Ergebnis Langzeit-EKG

Kategorie: Herz-Kreislauf » Expertenrat Herz- und Kreislaufbeschwerden | Expertenfrage an Experte-Schaps

01.05.2013 | 00:53 Uhr

Hallo Herr Schaps,

ich dachte mir, ich mache mal ein neues "Fenster" auf, weil das alte doch schon aus recht vielen Kommentaren besteht.
Donnerstag habe ich ein Gespräch mit dem Hausarzt, der dann hoffentlich - wie Sie so schön sagten - "die Fäden in der Hand hält".

Heute hatte ich die Besprechung des Langzeit-EKGs mit meinem Internisten. Ich habe mir den Summenbericht geben lassen und würde Ihnen gerne alle Zahlen daraus schicken:

Dauer: 22:55 h (Batterie war eine Stunde zu früh leer)

Ventrikläre Ectopy:
Gesamt Ereignisse: 0
VES: 0
Bigeminus: 0
Trigeminus: 0
Couplet: 0
Triplet: 0
V. Tachykardie: 0
Fusion: 0
SVES: 0
SVES RUN: 0
Tachykardie: 365
Bradykardie: 0
Pause: 0
ST-Hebung: 0
ST-Senkung: 0
Schrittmacher: 0
Vorhofflimmern: 0

Heart Rate Variability:
SDNN(ms): 153.57
SDANN(ms): 247.58
RMSSD(ms): 105.13
HFV triang index: 17.98
ULF[0-0.003Hz]: 101.22
VLF[0.003-0.04Hz]: 375.22
LF[0.04-0.15Hz]: 181.88
HF[0.15-0.4Hz]: 115.14

Herzfrequenz:
Schläge gesamt: 128244
Mittlere HF: 92
Max HF: 168 (beim Tanzen um 18:35 Uhr)
Min HF: 59 (beim Schlafen um 05:10 Uhr)
Min RR(ms): 187
Max RR(ms): 2656

Anzahl Tachykardien:
08:00 Uhr: 49
09:00 Uhr: 37
10:00 Uhr: 40 (bis hier: Einkaufen)
11:00 Uhr: 27
12:00 Uhr: 31
13:00 Uhr: 31 (bis hier: Haushalt)
14:00 Uhr: 17
15:00 Uhr: 16
16:00 Uhr: 6
17:00 Uhr: 19
18:00 Uhr: 14 (bis hier: Schreibtisch)
19:00 Uhr: 17
20:00 Uhr: 14 (bis hier: Tanzen)
21:00 Uhr: 7
22:00 Uhr: 1 (bis hier: Sofa)
23:00 Uhr: 19
00:00 Uhr: 14 (bis hier: Haushalt, Schlafengehen)
01:00 Uhr bis 06:00 Uhr: 0 (Schlafen)

Befund:
Sinusrhythmus; LOWN 0

Was meinen Sie dazu?
Mein Internist meinte, er würde gerne mal noch einen Schilddrüsenultraschall machen, weil mein TSH-Wert zwar ok war, aber eher Richtung Überfunktion (TSH: 0,74), die Durchschnittsfrequenz schon recht hoch sei und ich in letzter Zeit ja auch viel abgenommen habe (aber meiner Meinung nach hatte ich auch durch die Unverträglichkeiten und die depressive Stimmung weniger Appetit, was jetzt aber besser geworden ist). Sport mache ich ja eigentlich (Tanzen, Yoga, joggen). Was meinen Sie dazu?

Und noch eine Frage: Mein Internist hat nachgefragt, wie es so um die ganzen Unverträglichkeiten momentan steht. Ich meinte, mit der Lactosemalabsorption komme ich gut klar, Sorbit ist auch nicht so schlimm, Fructose klappt irgendwie noch nicht so gut. Bei jeder kleinsten Menge wird mir immer noch schlecht. Ich habe jetzt einmal ein winziges bisschen Sauerkirschsaft probiert (ich kann kein Wasser mehr sehen!), ging aber gar nicht. Von Obst geht nur Banane ein kleines bisschen, Salat geht super, Paprika ist schon wieder schwieriger, aber alles, wo Saccharose drin ist, ist auch schon wieder ein Problem, obwohl er mir erklärte, die Glucose müsste das ausgleichen. Mir wird aber bei Keksen z.B.(ohne Lactose!) trotzdem schlecht. Daraufhin meinte er, das wäre aber nicht normal und ich soll das mal bis Juli beobachten und wenn es dann nicht besser wird, möchte er sich mal den Magen anschauen. Was meinen Sie? Ich glaube schon, dass das normal ist bei Fructosemalabsorption?! Der Fructose-Atemtest war auch der schlimmste für mich (Übelkeit, Völlegefühl, Bauchschmerzen, Durchfall den ganzen Tag über). Kann das normale Saccharose wirklich nicht betreffen wegen der Glucose???
Darmflora aufbauen über mindestens einen Monat hält er auch für sinnvoll, wie der Frauenarzt das ja auch schon meinte.

Danke Ihnen wieder!
Viele Grüße
Blümchen

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Bisherige Antworten
Experte-Schaps
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05.05.2013, 20:23 Uhr
Antwort von Experte-Schaps

Guten Tag,

das Lz-EKG ist ja hervorragend und somit ein Normalbefund.

Die Kontrolle der Schildrüsensonographie ist sicherlich sinnvoll, wenn ich mir persönlich auch keinen großen Zugewinn an Erkenntnis davon verspreche, da die Werte ja eigentlich recht gute waren. Die Herzfrequenz wird sich erst im Verlauf einpendeln.

Ja - sehe dies bezüglich der Fructose auch so. Eine Gastroskopie halte ich hier über das Ziel hinaus geschossen. Geben Sie der Darmflora Zeit - dies kann sogar mehr als einen Monat dauern!

"Herzlicher Gruß",

Ihr

Klaus-Peter Schaps

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06.05.2013, 00:00 Uhr
Kommentar

Hallo Herr Schaps,

vielen Dank wieder für Ihre ausführlichen Antworten. Hat mich sehr gefreut.

Ich bin auch sehr glücklich, dass das LZ-EKG so gut war :-) Zwischendurch mal eine gute Nachricht tut eben gut!
Der Internist meinte eben nur, mein Herz wäre schon ein bisschen schnell unterwegs. Sehen Sie das auch so? Ist ein Mittelwert von 92/min so "schlecht"? Das war ja jetzt OHNE Bisoprolol, weil ich das damals ja nach 2 Wochen wieder absetzen sollte, weil der Puls dann dauerhaft bei 50-60 lag und v.a. mein Blutdruck total im Keller war, mir schwindelig war und ich dauernd hätte schlafen können. Der Internist hat auch vorgeschlagen, das jetzt mal ohne Bisoprolol so zu lassen, nachdem er mich gefragt hatte, wie es denn mit Betablocker war und ich gesagt habe schrecklich.

Ich denke auch, ich sollte weiterhin die Darmflora aufbauen. und dann wird das schon werden. Ich hatte außerdem schon einmal eine Gastroskopie (vor etwa 5-7 Jahren) und weiß, dass ich eine leichte chronische Gastritis Typ C habe. Das kann ja auch daran liegen...

Und jetzt muss ich leider noch einmal ausführlich werden, weil ich ja das Gespräch mit meiner Hausärztin hatte, das mich auch sehr weiter gebracht hat: Sie kennt mich und die ganze Familie schon sehr lange und gut und ist hier auch eine begehrte Ärztin, in sofern denke ich, dass sie das sehr gut beurteilen kann. Sie hat sich mit fast 30 Minuten wirklich sehr, sehr viel Zeit für mich genommen und sich alle Ergebnisse (alle Hormonwerte, beide Blutbilder, LZ-EKG) ganz genau angeschaut. Sie sieht das eigentlich ähnlich wie Sie: Sie meint, die depressive Stimmung und auch das Herzrasen, das ich aber ja jetzt mit 140 oder so nicht mehr hatte, wäre bei mir alles hormonell bedingt, auch wenn die erste Frauenärztin, bei der ich war, gemeint hat, durch erhöhte männliche Hormone wird man nicht depressiv. Sie meint auch, die Schilddrüsensonographie soll ich mal noch machen lassen, aber sie glaubt auch nicht, dass dabei was heraus kommt. Sie meint, man würde merken, dass ich psychisch schon ausgeglichener wäre und hält die Pille deshalb für richtig und meint, ich sollte sie auf keinen Fall so schnell absetzen. Das Laif würde sie weglassen, weil sie 1.eben glaubt, es kommt sowieso von den Hormonen und 2.ist sie gegen die Kombi Pille und Johanniskraut. Sie würde aber auch die Globuli nicht nehmen. Darmfloraaufbau findet sie auch gut. Dann hat sie mir noch ans Herz gelegt, mal noch meinen Vitamin D-Spiegel überprüfen zu lassen, auch wenn das keine Kassenleistung ist, weil sie meinte, Vitamin D wäre sehr wichtig und nach dem langen Winter und gerade auch wegen der depressiven Phase, wäre ein Mangel bei mir durchaus denkbar und dann sollten wir den ausgleichen. Ergebnis bekomme ich am Dienstag. Folsäurezufuhr wegen der Pille ist gut - sagt sie. Psychotherapie hält sie auf keinen Fall für nötig (abgesehen davon würde es auch wirklich meine Verbeamtung in ein paar Jahren sehr gefährden, wenn nicht unmöglich machen). Sie meint, das wäre bei mir organisch bedingt und sie kennt natürlich auch mein Umfeld und meint, das fängt das schon ab, was wohl auch stimmt. Mein Freund und meine Mutter sind wirklich jederzeit für mich da und haben mit Sicherheit auch ihren Teil dazu beigetragen, dass es mir wieder viel besser geht. Verlaufskontrolle und MRT wegen dem hohen Prolaktin hält sie für absolut notwendig, wobei sie meint, ich sollte mir nicht zu viele Gedanken über ein Hypophysenadenom machen, weil sie es, da der Wert konstant geblieben ist, für nicht so wahrscheinlich hält. Sie meint trotzdem, dass man den Wert dann auch ohne momentanen Kinderwunsch mit Abstillmitteln senken sollte, weil er ja vielleicht auch zu meiner „Unausgeglichenheit“ beiträgt.

Jetzt noch 3 Fragen an Sie:
1. Was halten Sie von dieser abschließenden Meinung meiner Hausärztin und den Zusammenhängen, die sie so zieht? Ich habe das Gefühl, der „rote Faden“ ist jetzt wieder da.
2. Bezüglich Dosierung Folsäure habe ich jetzt 100 verschiedene Meinungen: Der Frauenarzt meinte, ich soll Folsan 5 mg nehmen, meine Hausärztin meinte, das wäre etwas viel und ich soll das nur alle 2 Tage nehmen. Die Apothekerin hat sich sehr gewundert, dass ich Folsan 5 mg zur Pille dazu nehmen wollte und meinte, das wäre eigentlich nur für erwiesenen Folsäuremangel und sie fände 400µg Folsäure + 400 µg Metafolin von Taxofit besser. Habe jetzt aus Verwirrung mal noch gar nichts gekauft und gesagt, ich überlege es mir. Im Internet liest man, 400-800µg reichen sogar bei Frauen mit Kinderwunsch aus. Kann man Folsäure denn überdosieren? Was meinen Sie, wie viel ich nehmen sollte? Gedacht ist sie bei mir ja wohl wegen der Einnahme der Pille und der Unverträglichkeiten.
3. Würden Sie den Prolaktinwert auch senken, wenn er im Juli immer noch so hoch ist, auch ohne momentanen Kinderwunsch?
Vielen Dank wieder für Ihre unermüdliche Geduld, mir immer wieder zu helfen!
Viele liebe Grüße von Blümchen

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17.05.2013, 16:44 Uhr
Kommentar

Hallo Herr Schaps!

Ich brauche Sie schon wieder, auch wenn noch eine andere Frage von mir offen ist bzw. brauche Sie hoffentlich nicht mehr oft, denn es sind außer Schilddrüsenultraschall und Prolaktinkontrolle und Eierstockultraschallkontrolle wegen dem PCO alle Untersuchungen abgeschlossen, man glaubt es kaum :-)
Mein Vit-D-Spiegel ist da. Das steht auf dem Laborblatt:

Vitamin D (25-OH-D): 13.2 µg/l (-)
toxisch: größer 100 µg/l
optimal: 40.0-60.0 µg/l
ausreichend: 30.0-40.0 µg/l
Mangel: 20.0-30.0 µg/l
schwerer Mangel: kleiner 20 µg/l
Aufgrund des vorliegenden Vitamin D Mangels kann eine Substitution (z.B. Dekristol 20.000 I.E., 1 Kapsel pro Woche) empfohlen werden. Unter Therapie sollte die Vitamin D Konzentration regelmäßig kontrolliert werden, um ggbf. Dosisanpassungen vornehmen zu können.

Meine Hausärztin meinte, das wäre sicherlich auch eine Ursache für die depressive Stimmung. Sie hat jetzt für mich ausgerechnet, wie viel ich nehmen soll (sie meinte das geht nach Gewicht; ich bin 1.59m, wiege 51 kg): Sie meinte, zum Ausgleich 14 Tage lang jeweils eine Gelkapsel vom Dekristol 20.000 und danach 4 Kapseln im Monat (also eben 1 pro Woche).

Dazu hätte ich die ersten Fragen:
1. Meinen Sie, das passt so?
2. Würden Sie den Spiegel mal kontrollieren lassen? Wenn ja, wann? Ich würde das schon machen, allerdings nur, wenn es für nötig empfunden wird, da die Kasse das ja nicht zahlt.
3. Würden Sie die Rechnung bei erwiesenem Vit-D-Mangel wie bei mir versuchen bei der KK einzureichen?

Zweites und letztes Anliegen: Das dürfte voll Ihr Bereich sein als Internist: Meine Hausärztin fand es im abschließenden Gespräch ja auch sinnvoll, die Darmflora aufzubauen (wegen Unverträglichkeiten, Infektanfälligkeit, Scheidenpilz usw). Von meinem FA bekam ich dazu ja dieses Mucosa Formula für 4 Wochen (hauptsächlich L-Glutamin aber auch Zink, Selen, Pantothensäure, Grüner Tee Extrakt usw). Meine Hausärztin meint aber, es macht mehr Sinn, erst die Darmflora mit probiotischen Kulturen 7 Wochen lang aufzubauen (z.B. Omniflora) und erst dann werden Nährstoffe gut verwertet. Deshalb sollte ich anschließend 7 Wochen Immunkeime (E.coli usw) nehmen (z.B. Prosymbioflor Tropfen). Das Mucosa Formula von meinem FA ist jetzt fast leer. Würden Sie jetzt dann an meiner Stelle umsteigen auf den Vorschlag meiner Hausärztin, also 7 Wochen Omniflora und 7 Wochen Prosymbioflor? Ihrer Meinung nach wäre das Mucosa Formula ja dann sowieso fast schon "umsonst" gewesen, weil der Darm die Nährstoffe nicht verwerten kann?! Falls es für Ihre Beurteilung wichtig ist, wie ich das Mucosa Formula fand: Meine Darmflora ist glaube ich nicht schlechter geworden, aber auch nicht viel besser, vielleicht ein wenig.... Dazu würde mich Ihre Meinung/ein Vorschlag mal noch interessieren.

Vielen, vielen Dank.
Ich hoffe, ich muss Sie jetzt dann nicht mehr so oft stören und zutexten :-)
Ein schönes Pfingstwochenende!!!
Viele liebe Grüße von Blümchen!

Experte-Schaps
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05.05.2013, 20:24 Uhr
Antwort von Experte-Schaps

Guten Tag,

diese Frage habe ich bereits beantwortet.

"Herzlicher Gruß",

Ihr

Klaus-Peter Schaps

Experte-Schaps
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20.05.2013, 19:49 Uhr
Antwort von Experte-Schaps

Guten Tag,

1. Meinen Sie, das passt so?

Ja - würde ich auch so empfehlen und passt sehr gut in Diagnostik und Konzept.

2. Würden Sie den Spiegel mal kontrollieren lassen? Wenn ja, wann? Ich würde das schon machen, allerdings nur, wenn es für nötig empfunden wird, da die Kasse das ja nicht zahlt.

Ja - würde ich in ca. 3 Monaten kontrollieren lassen. Wenn der Spiegel dann im Normbereich ist, können Sie die Kontrollintervalle verlängern.

3. Würden Sie die Rechnung bei erwiesenem Vit-D-Mangel wie bei mir versuchen bei der KK einzureichen?

Ja - auf jeden Fall probieren.

Zweites und letztes Anliegen: Das dürfte voll Ihr Bereich sein als Internist: Meine Hausärztin fand es im abschließenden Gespräch ja auch sinnvoll, die Darmflora aufzubauen (wegen Unverträglichkeiten, Infektanfälligkeit, Scheidenpilz usw). Von meinem FA bekam ich dazu ja dieses Mucosa Formula für 4 Wochen (hauptsächlich L-Glutamin aber auch Zink, Selen, Pantothensäure, Grüner Tee Extrakt usw). Meine Hausärztin meint aber, es macht mehr Sinn, erst die Darmflora mit probiotischen Kulturen 7 Wochen lang aufzubauen (z.B. Omniflora) und erst dann werden Nährstoffe gut verwertet. Deshalb sollte ich anschließend 7 Wochen Immunkeime (E.coli usw) nehmen (z.B. Prosymbioflor Tropfen). Das Mucosa Formula von meinem FA ist jetzt fast leer. Würden Sie jetzt dann an meiner Stelle umsteigen auf den Vorschlag meiner Hausärztin, also 7 Wochen Omniflora und 7 Wochen Prosymbioflor? Ihrer Meinung nach wäre das Mucosa Formula ja dann sowieso fast schon "umsonst" gewesen, weil der Darm die Nährstoffe nicht verwerten kann?! Falls es für Ihre Beurteilung wichtig ist, wie ich das Mucosa Formula fand: Meine Darmflora ist glaube ich nicht schlechter geworden, aber auch nicht viel besser, vielleicht ein wenig.... Dazu würde mich Ihre Meinung/ein Vorschlag mal noch interessieren.

Ja - ich mache es genau so, wie Ihre Hausärztin und würde dementsprechend auch zu diesem Vorgehen raten.

"Herzlicher Gruß",

Ihr

Klaus-Peter Schaps

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21.05.2013, 10:49 Uhr
Kommentar

Hallo Herr Schaps,

vielen Dank für Ihre letzte Antwort!

Habe mit dem Vit-D-Ausgleich schon begonnen und fühle mich tatsächlich schon ausgeglichener. Werde die Rechnung bei der KK einreichen und den Spiegel in 3 Monaten kontrollieren lassen.

Ich glaube allerdings, dass Sie meine Nachricht vorher offensichtlich nicht bekommen hatten, denn ich hatte vohrer noch 3 Fragen gestellt. Nicht so schlimm, ich stelle sie einfach noch einmal. Vorneweg: Meine Hausärztin hat mit mir ja noch einmal ein "ganzheitliches Gespräch" geführt und meinte, dass sie glaubt, bei mir käme sowohl die depressive Stimmung als auch das Herzrasen (das aber ja schon viel besser ist) von den Hormonverschiebungen und sie würde die Pille deshalb für sehr wichtig und fast schon ausreichend halten. Sie würde an meiner Stelle also Pille, Omniflora, Vitamin D und Folsäure wegen der Pille nehmen und kein Laif mehr, keine Globuli.
Allerdings hält sie es für wichtig, das Prolaktin zu beobachten und evtl. das MRT durchführen zu lassen (im Juli). Den Schilddrüsenultraschall meint sie - genauso wie Sie - soll ich mal noch machen lassen, aber sie glaubt auch nicht, dass was dabei herauskommt.

Jetzt noch 3 Fragen an Sie:
1. Was halten Sie von dieser abschließenden Meinung meiner Hausärztin und den Zusammenhängen, die sie so zieht? Ich habe das Gefühl, der „rote Faden“ ist jetzt wieder da.
2. Bezüglich Dosierung Folsäure habe ich jetzt leider trotzdem 100 verschiedene Meinungen: Der Frauenarzt meinte, ich soll Folsan 5 mg nehmen, meine Hausärztin meinte, das wäre etwas viel und ich soll das nur alle 2 Tage nehmen. Die Apothekerin hat sich sehr gewundert, dass ich Folsan 5 mg zur Pille dazu nehmen wollte und meinte, das wäre eigentlich nur für erwiesenen Folsäuremangel und sie fände 400µg Folsäure von Hexal besser. Habe jetzt aus Verwirrung mal noch gar nichts gekauft und gesagt, ich überlege es mir. Im Internet liest man, 400-800µg reichen sogar bei Frauen mit Kinderwunsch aus. Kann man Folsäure denn überdosieren? Was meinen Sie, wie viel ich nehmen sollte? Gedacht ist sie bei mir ja wohl wegen der Einnahme der Pille und der Unverträglichkeiten. Folsäurespiegel vorher bestimmen zu lassen ist halt auch wieder keine Kassenleistung...
3. Würden Sie den Prolaktinwert auch senken, wenn er im Juli immer noch so hoch ist, auch ohne momentanen Kinderwunsch? Wäre ja eigentlich fast logisch, wenn er auch mit der depressiven Stimmung/dem schnellen Puls zusammenhängt?! Dann sollte man ihn senken oder sehe ich das falsch? Letztendlich sollte das natürlich mein FA dann nach dem MRT entscheiden.

Vielen Dank wieder für Ihre unermüdliche Geduld, mir immer wieder zu helfen!
Viele liebe Grüße!

Experte-Schaps
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23.05.2013, 10:18 Uhr
Antwort von Experte-Schaps

Guten Tag,

1. Was halten Sie von dieser abschließenden Meinung meiner Hausärztin und den Zusammenhängen, die sie so zieht? Ich habe das Gefühl, der ?rote Faden? ist jetzt wieder da.

ja - kann dem voll zustimmen - ein Auslassversuch des Laif ist jetzt sicherlich auch möglich.

2. Bezüglich Dosierung Folsäure habe ich jetzt leider trotzdem 100 verschiedene Meinungen: Der Frauenarzt meinte, ich soll Folsan 5 mg nehmen, meine Hausärztin meinte, das wäre etwas viel und ich soll das nur alle 2 Tage nehmen. Die Apothekerin hat sich sehr gewundert, dass ich Folsan 5 mg zur Pille dazu nehmen wollte und meinte, das wäre eigentlich nur für erwiesenen Folsäuremangel und sie fände 400µg Folsäure von Hexal besser. Habe jetzt aus Verwirrung mal noch gar nichts gekauft und gesagt, ich überlege es mir. Im Internet liest man, 400-800µg reichen sogar bei Frauen mit Kinderwunsch aus. Kann man Folsäure denn überdosieren? Was meinen Sie, wie viel ich nehmen sollte? Gedacht ist sie bei mir ja wohl wegen der Einnahme der Pille und der Unverträglichkeiten. Folsäurespiegel vorher bestimmen zu lassen ist halt auch wieder keine Kassenleistung...

Folsäure 5mg alle 2 Tage ist in ihrem Falle sicherlich volkommen ausreichend.


3. Würden Sie den Prolaktinwert auch senken, wenn er im Juli immer noch so hoch ist, auch ohne momentanen Kinderwunsch? Wäre ja eigentlich fast logisch, wenn er auch mit der depressiven Stimmung/dem schnellen Puls zusammenhängt?! Dann sollte man ihn senken oder sehe ich das falsch? Letztendlich sollte das natürlich mein FA dann nach dem MRT entscheiden.

ich denke, hier warten wir ab, wie der Wert dann letztendlich tatsächlich ist.

"Herzlicher Gruß",

Ihr

Klaus-Peter Schaps

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23.05.2013, 14:07 Uhr
Kommentar

Hallo Herr Schaps,

danke für Ihre schnelle Antwort! Super, dann nehme ich jetzt also: Pille (Jennifer 35), Folsan 5 mg alle 2 Tage, Dekristol 20.000 I.E. 14 Tage zum Ausgleich, dann einmal pro Woche, 7 Wochen Omniflora, anschließend 7 Wochen Prosymbioflor. Bin sehr erleichtert, dass das jetzt alles "geklärt ist", ich mich endlich wieder mehr meinem Studium widmen kann (das wurde auch Zeit!!!) und ich habe auch schon das Gefühl, ausgeglichener zu sein. Da sieht man mal, was Hormone so alles anrichten können.... Man sollte ihre Macht nicht unterschätzen!
Jetzt hätte ich noch vier allerletzte Fragen, bevor ich Sie dann hoffentlich erst einmal nicht mehr brauche:
1. Die Infektanfälligkeit ist bisher leider irgendwie nicht besser. Bin schon wieder total erkältet. Bisher noch ohne Fieber (was bei mir schon was Besonderes ist, habe fast immer gleich Fieber). Kann ich zu den Medikamenten von oben Nasic (Nasenspray), Esberitox und Soledum problemlos kombinieren? Und falls noch Fieber dazu kommt auch Paracetamol? Sollte kein Problem sein, oder? Ich sollte wahrscheinlich in den nächsten Tagen auch Joggingpause einlegen?!
2. Und kann die Infektanfälligkeit auch irgendwie von der gestörten Darmflora kommen (durch die Malabsorptionen z.B.) oder hat das damit gar nicht zu tun? Weil dann könnte das ja mit zunehmendem Aufbau besser werden?!
3. Fructose ist bei mir am schlimmsten: Es heißt ja immer, wer Fructose nicht verträgt, kann Haushaltzucker wegen der Glucose, die die Fructose besser verträglich macht, trotzdem essen. Ich weiß, hier geht Probieren über Studieren. Aber ich habe letztens einen Kuchen nur mit Traubenzucker und Stevia gebacken (habe die Menge, die ich dann brauche, genau ausgerechnet) und ich hatte kein Völlegefühl, Übelkeit, Bauchschmerzen etc. Und wenn ich aber etwas mit viel normalem Zucker esse (z.B. mal einen Pudding, extra mit lactosefreier Milch und Sahne, aber eben mit Saccharose!) dann kriege ich totale Bauchschmerzen. Ziehe ich jetzt nur diese Zusammenhänge oder kann das schon tatsächlich sein? Das wäre aber gar nicht schön.... es ist in so vielen Sachen Saccharose....
4. Darf ich mich dann Anfang Juli bei Ihnen mit neuen Ergebnissen melden, wenn Schilddrüsenultraschall, Eierstockultraschall-Kontrolle und Prolaktinkontrolle gemacht wurden? Sie haben mir immer so gute Ratschläge gegeben! Dafür an der Stelle vielen, vielen Dank!
Viele liebe Grüße
Blümchen

Experte-Schaps
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31.05.2013, 18:00 Uhr
Antwort von Experte-Schaps

Guten Tag,

1. Die Infektanfälligkeit ist bisher leider irgendwie nicht besser. Bin schon wieder total erkältet. Bisher noch ohne Fieber (was bei mir schon was Besonderes ist, habe fast immer gleich Fieber). Kann ich zu den Medikamenten von oben Nasic (Nasenspray), Esberitox und Soledum problemlos kombinieren? Und falls noch Fieber dazu kommt auch Paracetamol? Sollte kein Problem sein, oder? Ich sollte wahrscheinlich in den nächsten Tagen auch Joggingpause einlegen?!

ja - diese Medikamente können Sie problemlos kombinieren. Treiben Sie lieber für die nächsten Tage weniger Sport.

2. Und kann die Infektanfälligkeit auch irgendwie von der gestörten Darmflora kommen (durch die Malabsorptionen z.B.) oder hat das damit gar nicht zu tun? Weil dann könnte das ja mit zunehmendem Aufbau besser werden?!

ja - hier besteht sicherlich ein Zusammenhang.

3. Fructose ist bei mir am schlimmsten: Es heißt ja immer, wer Fructose nicht verträgt, kann Haushaltzucker wegen der Glucose, die die Fructose besser verträglich macht, trotzdem essen. Ich weiß, hier geht Probieren über Studieren. Aber ich habe letztens einen Kuchen nur mit Traubenzucker und Stevia gebacken (habe die Menge, die ich dann brauche, genau ausgerechnet) und ich hatte kein Völlegefühl, Übelkeit, Bauchschmerzen etc. Und wenn ich aber etwas mit viel normalem Zucker esse (z.B. mal einen Pudding, extra mit lactosefreier Milch und Sahne, aber eben mit Saccharose!) dann kriege ich totale Bauchschmerzen. Ziehe ich jetzt nur diese Zusammenhänge oder kann das schon tatsächlich sein? Das wäre aber gar nicht schön.... es ist in so vielen Sachen Saccharose....

nein - leider sehen Sie dies richtig - in Ausnahmefällen ist dies leider so möglich - auch, wenn es selten so vorkommt.

4. Darf ich mich dann Anfang Juli bei Ihnen mit neuen Ergebn
issen melden, wenn Schilddrüsenultraschall, Eierstockultraschall-Kontrolle und Prolaktinkontrolle gemacht wurden? Sie haben mir immer so gute Ratschläge gegeben! Dafür an der Stelle vielen, vielen Dank!

ja - gerne.

"Herzlicher Gruß,

Ihr

Klaus-Peter Schaps

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03.06.2013, 21:54 Uhr
Kommentar

Hallo Herr Schaps,

vielen lieben Dank für Ihre letzte Antwort. Überhaupt wollte ich mich einfach noch einmal kurz bedanken, dass Sie mir seit etwa 3 Monaten jede Woche kompetent geantwortet haben. Hat mir sehr geholfen!

Und ich bin auch sehr froh, dass die 10000 Untersuchungen wenigstens erfolgreich waren und die Ursache im Bereich der Hormone bzw. der Darmflora gefunden wurde. Dank Pille und Vitamin D bin ich auch wirklich ausgeglichener jetzt. Und die Darmflora wird schon auch noch besser werden, das braucht eben etwas Geduld!

Bis in ca. 4 Wochen im Juli dann mit den Ergebnissen von Schilddrüsenultraschall, Eierstockultraschall und Prolaktinkontrolle!

Herzlichen Dank! Eine gute Zeit bis dahin!
Viele Grüße!

Experte-Schaps
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09.06.2013, 08:16 Uhr
Antwort von Experte-Schaps

Guten Tag,

gerne und Danke gleichfalls.

"Herzlicher Gruß",

Ihr

Klaus-Peter Schaps

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