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Kann ich Gynokadin Gel allein einsetzen?

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Brustkrebs | Expertenfrage

28.12.2020 | 13:02 Uhr

Hallo,

ich bin fast 50 Jahre alt, seit ich 34 bin sterilisiert. Seit einigen Jahren nahm ich La Famme und Aspirin complete durchgenhend ohne Pause ein. Kam damit bis vor einem Jahr wunderbar hin. Nächtliche Krämpfe ärgerten mich ab da zunehmend. Nahm regelmäßig Magnesium ein, ging dann eine weitere Zeit wieder besser. Seit ungefähr 3 Monaten nahm dann aber das starke Schwitzen, die Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen eben das volle Programm an Wechseljahrsbeschwerden seinen Lauf. Empfehlung von FA zusätzlich Gynokadin 1 Hub oder  2 Hub austesten. Es war ungalublich, nach nicht mal 2 Tagen Gynokadin waren sofort die Krämpfe wie weg geblasen, selbst ohne Magnesium. 2 Hübe ich verlor das Schwitzen, selbst der Schlaf der seit Jahren mehr als bescheiden ist, ist besser geworden. 

Meine FA meinte mit dem Gynokadin wäre die La Famme nicht mehr notwendig, ich könne auf ein reines Gestagen Präparat umsteigen. So nehme ich seit 14 Tagen Cerazette, das Gynokadin Gel und Aspirin Complete, da meine FA meinte alleine könne ich das Gel nicht anwenden. Obwohl ich seit Jahren sterilisiert bin?  Mit dem Wechsel der Pille kam es nach 4 Tagen zu einer kurzen Regelblutung und seither (13Tage) nicht enden wollenden Schmierblutung.

Hat jetzt der Wechsel der Pille die Blutung verursacht oder das Gel?  Brauche ich denn die Pille wirklich noch, wenn das Gel so gut wirkt? Ich bin recht schlank, schmiere daher das Gel lieber auf die Oberschenkel. Kann das die Blutung begünstigen? Ich habe mit meinem Partner ein reges Sexleben und die Schmierblutungen stören dabei extrem, allerdings die Wechseljahresbeschwerden auch. Was kann ich ändern? Braucht mein Körper vielleicht ne regelmäßige Blutungspause? Denn trotz der schon sehr langen Wechseljahresbeschwerden ist eigentlich noch kein Regelrückgang zu verzeichnen. Auch unter der langen Einnahme der La famme kam es gelegentlich zu Blutungen.

Haben Sie einen Rat für mich?
Viele Grüße Sandra

 

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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31.12.2020, 23:46 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo Sandra,

Letztlich lässt sich das leider schwer vorhersagen. Insgesamt ist es sicherlich sinnvoll, so wenig Medikamente wie möglich einzunehmen. Gleichzeitig soll ja aber natürlich dafür gesorgt werden, dass die Beschwerden soweit wie möglich beseitigt werden.
Sinnvoll ist deshalb für eine optimale Behandlung deswegen am ehesten, in Rücksprache mit Ihrer Frauenärztin die Ideen einfach auszuprobieren.
Das Gel, das Sie verwenden, ist ein Estradiol-Präparat, insofern stimmt es schon, dass Sie nicht noch zusätzlich eine Östrogen-Pille dazueinnehmen müssen. Die Umstellung kann man deshalb machen.
Die Blutung kommt wahrscheinlich eher von der Pillenumstellung. Die Pille sollten Sie zur Behandlung der Beschwerden noch dazu einnehmen, wenn Sie ein weglassen ausprobieren wollen, sollten Sie das in Rücksprache mit Ihrer Ärztin tun. Leitliniengerecht ist aber die Therapie mit beiden Hormonanteilen. Eine Pausierung könnte aber auch in Rücksprache mit Ihrer Ärztin erfolgen.
Wichtig ist, dass Sie über Ihre Wünsche und Schwierigkeiten mit Ihrer Ärztin sprechen. Eine Anpassung der Medikation könnte schon stattfinden, ein Erfolg kann aber wohl nur versuchsweise gefunden werden.

Wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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