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Bradyarrhythmie

Kategorie: Herz-Kreislauf » Expertenrat Herz- und Kreislaufbeschwerden | Expertenfrage

15.02.2012 | 10:28 Uhr

Hallo,

ich habe seit Wochen Bradykardien, sehr unregelmäßig. Ich beobachte auf dem EKG-Monitor Frequenzen zwischen 29 und 50. Es springt hin und her. Ich bin schlapp uns antriebslos und habe Druck auf der Brust. Das hält meist in den Morgenstunden lange an-heute irgendwie besonders schlimm. Ab Mittags werden die Bradys meist rhythmisch oder auch zeitweise Normalfrequenzen. Nachts keine größeren Probleme, außer einzelne Bradys und viele fehlende P-Kurven, die sicher woanders zu finden sind.
Was soll ich machen? Bin ich in Gefahr? Kardiologisch bin ich durchuntersucht und man meinte es wäre nicht so schlimm und haben viele. Aber ich fühle mich nicht wohl und habe angst, dass die Frequenz zu weit nach unten geht. Nebenbei habe ich auch noch Denkprobleme-glaube hier wird so einiges nicht richtig durchblutet.

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Experte-Schaps
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24.02.2012, 05:43 Uhr
Antwort von Experte-Schaps

Guten Tag,

nein - der Frequenzbereich in dem Sie sich bewegen ist noch in Ordnung und es besteht kein Anlass zur Sorge!

Lasen Sie doch bitte ein Langzeit-EKG durchführen, um zu schauen, wie weit die Frequenz in der Nacht absinkt - bitte melden Sie sich danach gerne wieder bei mir.

Herzlicher Gruß,

Ihr

Klaus-Peter Schaps

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25.02.2012, 12:38 Uhr
Antwort

wurde schon 2X gemacht. nachts in einer Messung unter 30, am Tage während der Arbeit (Stress) das niedrigste über einen längeren Zeitraum um die 38- dabei Schwindel, schwarz vor Augen. Die Frequenzen sind laut Kardiologe zu niedrig und arrhythmisch. Nur die nächtlichen fehlenden P-Kurven haben keinen krankheitswert.

Experte-Schaps
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26.02.2012, 02:30 Uhr
Antwort von Experte-Schaps

Guten Tag,

OK - und nun?

Konsequenz des Kardiologen?

Medikation?

Herzschrittmacher?

Was hat der Kardiologe, der die Krankheit fest gestellt hat den dazu gesagt?

Herzlicher Gruß,

Ihr

Klaus-Peter Schaps

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27.02.2012, 02:16 Uhr
Antwort

nichts, was mich weiter bringt. bradikasierende Medikamente sind zu vermeiden. Ab 2000 ms Pause oder auch bei Schwindel kann man Schrittmacher einbauen, wenn symptomatisch. Ich liege bei 1950 ms und habe Schwindel. Er riet dringend zum Herzschrittmacher. Verantwortung wurde dann aber an eine OÄ abgegeben, die nicht einmal über mein Problem bescheid wußte. Kurzen Blick auf meine Gesamt-EKG-Auswertung. Mittlere Herzfrequenz liegt bei 50 und das sei wunderbar, so ihre Aussage. Dass die Frequenz sogar bei Stress auf 38 heruntergeht hat sie wohl nicht gesehen-keine Ahnung. Was haben Sie doch für ein gesundes Herz. Mag ja sein. Aber das möchte doch bitte so funktionieren, dass ich existieren kann.

Experte-Schaps
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03.03.2012, 03:52 Uhr
Antwort von Experte-Schaps

Guten Tag,

was spräche gegen einen Herzschrittmacher, um zumindest das Problem zu lösen?

Herzlicher Gruß,

Ihr

Klaus-Peter Schaps

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04.03.2012, 12:01 Uhr
Antwort

nichts! Nur die Oberärztin hat dagegen entschieden, weil ich doch soooo ein gesundes Herz habe mit einer mittleren Frequenz von 50. Wie gesagt; sie hat sich nur die Gesamtauswertung angeschaut und erledigt war die Sache. Ich blieb mit meinen Beschwerden zurück. Nun werde ich woanders in einer ambulanten Herzklinik von vorn anfangen mit allen Untersuchungen (habe ich beschlossen) und mir eine unabhängige Meinung einholen. Nervendaufreibend. Aber so gehts garnicht, Ich bin ja nur noch erschöpft

Experte-Schaps
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11.03.2012, 10:29 Uhr
Antwort von Experte-Schaps

Guten Tag,

sicherlich eine gute Idee.

Sie brauchen ja aber nicht noch einmal alle Untersuchungen zu durchlaufen - sicher reicht es, wenn Sie die Befunde dort vorlegen, um eine zweite Meinung zu erfahren.

Herzlicher Gruß,

Ihr

Klaus-Peter Schaps

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11.03.2012, 18:08 Uhr
Antwort

nein nicht alle Untersuchungen. Hier fehlt noch ein Echo und ein bis zum Ende durchgezogenes Ergo. Ich denke 24h EKG wird eh automatisch neu gemacht. Die Gesamtbeurteilung des Vorkardiologen werde ich nicht vorlegen, um die Zweitmeinung nicht zu beeinflussen. Der Befund ist ja auch nicht wirklich richtig. Denn ein Sinusknotensyndrom liegt laut der OÄ nicht vor und in diesem Befund steht es als bestärigt drin. Hier hat der Kardiologe sich nicht mit der OÄ abgestimmt. Auch von der EPU steht dort nichts geschrieben, weil hier die Zusammenarbeit beider Kardiologen fehlte. Dann steht als Indikation arterielle Hypertonie. Die habe ich seit Jahren nicht mehr, warum auch immer. Das bewies dann die 24h-RR-Messung mit einem mittlerem Wert von 111/60. Dennoch steht arterielle Hypertonie im Befund. Das ist doch alles irgendwie schief gelaufen. Mein Hausarzt ist verwirrt

Experte-Schaps
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22.03.2012, 10:45 Uhr
Antwort von Experte-Schaps

Guten Tag,

ich denke, dann solte noch einmal ein Lz-EKG durchgeführt werden, um dann zu entscheiden, ob evtl. ein Herzschrittmacher in Betracht kommt.

"Herzlicher Gruß",

Ihr

Klaus-Peter Schaps

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08.05.2012, 13:28 Uhr
Kommentar

Hallo Herr Dr. Schaps,

bei mir läuft wirklich alles schief. Noch immer habe ich unerklärliche Bradyarrythmien, die mich sehr zusetzen. Ich bin zwar Laie, aber ich denke, dass auch AV-Blöcke vorhanden sind habe ein eigenes EKG-Gerät. Nun habe ich mir eine neue ablulante Herzklinik gesucht mit gutem Ruf. Doch leider wurde aus der angekreuzten Mit-uns Weiterbehandlung ein Zielauftrag gemacht, so dass ich keinerlei Arztkontakt bekam. Mein HA schrieb auf dem Ü-Schein Echo und Ergo. Die Auswertung durfte ich mir dann 9 Wochen später anhören. Beim Ergo hatte ich in der 3. Belastungsstufe hintereinander VES und VES-Paare steht so auf der Auswertung. Deswegen wurde die Sache in der 3. Stufe beendet. Die Ärztin sagte mir, dass es Anzeichen einer Durchblutungsstörung wäre-aber ich zu jung bin. Ich bin 46 und das mittlere Sterbealter in unserer Famlielie liegt bei 50 alles Herzsachen und veerbte Hyperlipoproteinämie. Aber niemads interresierte sich für meine Anamnese. Versuche diese zu erklären wurden unterbrochen. Bei meinem HA laß ich dann den Befund. Die Extrasystolen wurden nicht erwähnt und als letzten Satz wurde dann noch "dazugelogen": Bei Zustand nach Betablockertherapie und alles in der Norm. Ich nehme keine Betablocker und dieser Satz hat schwerwiegende Konsequenzen für mich. Wie alt muss man denn sein, damit Symptome akzeptiert und durchuntersucht werden? Ja, gott sei Dank hat mein HA den Ergoausdruck zugesendet bekommen und war natürlich genauso entsetzt, wie ich. Er will nun die Sache wiederholen lassen und hätte am liebsten eine Katheteruntersuchung. Ich hatte bereits ein Kardio-MRT, der in Ordnung war. Ist dieser 100 sicher?

Was bedeuten auf dem Ergoausdruck die Abkürzungen: PEFF, SES, ganz viele A und L und QRSL

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