Lieber Herr Experte,
meine Schwiegermutter ist 76 und war letztes Jahr wegen eines kleinen Schlaganfalls im Krankenhaus. Seitdem bekommt sie div. Medikamente.
Sie ist letzte Woche wieder eingeliefert worden, weil sie starke Atembeschwerden hatte. Man hat Wasser in der Lunge festgestellt.
Ausserdem wohl einen schwarzen Fleck auf dem Herzen, anscheinend einen Thrombus (?). Die Ärzte wollen jetzt Marcumar geben in der Hoffnung, damit die Verstopfung aufzulösen. Ansonsten müssten sie einen Bypass legen, was sie gern vermeiden würden.
Es ging ihr schon wieder besser, aber vor 2 Tagen hatte sie wieder ganz starke Atembeschwerden.
Wie hängt Wasser in der Lunge mit einem kleinen Schlaganfall und dem Thrombus zusammen? Muss sie während der gesamten Marcumar-Therapie im Krakenhaus bleiben? Ich habe gelesen, das muss ärztlich streng kontrolliert werden. Warum ist das so?
Was kann da passieren? Wie stehen die Chancen, dass sich ein Thrombus dadurch auflöst?
Ich weiß, dass sie nur allgemeine Auskünfte geben dürfen, man bekommt im Krankenhaus aber kaum jemanden zu sprechen und ich kann die Situation nicht einschätzen und verstehe nicht ganz, wie die Beschwerden zusammen hängen, daher wäre ich für eine Stellungnahme dankbar.
Vielen Dank
MfG
I. Richter
Marcumar zur Auflösung Thrombus
Kategorie: Herz-Kreislauf » Expertenrat Herz- und Kreislaufbeschwerden | Expertenfrage
Antwort
Ihre Angaben sind für mich nicht schlüssig.
Ein Blutgerinnsel im Herzen kann Teile abgeben, die dann im Gehirn einen Schlaganfall hervorrufen (sogenannte Embolie). Die richtige Behandlung ist Marcumar. Die Aufsättigung dauert ca. 1 Woche, dann kann der Patient vom Hausarzt weiter betreut werden und muss alle paar Wochen zur Blutkontrolle. Die Erfolgsaussichten sind gut, dass das Gerinnsel sich unter Marcumar auflöst.
Die Fragen einer Bypaß-Operation und Wasser in der Lunge sind davon unabhängig.
Gruß
C. Altmann