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Tamoxifen Nebenwirkungen/ Wechselwirkungen

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Brustkrebs | Expertenfrage

25.06.2023 | 11:27 Uhr

Sehr geehrter Hr. Dr.,

im vergangenen Jahr bin ich an Brustkrebs erkrankt gewesen. pT1b(2)pN0SN(0/1)LOV0R0G2cM0+ pTiS R0

Ich wurde brusterhaltend operiert und in Atemanhaltetechnik 24 bestrahlt. Chemotherapie war nach dem Onko DX Test nicht notwendig.

Zurückgeblieben ist noch eine kleine Wundheilungsstörung und ein kleines Lymphödem.

Als Therapie nehme ich Tamoxifen seit September 2022.

Nun meine Frage:

Bei einem BlätterBluttest wurde eine leichte Blutarmut festgestellt. Um diese nicht weiter voran zu treiben nehme ich zur Zeit Vitamin B Komplex von Loges und Tartyferon jeweils 1 tgl. für 2 Monate.

Da ich einen massiven Vitamin D Mangel, festgestellt auch durch Bluttest, habe nehme ich Dekristol 1000 und Vitamin K 100.
Im Moment nehme ich noch Vitamin C 500.

Ich würde gern wissen wollen, ob diese ganzen Vitamine sich mit Tamoxifen vertragen. Im Internet liest man soviel und ich lasse mich nicht gern verunsichern.

Des Weiteren habe ich unter Tamoxifen Zyklusstörungen
Bis März mehr oder weniger regelmäßig. Im April nur kurz, im Mai gar nicht und jetzt ist wieder eine Zyklusblutung eingetreten. 
Da das als Nebenwirkung bei Tamoxifen passieren kann hoffe ich, dass das normal ist.

Ich selbst bin 53 Jahre und wurde als prämenopausal eingestuft. Bin regelmäßig unter Kontrolle. Nächster Termin beim FA im August. Strahlentherapiezentrum September und Sonographie im November. 

Augenarzt und Herzsono ohne Befund.

Ich hoffe, dass ich mir alles selbst gut erkläre. Ist das alles so okay oder sollte ich etwas ändern?

MfG
​​​​​​​Jacqueline K.


26.06.2023 09:14 – Beitrag von der Redaktion bearbeitet.

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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02.07.2023, 19:17 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Jacqueline K.,

Verzeihen Sie bitte unsere so späte Antwort.
Die Medikamente sollten keinerlei Wechselwirkungen untereinander haben, zumindest ist uns hier nichts bekannt.
Ja, Tamoxifen kann tatsächlich zu Blutungen führen. Es kann aber auch den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut insgesamt beeinflussen, deswegen wäre es sinnvoll, wenn Sie sich doch zeitnaher bei Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt vorstellen, einfach nur, um das abzuklären, dass hier alles in Ordnung ist. Allerdings ist ja auch nicht mehr so lange hin bis August.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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21.07.2024, 14:57 Uhr
Kommentar

Sehr geehrtes Gesundheitsteam,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich habe mich lange nicht gemeldet.

Ich möchte Ihnen eine kleine Rückmeldung geben, wie es mir bis heute ergangen ist. Bei meinem Frauenarztbesuchen im August,  November, Februar und Mai war bisher alles okay laut meinem Frauenarzt. Auch die Abstriche. Seit Dezember ist die Menstruation ganz weggeblieben. Im Mai war eine 1 Tagesblutung und jetzt im Juli 2 Tage aber immer sehr schwach. Mein Frauenarzt wies mich darauf hin, dass ich trotz Tamoxifen in den Wechseljahren bin und damit rechnen muss, dass die Menstruation kommt und geht. Erst wenn diese über 12 Monate wegbleibt ohne Zwischenmeldungen ist man in der Menopause. Auch beim GV mit meinem Mann gibt es hin und wieder Schwierigkeiten,  was die Scheidentrockenheit betrifft. Leichte depressive Verstimmungen plagen mich auch des öfteren. Ich muss mich da oft im Zaum halten, nicht zu weinen oder auch über alles zu schimpfen. Schlafstörungen sind an der Tagesordnung und Gewichtszunahme auch, obwohl ich wenig esse. Es ist manchmal nicht einfach aber ich tröste mich damit besser, wie ein Rezitiv zu bekommen. Ich hoffe, dass auch meine Gebärmutter durchhält und mir keine Schwierigkeiten bereitet. Mein nächster Kontrolltermin ist Anfang August. Drücken wir die Daumen. Ich hoffe, dass auch Sie der Meinung sind. Bis zu meiner nächsten Rückmeldung.

MfG

Jacqueline K.


22.07.2024 09:23 – Beitrag von der Redaktion bearbeitet.

Lifeline Gesundheitsteam
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26.07.2024, 09:37 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo,

diese Nebenwirkungen treten leider öfters auf, auch die Gesamtsituation ist natürlich sehr schwierig. Haben Sie denn ein Angebot für eine therapeutische Begleitung bekommen? Dies könnte in Ihrer Situation durchaus hilfreich sein. Es freut uns sehr, dass die Untersuchungsergebnisse bisher immer positiv für Sie waren

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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