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Ständige körperliche Probleme (Pille Wechsel zu Spirale)

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Hormonspirale | Expertenfrage

23.01.2020 | 09:47 Uhr

Hallo liebes Expertenteam!

Aktuell seid ihr meine letzte Hoffnung...

Im vornherein schon einmal Sorry für den langen Text...

Kurze Information vorab:

Die Pille habe ich genommen im Zeitraum vom 01.04.2018 -07.09.2019.

Die Pille war umständehalber für mich immer nur eine „Zwischenlösung“ bis ich ausgelernt bin, mehr verdiene und mir die Spirale leisten kann, zudem hab ich auf die Pille schlimme Nebenwirkungen bekommen (u.a. Darmspiegelung weil man Reizdarm vermutet hat, war aber nichts, da ich absolut nichts mehr essen konnte und mich alles sofort unter höllischen Schmerzen wieder verlassen hat), zudem hab ich angefangen sehr seelisch unter der Pille zu leiden (eben wegen den Dauerschmerzen, egal was ich esse und weil ich allgemein durch die Pille sehr traurig verstimmt wurde).

Die nächste Odyssee kommt dann jetzt...

Nach Rücksprache mit FA dann Hormonspirale Kyleena am 12.09.2019 gesetzt. Seit ich keine Pille mehr nehme kann ich wieder essen was ich möchte, mir geht es seelisch wieder einwandfrei und die Spirale hat halt eben nur einen geringen Hormonanteil und wirkt dort wo sie wirken soll.

Nach dem Einsetzen hatte ich ganz normal meine Regelblutung noch bis einschließlich 14.09.2019

Im Oktober hatte ich nochmal eine ungewöhnlich lange und mittelmäßig schmerzende Regelblutung (08.-16.10.2019).

Seit da war dann nichts mehr, keine Periode, keine Zwischenblutung, nichts.

Ab 03.01.2020 Schmerzen wie beim Einsetzen der Spirale, immer in kolikartigen Schüben, teils so schlimm, dass mir schwarz vor Augen wurde und ich daher meinen Freund dazu verdonnert habe im Bad sitzen zu bleiben solange ich dusche

Untersuchung am 13.01.2020 bei FA, Abstrich negativ, keine verdrehten Eileiter o.ä., Spirale sitzt wo sie sollte, keine Zysten oder sonstige Myombildungen, auch kein Verdacht auf Endometriose, alles ordnungsgemäß durchblutet, jedoch anschließend Blutabnahme um auf Entzündungswerte zu prüfen und am Folgetag Urintest um Chlamydien auszuschließen.

Plötzliche Regelblutung (sehr stark und mit ekelhaften Schmerzen verbunden) am 13.01.2020 abends.

Am 14.01.2020 dann morgens direkt 1. Urin abgegeben und Arzthelferin gefragt, ob das normal ist, dass ich plötzlich blute wie verrückt und ob sie das der Ärztin bitte sagen kann, da es mich verunsichert, weil ich immerhin fast 90 Tage keinerlei Regel (auch keine Schmierblutungen, nicht mal die geringsten!) hatte, sie hat das nur abgetan und meinte man kann schon auch unter der Spirale noch seine Tage bekommen (ach echt, wurde ich ja nicht drüber aufgeklärt oder so, aber mir ging es um den plötzlichen Eintritt, die Heftigkeit und die Schmerzen, zumal mir oft gesagt wurde „Entweder man bekommt weiterhin seine Regel oder eben nicht, aber dann bleibt sie auch aus, das einzige was dann noch ab und an sein kann sind Schmierblutungen), daher bin ich davon ausgegangen, dass sie es der Ärztin nicht sagen wird (ist die einzige Arzthelferin dort die ich auch nicht mag, eben wegen ihrer Art alles so runterzuspielen und weil sie immer einen pampigen Ton drauf hat).

Ergebnis Chlamydien kam am 16.01.2020 und konnten ausgeschlossen werden, auch keine Entzündungswerte im Blut. In dem Telefonat FA das mit der plötzlichen starken Regelblutung erzählt, sie war aber auch sehr überrascht, da sie bei der Untersuchung eigentlich nicht im Ansatz so viel Gebärmutterschleimhaut gesehen hat und daher auch nicht damit gerechnet hat, dass da irgendwann jetzt etwas zu bluten anfangen würde.

Die Schmerzen wurden paradoxerweise dann mit jedem Tag „weniger“ bzw. erträglicher, bis eben die Periode am Sa., 18.01.2020 auch wieder vorbei war.

Dienstagabend (21.01.2020) hatte ich aber wieder so ein mulmiges Gefühl im Bauch, also aufs Klo -> wieder ein „Blutschwall“, die Blutphase war dann bis Mittwochfrüh, den restlichen Mittwoch war gar nichts mehr. Heute ist Donnerstag, ich bin wieder im Büro (Dienstag & Mittwoch war ich erkältungsbedingt Zuhause) und dachte mir auch wieder, dass irgendwas nicht stimmt. Bin soeben aufs Klo und blute schon wieder. Ich vermute aber keine Schmierblutungen, da es nicht leicht ist, sondern direkt Vollgas (am Dienstag hat mir nur ein O.B. der zweitgrößten Stufe helfen können) und auch nicht bräunlich sondern ganz normal rot.

Die Schmerzen sind mir insofern egal, wenn ich weiß „Ok Periode, alles klar“, da die erste Blutung aber wie gesagt nach 3 Monaten erst wieder kam, daher unvorhersehbar war und auch die beiden anderen Blutungen von Dienstag und heute absolut unstimmig sind verwirrt mich sowas. Ich hätte einfach gerne Klarheit, da die Schmerzen wirklich ekelhaft sind (genau wie am Abend des Tages, an dem die Spirale eingesetzt wurde).

Ich bin nervlich am Ende, weil mir die Schmerzen den Garaus machen und ich einfach mal Leben will, ohne ständig irgendwelche Einbußen machen zu müssen, einstecken zu müssen oder mich unter Schmerzen zur Arbeit zu quälen. „Krankmachen“ (was ja eigentlich kein krankmachen im klassischen Sinn ist, sich für mich aber trotzdem falsch anfühlt) will ich aber auch nicht, daher bin ich die ganze letzte Woche in die Arbeit gegangen und hab versucht die Schmerzen zu ignorieren.

Damals als es mir unter der Pille so schlecht ging hat auch keiner daran gedacht, dass es davon kommen könnte, mir wurden Diagnosen wie Belastungsstörung oder psychosomatische Hintergründe gestellt. Erst als ich die Pille endlich absetzen konnte, es mir von heute auf morgen besser ging und ich diese Erfahrung meiner Ärztin mitgeteilt habe, meinte Sie, dass das durchaus sein kann, dass die Schmerzen an der Pille lagen, sowas bisher aber wahrscheinlich so selten vorkam, dass das noch nicht bekannt wäre als eine definitive Nebenwirkung der Pille.

Ich habe keine Angst um meine Organe, da ich keine Kinder möchte, trotzdem will ich meinen Körper und meine Seele nicht schon wieder so quälen wie letztes Jahr. Mir ist so viel Lebensqualität flöten gegangen, dass ich das einfach nicht mehr stillschweigend hinnehmen kann und will. Ich möchte, dass die Schmerzen aufhören und ich einfach mal Leben kann. Ich versuch mich so am Riemen zu reißen, dass ich meine innere Angespanntheit nicht so sehr nach außen trage, aber logischerweise ist das auch eine Belastung für mein privates Umfeld, allen voran meiner Beziehung. Ich bin niemand, der ständig nörgelt, sich selbst bemitleidet oder beim kleinsten Wehwehchen zum Arzt rennt, daher hatte ich die Hoffnung, dass man mir hilft wenn ich dann doch mal komm, aber scheinbar ist jeder mit seinem Latein am Ende und ich bin tatsächlich die, die am Schluss in die Röhre schaut.

Ich möchte einfach nur Hilfe.

Kann mir irgendjemand sagen, was die beste Option hier wäre? Ich weiß nicht wie ich weitermachen soll, ich halte das aber nicht mehr aus.

Ohne Pille hatte ich auch immer schlimme Regelschmerzen, heißt ganz ohne Hormone geht es bei mir aber auch nicht, ich kann es mir immerhin nicht erlauben, mich alle 4 Wochen krankschreiben zu lassen, so bin ich einfach nicht gestrickt.
Eine Gebärmutterentfernung (ohne Eierstock-Entfernung) wird aber wahrscheinlich auch niemand durchführen, auch wenn meine Gedanken zu Kindern entgültig sind, da ich erst 20 bin (zum Thema Kind ja/nein bitte keine Diskussionich habe meine Gründe weshalb ich keine Kinder möchte, Danke).

Über einen Rat, wie ich vweitermachen kann und wie ich bestenfalls die Schmerzen loswerde würde ich mich sehr freuen!

Liebe Grüße,
Nina

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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30.01.2020, 09:45 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Nina,

In der Tat kann es vor allem im ersten Jahr nach dem Legen einer Spirale zu Blutungen kommen, mitunter auch sehr starken. Mit der Zeit werden diese schwächer und vergehen meist. Vor allem bei stärkeren Blutungen sollte eine gynäkologische Abklärung unbedingt erfolgen. Die Gebärmutter muss sich zunächst einige Zeit an die Spirale "gewöhnen". Psychische Nebenwirkungen sind bei der Spirale selten, aber möglich (Siehe Packungsbeilage). Es ist durchaus möglich, dass sie die Spirale nicht vertragen. Wir würden in daher empfehlen, sich nochmals an ihre Frauenärztin zu wenden.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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