Hallo!
Ich habe gerade den Beitrag schon im Forum innere Medizin reingestellt- habe zu spät gesehen, das es auch ein Herzforum gibt...
Ich bin 29 Jahre alt. Vor 4 Jahren stellte man bei mir einen erhöhten Pulsschlag fest. Nach sämtlichen Untersuchungen (Langzeit-EKG, Belastungs-EKG, Echo..) stellte man die Diagnose, das ich eine Tricuspidalinsuffiziens habe ohne hämodynamische Auswirkung bei einem p-max von 30mmHg und ein hyperkinetisches Herzsyndrom.
Die Therapie mit Metoprolol habe ich abgebrochen, da ich einen generell niedrigen Blutdruck habe und tagsüber mit den ß-Blockern einen Blutdruck von 75:55 hatte. Ich fühlte mich mieß. Daraufhin bekomme ich nun hochdosiert Magnesium und Kalium, welches ich sehr gut vertrage.
Nun war ich heute wieder zur Echo-Untersuchung und mein Internist war gar nicht glücklich mit mir.
Der beschleunigte Herzschlag macht ihm Sorgen. Ansonsten alles unverändert ok.
Eine Schilddrüsenerkrankung konnte man ausschließen.
Ich merke, das ich zunehmend weniger Ausdauer habe und schon beim Treppensteigen mir das Herz am Hals schlägt.
Die Herzattacken kommen vorwiegend nachts.
Letztens hatte ich einen Puls von 120 direkt nach dem Aufwachen. Wenn ich dann aufstehe, normalisiert sich der Herzschlag fast wieder.
Nun zu meiner Frage:
Wie sieht es mit dem Sport aus?? Ich treibe gerne Sport, aber ich habe nun Angst, das es meinem Herz schaden könnte, wo es sowieso soviel arbeiten muß und unter Belastung mein Puls noch höher geht- ist das ein Problem? Sollte ich lieber kürzer treten?
Vielen Dank für Ihre Antwort!

Tachykardie und Sport
Kategorie: Herz-Kreislauf » Expertenrat Herz- und Kreislaufbeschwerden | Expertenfrage

Antwort
Die Trikuspidalinsuffizienz hat vermutlich keine Bedeutung für Ihr Leben. Ich würde Ihnen zu weiterer sportlicher Betätigung raten. Wenn eine solide Basis-Untersuchung abgelaufen ist und keine Gefahr unter Belastung auftritt, nützt Ihnen die sportliche Betätigung auf jeden Fall.
Das Herz kann mit 29 Jahren bei Belastung ruhig bis 200 schlagen, kein Problem, da passiert nichts.
Achten Sie auf genügend Schlaf, genügend Flüssigkeits- und Salzzufuhr und vermeiden sie alle Arten von Drogen und Genussmitteln (Kaffee, Rauchen, Alkohol). Der BetaBlocker schadet mehr als er nützt und sollte nicht eingenommen werden. Vielleicht helfen Ihnen Stützstrümpfe, wenn Sie schwache Venen haben. Denn dann würde Blut in den Beinen versacken, was dann dem Herzen fehlt und zu schnellem Puls führt.
Gruß
C.Altmann