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Papp A Wert

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Schwangerschaft | Expertenfrage

08.03.2012 | 02:54 Uhr

Ich befinde mich in der 34 ssw. In der 13 ssw wurde bei mir NT-Screening gemacht mit Blutwert in München beim Pränatalspezialisten. Ultraschall war super!
Nur dieser Papp-A Wert war leider zu niedrig 0,467 IU/I dies entspricht 0,3645 MoM. Seit dem nehme ich auf Empfehlung 100 mg ASS ein.

Die Dopplerwerte fielen immer gut aus. Kind entwickelt sich zeitgerecht.

Nun wurde mir auch empfohlen kaiserschnitt machen zu lassen und das kind 10 tage vor ET holen zu lassen.

Meine frage an sie: wird hier wegen diesem wert übertrieben? Ich werde ja noch verrückt angeblich hätte ich wegen diesem blutwert ein höheres risiko eine plazentalösung zu erleiden. Stimmt das??? Niedriger paap a wert ist gleich höheres risiko für plazentalösung.

Ich soll ja auch nach 1 woche Ass absetzen. Kann was passieren?? Kann sich die durchblutung verschlechtern??

Ich weiß nicht was ich machen soll, ich habe so angst dass vor dem ziel noch was schlimmes passiert. Ich kann nicht mehr schlafen.

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08.03.2012, 04:35 Uhr
Antwort

Guten Tag!
PAPP-A ist ein Eiweiß, das im Mutterkuchen gebildet wird. Ist es erniedrigt, kann das für eine genetisch bedingte Erkrankung, wie das Down-Syndrom sprechen, was bei Ihnen durch die anderen Ergebnisse nicht erhärtet wird. Weiterhin gibt es ein erhöhtes Risiko für eine Schwangerschaftsvergiftung, das durch Einnahme von ASS 100 deutlich gesenkt werden kann. Dies setzt man in der 35.SSW ab, weil es dann nichts mehr nützt, sondern Sie bei der Geburt durch Reduzierung der Blutgerinnung gefährdet.
Vorsorglich 10 Tage vor dem ET einen Kaiserschnitt zu machen, um eine vorzeitige Ablösung des Mutterkuchens zu verhindern, ist kein offizieller Behandlungsstandard. Das macht man immer, wenn man Angst hat (auch der Arzt!) und die hat dieser erniedrigte PAPP-Wert ganz sicher bewirkt. Sie sollten mit Ihrer Hebamme und dem Frauenarzt sprechen, ob das für Sie der richtige Weg ist. Es gibt keine wissenschaftlich valide Daten, aufgrund derer man das empfehlen muß! Alles Gute!

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08.03.2012, 04:35 Uhr
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Guten Tag!
PAPP-A ist ein Eiweiß, das im Mutterkuchen gebildet wird. Ist es erniedrigt, kann das für eine genetisch bedingte Erkrankung, wie das Down-Syndrom sprechen, was bei Ihnen durch die anderen Ergebnisse nicht erhärtet wird. Weiterhin gibt es ein erhöhtes Risiko für eine Schwangerschaftsvergiftung, das durch Einnahme von ASS 100 deutlich gesenkt werden kann. Dies setzt man in der 35.SSW ab, weil es dann nichts mehr nützt, sondern Sie bei der Geburt durch Reduzierung der Blutgerinnung gefährdet.
Vorsorglich 10 Tage vor dem ET einen Kaiserschnitt zu machen, um eine vorzeitige Ablösung des Mutterkuchens zu verhindern, ist kein offizieller Behandlungsstandard. Das macht man immer, wenn man Angst hat (auch der Arzt!) und die hat dieser erniedrigte PAPP-Wert ganz sicher bewirkt. Sie sollten mit Ihrer Hebamme und dem Frauenarzt sprechen, ob das für Sie der richtige Weg ist. Es gibt keine wissenschaftlich valide Daten, aufgrund derer man das empfehlen muß! Alles Gute!

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08.03.2012, 06:46 Uhr
Antwort

Danke für ihre umgehende beantwortung!

Ein paar fragen hätte ich noch:

1. Habe ich wirklich nur wegen diesem papp a wert ein höheres risiko für eine plazentalösung???

2. Wenn ich jetzt absetzte kann sich die versorgung des kindes verschlechtern trotz immer guten doppler bis jetzt.

3. Mir hat eine bekannte erzählt dass bei ihrer freundin die plazenta wegen ASS sich gelöst hat. Kann so was aufgrund ASS passieren???

Danke im Voraus.

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08.03.2012, 06:46 Uhr
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Danke für ihre umgehende beantwortung!

Ein paar fragen hätte ich noch:

1. Habe ich wirklich nur wegen diesem papp a wert ein höheres risiko für eine plazentalösung???

2. Wenn ich jetzt absetzte kann sich die versorgung des kindes verschlechtern trotz immer guten doppler bis jetzt.

3. Mir hat eine bekannte erzählt dass bei ihrer freundin die plazenta wegen ASS sich gelöst hat. Kann so was aufgrund ASS passieren???

Danke im Voraus.

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08.03.2012, 07:31 Uhr
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zu 1. Ich kenne Ihre Vorgeschichte nicht (z.B. hoher Blutdruck in früherer Schwangerschaft etc). daher kann ich das nicht beurteilen. Ihr Frauenarzt kann das!
2. Nein! Das wesentliche ist jetzt geschehen, so dass es jetzt sehr unwahrscheinlich ist, dass eine Schwangerschaftsvergiftung noch eintritt.
3. Ja, das kann sein. Deshalb sollte ASS auch in der 35.SSW abgesetzt werden.

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08.03.2012, 07:31 Uhr
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zu 1. Ich kenne Ihre Vorgeschichte nicht (z.B. hoher Blutdruck in früherer Schwangerschaft etc). daher kann ich das nicht beurteilen. Ihr Frauenarzt kann das!
2. Nein! Das wesentliche ist jetzt geschehen, so dass es jetzt sehr unwahrscheinlich ist, dass eine Schwangerschaftsvergiftung noch eintritt.
3. Ja, das kann sein. Deshalb sollte ASS auch in der 35.SSW abgesetzt werden.

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08.03.2012, 08:01 Uhr
Antwort

Hallo nochmal,

Zu 1. Ich habe keine vorgeschichte. Ist meine erste schwangerschaft.
Kein hohen blutdruck eher immer einen niedrigen und keine wassereinlagerungen oder sonst was. Übergewicht hab ich auch nicht vor der ss gehabt. Angefangen hab ich mit 53 kg und jetzt hab ich 65 kg. Also wäre eine plazentalösung unwahrscheinlich oder??

2. Am dienstag (33+4 an dem tag) war ich zur vorsorge, mein fa hat mir empfohlen ass in einer woche abzusetzen. Ist das noch ok??

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08.03.2012, 08:01 Uhr
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Hallo nochmal,

Zu 1. Ich habe keine vorgeschichte. Ist meine erste schwangerschaft.
Kein hohen blutdruck eher immer einen niedrigen und keine wassereinlagerungen oder sonst was. Übergewicht hab ich auch nicht vor der ss gehabt. Angefangen hab ich mit 53 kg und jetzt hab ich 65 kg. Also wäre eine plazentalösung unwahrscheinlich oder??

2. Am dienstag (33+4 an dem tag) war ich zur vorsorge, mein fa hat mir empfohlen ass in einer woche abzusetzen. Ist das noch ok??

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09.03.2012, 08:22 Uhr
Antwort

zu 1. Dann haben Sie kein erhöhtes Risiko.
zu 2. Ja, das ist völlig o.k.

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