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Grenzwertiger ventrikel durch extrasystolen?

Kategorie: Herz-Kreislauf » Expertenrat Herz- und Kreislaufbeschwerden | Expertenfrage

24.08.2020 | 16:42 Uhr

Hallo, 

 

Ich habe vor 10 Wochen meinen zweiten Sohn geboren und hatte breits während der Schwangerschaft mit sehr viele extrasystolen aus der Kammer zu kämpfen. (13500 in 24h). Als das lzekg gemacht wurde war ich 10. Woche ca und das Herz Ultraschall war unauffällig. Nun war ich gestern zur Kontrolle, allerdings bei einem anderen arzt. Dieser hat erneut ein Echo gemacht und festgestellt, dass der linke ventrikel meines Herzens wohl Grenzwertig gross sei. (Er hat zwei mal gemessen, einmal 5,5 und einmal 6,2 cm diastolisch) er meinte, die Grenze liegt wohl bei 6cm!? 

 

Was bedeutet das nun.. Ist es nicht "Normal" das sich das Herz durch die schwangerschaft vergrößert? Oder ist es ein Zeichen dafür, dass es meinem Herzen zu schaffen macht, laufend so viele extrasystolen zu haben...? Er meinte, es sei nicht möglich zu sagen ob die extrasystolen zum Vergrößerten ventrikel geführt haben oder andersrum. 

Abgesehen vom ventrikel war alles total unauffällig. 

Ich hatte eigentlich gedacht, die extrasystolen kommen durch die Hormone und gehen nach der schwangerschaft wieder weg oder werden wenigstens weniger.. Aber bisher sieht es nicht so aus. Allerdings stille ich auch voll und befinde mich natürlich noch in der Umstellung nach der ss. Wie ist ihre Einschätzung? Muss ich mir im den vergrößerten ventrikel sorgen machen? So an sich geht es mir ja gut. Klar bin ich noch nicht wieder total fit und leistungsfähig aber mein Körper erholt sich ja auch noch von dem Kaiserschnitt von vor 10 Wochen..

 

Im November soll ich ein neues Langzeit ekg machen und wenn es noch immer so viele extrasystolen sind zur ablation??!! Ist das wirklich nötig bei dem Befund? 

 

 

 

Vielen Dank. 

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24.08.2020, 21:24 Uhr
Antwort

Nachtrag : 

Blutdruck ist im normalen bereich, kein Hochdruck! Aber ich bin Übergewichtig (100 Kilo auf 174) bin grade dabei abzunehmen, durch die beiden schwangerschaften ist es zu viel geworden. Kann das abnehmen helfen? Und kann sich die Größe des ventrikels wieder regulieren? Danke!

Lifeline Gesundheitsteam
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30.08.2020, 00:49 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Lenalinus26,

entschuldigen Sie bitte die späte Antwort.
Per se besteht bei einer strukturellen Veränderung des Herzens und gleichzeitig bestehenden Rhythmusstörungen fast immer dieses Problem: es lässt sich nicht klären, was von beidem Ursache und was Folge ist, vorstellbar ist beides.
Die häufigen Extrasystolen sind tatsächlich ein langfristiger Risikofaktor für verschiedene Gefahren, deswegen ist eine Behandlung sinnvoll. Die Ablation hat dabei den riesigen Vorteil, dass man dadurch nicht langfristig auf Medikamente angewiesen ist.
Außerdem ist die Behandlung der Vergrößerung deswegen sinnvoll, damit sich die Vergrößerung nicht fortsetzt. Diese würde sonst unweigerlich irgendwann zu einer Herzschwäche führen.
Es ist sicherlich hilfreich, dass Sie versuchen, abzunehmen. Die Untersuchung im November ist sicherlich auch zielführend. Zumindest sollte längerfristig beobachtet werden, wie sich die Symptomatik entwickelt.
Sollten sich im Verlauf weitere Befunde ergeben, sind wir gerne wieder für Sie da.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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