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wie lange hält ein Stent

Kategorie: Herz-Kreislauf » Expertenrat Herz- und Kreislaufbeschwerden | Expertenfrage

23.01.2005 | 04:12 Uhr

Hatte vor sieben Jahren einen Vorderwandinfarkt. 60-70%ige Stenose eines Kranzgefäßes. Konservative Therapie. Nun vor 8 Wochen anhaltende Angina Pectoris Symptome. Nach EKG Verdacht auf Infarkt. Notfalleinweisung ins Katheterlabor. Katheterbefund: 95%ige Stenose des medialen RIVA, 60%ige Stenose des dünnen Ramus intermedius, 60-70%ige stenose des kräftigen Ramus posterolateralis I, der sich in zwei Unteräste aufteilt.
Intervention: Angioplastie des medialen RIVA mi Stentimplantation (Zeta 3,00-13 mm). Keine Reststenose.
außerdem wurde Hyperlipidämie festgestellt. Daher Gabe von Cranoc80 mg täglich. (Siehe auch meine erste Frage betreffend Schwellungsgefühl in den Fingern durch Lipidsenker)

Meine jetzige Frage:
Wie sind bei gesunder Lebensführung meine Chancen, dass die betroffenen Gefäße offen bleiben und wie lange hält der Stent ?

Danke für eine Antwort .

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24.01.2005, 01:57 Uhr
Antwort

Optimale Chancen bestehen bei : Nichtrauchen, täglich Sport, Mittelmeerkost, Gewichtsnormalisierung, niedriger Einstellung von Blutdruck und Zucker und folgenden Medikamenten:
ASS 100, Plavix 75 für mindestens 4 Wochen dazu, ACE-Hemmer, Fettsenker wie Cranoc, Beta-Blocker. Der Stent kann für immer offen bleiben, die Frage ist, wie entwickeln sich die anderen Engstellen?
Ziele Regelmäßige mindestens jährliche kardiologische ambulante Kontrolluntersuchungen.
Regelmäßige selbständige häusliche Bewegungstherapie entspr. der hier erfolgten Schulung.
Kontrollen der Blutfettwerte unter medikamentöser und diätetischer
Therapieziele: LDL-Chol unter 2,6 mmol/l, RR unter 135/80 mmHg, tgl. 30 Minuten Bewegung, BMI unter 25 kg/qm.
Absolute lebenslange Nikotinkarenz. Teilnahme an einer örtlicher Herzgruppe (Info www.dgpr.de)
Gruß
C.Altmann

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24.01.2005, 05:20 Uhr
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Ich bedanke mich für Ihre Auskünfte.

viele Grüße
Wilfried U.

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25.01.2005, 09:02 Uhr
Antwort

ok
C.Altmann

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25.01.2005, 10:51 Uhr
Antwort

Danke für Ihre Reaktion.
Vielleicht noch einige Hinweise/Fragen zu meiner Zukunftsprognose:

-Bin 58 Jahre alt und männlich
-Medikation:
-Beloc-Zok 95 mg
-Ramipril comp.5mg/25 mg
-ASS 100
-Cranoc 80mg
-Blutdruck i.R. um die 120/70, meistens geringer.
- Ruhepuls ca. 50, oft darunter.
-mache tägl.mind. 30 min. langsames Joggen (Puls 110 - 120)und fast täglich mind. 2 Stunden zügiges Gehen (Golfplatz) bei Puls ca.80.
-Ich arbeite daran, das LDL durch cholesterinarme Ernährung unter den geforderten Wert zu bringen.

Reicht das alles um die von Ihnen gestellte Prognose der offen bleibenden Gefäße zu erfüllen. ?

-Ist die geschilderte tägliche Bewegung evtl. zuwenig oder zuviel ?
-was halten Sie von regelmäßiger Sauna?
-Was ist mit Knoblauchperlen als Nahrungsergänzung zur Vorbeugung weiterer Arteriosklerose. ?
-Kann sich die Arteriosklerose evtl.auch zurückbilden, wenn alle Massnahmen ausgeschöpft werden ?

Ich weiß, viele Fragen. Aber sie liegen mir buchstäblich sehr am Herzen, denn ich habe nur das eine.

Danke und viele Grüße
Wilfried U.

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25.01.2005, 10:55 Uhr
Antwort

Nachtrag zu den persönlichen Daten:

-Gewicht 80 kg

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25.01.2005, 11:07 Uhr
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weiterer Nachtrag:

derzeitiger Body Mass Index: 26,4

an Reduzierung wird gearbeitet.

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25.01.2005, 11:14 Uhr
Antwort

noch was vergessen:

seit 8 Jahren Nichtraucher , nur selten 1 Glas Rotwein
(bis dahin leider 30 Jahre stark geraucht (20 Zig. / Tag)
aber kein Alkoholabusus

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27.01.2005, 04:12 Uhr
Antwort

Sie machen erstmal alles richtig.
Ergänzende Möglichkeiten sind
Fischöl 1g tgl. nachgewiesen für Omacor 1x1 Tbl täglich
Für Vitamine fehlt ein klarer Nachweis, aber B-Komplex mit Folat ist ein guter Kandidat und außer in der ersten Zeit nach Stent eher günstig, z.B. BVK Roche forte plus C 1 x 1 Kps.
Knoblauch hat kaum Effekte, schadet aber nicht (außer der Geruch).
Sauna ist ok, hat aber keine nachgewiesenen direkten Schutzeffekte.
Gruß
C.Altmann

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27.01.2005, 04:14 Uhr
Antwort

Das Gewicht hat vergleichsweise wenig Einfluss. Rauchen um so mehr.
Gruß C.Altmann

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