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Trikuspidalklappeninsuffizienz

Kategorie: Herz-Kreislauf » Expertenrat Herz- und Kreislaufbeschwerden | Expertenfrage

09.11.2005 | 02:51 Uhr

Ich bin 28 Jahre alt und Mutter von 4 Kindern. Bei mir wurde eine Trikuspidalklappensuffizienz (Grad 2) und eine pulmonalklappeninsuffizienz (Grad 1) festgestallt. Ich habe eine vergrößerte Leber, manchmal Heftige Schmerzen im rechten Oberbauch. Ich muss nachts 2 mal aufstehen zum pinkeln. Kommt das vom Herzen? Habe ich dann auch eine leichte Rechtsherzinsuffizienz?
Zusätzlich hatte ich vor 5 Monaten ein zystisches Nierenzellkarzinom und mir wurde die linke Niere und Nebenniere entfernt.
Ich fühle mich seit der Zeit nicht fit, habe einen starken Leistungsknick, ständig müde und schwach, (war vorher sehr aktiv und dynamisch) und bei jeder körperlicher Anstrengung spüre ich mein Herz stark schlagen, manchmal auch stolpern (Extrasystolen??) und leichte Luftnot. (Dabei bin ich von Ausbildung Gesangslehrerin !!!)
Kann das Herz durch die Operation gelitten haben?
Würde eine Rechtsherzinsuffizienz meine verbleibende Niere und Nebenniere schädigen?
Welche Behandlung (auch preventiv) würden Sie empfehlen?

Noémie aus Luxemburg

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09.11.2005, 05:51 Uhr
Antwort

Was Sie beschreiben, klingt nach Rechtsherzinsuffizienz. Dabei kann es zur Stauung auch an der Niere kommen.Kann es sich um eine Klappenentzündung der Trikuspidalklappe handeln? Z.B. nach vielen Infusionen. Oder bei Abwehrschwäche.
Wichtig ist, eine Entzündung auszuschließen (Blutkulturen, Blutwerte, Schluck-Echo = TEE. Weiterhin müssten Sie mit Wassertabletten die Stauung bekämpfen. Die Bauchorgane sollten kontrolliert werden, aber auch die Lunge, denn die Trikuspidalinsuffizienz kann auch durch Lungendurchblutungsstörungen oder Druckerhöhungen in der Lunge entstehen.
Gruß
C. Altmann

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09.11.2005, 08:30 Uhr
Antwort

Ich weiß nicht wann die Trikuspidalklappeninsuffizienz entstanden ist, ich wurde ja erst nach der Nephrektomie (routinemäßig) durchgecheckt vom Kardiologen. (Könnte ja auch angeboren sein?) Fakt ist, dass ich vor 10-12 Jahren eine Streptokokkeninfektion hatte, (Mandeln) die immer wiederkehrte. Zu der Zeit hatte ich auch einige Male einige Synkopen (mit Bewusstlosigkeit). Ich wurde dann einige Monate später mit den Mandeln operiert, hatte nach der OP viel Probleme mit Nachblutungen. Danach wars eigentlich gut. Ich habe 4 Kinder bekommen + 1 Fehlgeburt mit Cüretage. Die letzten 2 Schwangerschaften waren schwierig, ich musste liegen und bekam wehenhemmende Mittel über Dauerperfusion (während 3 Monaten !!!) Ich hatte zum Schluss auch einen ZVK, da sie keine peripheren Venen mehr fanden.
Der Kardiologe hat ja ein Herzultraschaller (Doppler) gemacht. Der Herzmuskel sei ganz normal, meinte er. Er stellte nur die beiden Herzklappeninsuffizienzen fest, die Trikuspidalklappen sähen ein wenig verklebt oder leicht vernarbt aus, wie nach einer (kleinen) Entzündung. Er meinte normalerweise würden Strptokokken jedoch eher an die linken Herzklappen gehen. Ich sollte mir keine Sorgen machen, es wäre nicht schlimm und ich bräuchte weder Medikamente noch Prophylaxe.
Eine Blutkultur wurde (wegen de Niere) gemacht, war negativ. Nach der Nephrektomie hatte ich während 3 Monaten eine erhöhte BSG, jetzt ist sie wieder in der Norm. Lungenthoeax und Thorax-CT sind unauffällig, zeigen nur die große Leber und einen großen, luftgefüllten Magen.
Nur leider fühle ich mich nicht wohl , komm mit dem Alltags-stress nur schwer zu recht und ich weiß halt nicht, ob es von der Niere kommt,vom Herzen oder von der Nebenniere (die jetzt zu allem Überfluss zu viel arbeitet, denn ich habe jetzt nach der OP einen erhöhten Cortisol-spiegel). Oder ob ich einfach noch nicht richtig von der OP erholt bin.
Deshalb wollte ich generell Ihre Meinung hören und auch ob eine Rechtsherzinsuffizienz identisch ist mit einer Trikuspidalklappeninsuffizienz Grad 2 ?

Vielen Dank für Ihre Antwort !! Mit besten Grüßen,
Noémie

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09.11.2005, 09:56 Uhr
Antwort

Die Trikuspidalklappeninsuffizienz Grad 2 allein definiert noch nicht die Rechtsinsuffizienz. Dazu müsste noch ein erhöhter Druck im Herzen und / oder eine Vergrößerung oder Pumpschwäche des rechten Herzens kommen. Ihr Kardiologe hat offensichtlich ausführlich zu dem Problem Stellung genommen, ich würde den Aussagen zustimmen.
Gruß
C.Altmann

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