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Risikoschwangerschaft

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Schwangerschaft | Expertenfrage

21.03.2019 | 08:35 Uhr

Hallo,

ich bin 38 Jahre alt. Ich habe keine Kinder und möchte keine haben.

Trotzdem möchte ich mal eine medizinische Meinung haben, was das gesundheitliche angeht, weil dies auch ein Grund ist, warum ich es nicht möchte.

Sehe ich es richtig, dass mein Alter allein schon ein Risiko darstellt? Außerdem habe ich Bluthochdruck, der nicht gut eingestellt ist, weil sich die Einstellung aufgrund von Angioödemen und auch Nesselsucht erschwert, da ich Sartane und ACE-Hemmer nicht nehmen darf. Dazu kommen Herzrhythmusstörungen in Form von sinustachykardien.

Hinzu kommt,dass ich eine Autoimmunthyreoiditis (Hashimoto) habe, bisher unbehandelt. Ich hatte als Teenager ein nephrotisches Syndrom aufgrund membranöser Glomerulnephritis. Momentan habe ich im Urinstreifentest wieder Proteine von 1,0 g. Die Proteinurie wechselt zwischen 500 mg / 680 mg/ 797mg und 1,0 g alles im Spontanurin. Der Kreatininwert und GFR waren immer im Normbereich. Beide Sachen, Schilddrüse und Niere, wären ja schon 2 Autoimmunerkrankungen.

Außerdem habe ich eine leichte Gewebseosinophilie im Kolon. Warum das so ist, weiß ich nicht, denn das besteht schon Jahrelang und ein Stuhltest hat keine Erreger gefunden. Hier habe ich öfter mal Episoden von Bauchkrämpfen, Schweißausbrüchen und Durchfall.

Oft habe ich auch Fatique-Symptome.

Ich finde, dass das für mich ausreicht zu sagen, man kann auch Verantwortung tragen und sagen, "dass tue ich mir nicht an" und das muss ich keinem "eventuellen" Kind antun. Zumal ja Autoimmunerkrankungen gehäuft in Familien vorkommen (so der Rheumatologe) und das dies auch so stimmt, sehe ich in meiner eigenen Familie. Diese Autoimmunerkrankungen ziehen sich im Stammbaum meiner Mutter durch viele Generationen. Das Ding mit der Schilddrüse ist allein ist ja nun nicht lebensbedrohlich, aber wenn man dann schon mehrere Autoimmunerkrankungen hat, finde ich das ja generell blöd. Da ich mich teilweise selbst anstelle von 38 wie 80 fühle, ist das ja sowieso schon ein verlust der Lebensqualität.

Meine Frauenärztin fand das Eiweiß im Urin und den Bluthochdruck nicht gut, und sagte, dass es nicht so toll wäre damit Kinder zu haben. Vom Grund hat sie abgeraten...

Was sagen Sie zu der Thematik. Stellt das ganze ein Risiko dar für mich? Und stellt es ein Risiko dar, dass man seine ganze autoimmune Problematik dann wieder locker weitergibt?

Das würde ich interessenhalber mal wissen wollen.

 

 

 

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Bisherige Antworten
Experte-Warm
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21.03.2019, 11:50 Uhr
Antwort von Experte-Warm

Hallo, einige Ihrer genannten Erkrankungen gelten während  einer SS als Risikofaktoren. Nachzulesen  in den Mutterschaftsrichtlinien Abschnitt B (zuletzt geändert am 20.Juli 2016). Von besonderer Bedeutung  ist aber  in Ihrem Alter der statistisch signifikante Anstieg des Fehlbildungs- und Fehlgeburtsrisikos.

Liebe Grüße PD Dr.Warm

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