MIRENA sicher einlesen).
Aber ganz sicher hängt diese Kontraindikation auch von der Lage ab, wo sich die Myome befinden.
Was ich nicht verstehe, ist die Sache mit den Hormonwerten - wann sind die denn überhaupt bestimmt worden? Weder unter MIRENA noch unter ANGELIQ hat eine Hormonanalyse großen Wert.
Sie haben ja völlig recht: wenn sie nicht in den WJ sind, brauchen Sie auch keine Hormonersatztherapie, allerdings tatsächlich weiterhin eine sichere Verhütung.
Auch für den Verhütungsring NUVARING gilt das Gleiche wie für MIRENA: bei Myomen besteht eine Kontraindikation. Und hier sogar nach meiner Meinung noch mehr als bei MIRENA, weil der Nuvaring auch Östrogene enthält, die einen Wachstumseffekt auf Myome haben können.
Und wenn Pille, dann eine Pille möglichst ohne Östrogene, wie z.B. CERAZETTE (wegen der Myome).

Ihre aktuellen Beschwerden bereiten mir immer noch Kopfzerbrechen: sie sind einmal typisch für Beschwerden, die durch Myome ausgelöst werden (Schmerzen, Blutungen), zum anderen aber auch typisch für den Beginn der WJ (Stimmungsschwankungen).
Sie sollten auf jeden Fall den Termin zur Untersuchung einhalten, dann können sie sich ja mit weiteren Fragen gerne noch mal melden!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
TomDoc

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20.08.2007, 11:33 Uhr
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Lieber Dr. Dossler, ich war nun bei meiner FÄ. Ich habe ein Myom, etwa 5 cm groß in der Gebärmutter und 2 sehr kleine. Die HET wurde jetzt abgesetzt, da ich nach den Blutwerten nicht in den WJ bin. Die Blutwerte wurden unter der Mirena entnommen und meine FÄ meinte, dies hätte keine Auswirkungen auf die Hormonwerte. (Diese Werte würden in der Medizin überbewertet)Zur Verhütung und auch gegen das weitere Wachstum der Myome habe ich die Pille (aida) verschrieben bekommen. In einem halben Jahr solle ich wieder vorstellig werden. Meine Unterleibsbeschwerden haben jetzt nachgelassen, auch die Hitzewallungen sind nicht mehr so stark. Nur Durchschlafstörungen plagen mich weiterhin.
Ist das in Ordnung mit der Pille? Kann ich mit diesem Myom ohne OP auskommen? Waren das nun WJ-beschwerden - oder so eine Art Vorsymtomatik?
Mit freundlichen Grüßen
Christiane.

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20.08.2007, 20:14 Uhr
Antwort

Hallo Christiane,
der Satz *die Werte werden in der Medizin überbewertet* ist eine ignorante Lachnummer - aber lassen wir das!
Wahrscheinlich bedeutet auch der Hinweis im Beipackzettel von Mirena, dass man die Spirale auf keinen Fall legen darf, wenn Myome bekannt sind, für ihre Ärztin *dass das wahrscheinlich in den Medien überbewertet wird*
Jetzt nehmen Sie AIDA ein. Das hat einen Vorteil für sie: es ist zusätzlich ein Östrogen mit drin und die Pseudo-Klimax-Beschwerden sind dadurch wohl gebessert.
Mit freundlichen Grüßen
ihr
TomDoc

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