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Seit 10 Monaten tägliche Magen Darm Beschwerden

Kategorie: Magen-Darm » Expertenrat Verstopfung | Expertenfrage

10.01.2019 | 20:49 Uhr

Guten Tag,

 

ich wende mich mit einem Problem in dieses Forum welches mich regelrecht seit ca. 10 Monaten verfolgt.

Kurz zu mir, ich bin männlich, 25 Jahre alt.

Ich versuche die Symptome mal kurz zu beschreiben, anschließend was ich bisher unternommen habe und mit welchem Ergebnis.

Symptome: Schmerzen im linken Unterbauch, tägliche Bauch/Darm Geräusche aller Art, sehr laut, zischen, pfeifen, gluckern. Fühlt sich für mich irgendwie wie Luft an, denke dabei an Blähungen? Jucken am After, und jetzt zudem was mich am meisten stört: Ich habe extreme Schwierigkeiten beim Stuhlgang, es kommt entweder Breikonsistenz oder Bleistiftstuhl. Der Stuhlgang ist nicht hart, ich habe aber trotzdem sehr große Schwierigkeiten damit mein Geschäft zu verrichten. Trotz großer Anstrengungen, gelingt mir keine erfolgreiche Entleerung. Anschließend etwas Blut am Klopapier, mittlerweile normal. Es macht mich mitlerweile auch Psychisch ziemlich fertig. Da dieses Problem mein täglicher Begleiter ist und mich extrem einschränkt. Ich kann praktisch an nichts anderes mehr denken.

 

Was habe ich bisher unternommen:

 

Ich war bei diversen Ärzten, habe meinen Hausarzt gewechselt. Habe es anschließend bei 2 weiteren Allgemeinmedizinern versucht. Was wurde unternommen? Probe auf okultes Blut im Stuhl : negativ, Blutwerte 2x untersucht auch alles in Ordnung. Ultraschalluntersuchen: In Ordnung,  Stuhlprobe: Alles in Ordnung.... Überweisung zur Koloskopie sowie zum Proktologen wg. Verdacht auf Hämorrhoidalleiden. 

Natürlich bin ich schnellstmöglich zu besagten Ärzten gegangen und habe mich untersuchen lassen. An dieser Stelle habe ich diverse Hämmorridensalben ausprobiert, Zäpfchen, Budenofalk Rektalschaum.... alles von besagten Ärzten angeordnet. Nach einigen Monaten habe ich dann meinen Proktologen Termin wahrnehmen dürfen welcher Hämmorriden diagnostiert hat. 2. Grades. Ich war 4x zur Behandlung beim Proktologen, veröden, Gummibandlegislatur usw. während der Behandlung beim Proktologen habe ich auch Flohsamenschalen probiert. Das ganze ohne Erfolg, ich habe die gleichen Beschwerden keinerlei Besserung in Sicht. Dann kam meine Koloskopie, habe nur gesagt bekommen Hämmorhoiden hätte der Arzt keine gesehen, Befund wird zugeschickt. So rannte ich dem Befund 2 Monate hinterher, ohne irgendeinen Schimmer was gefunden wurde. Dieser landete dann irgendwann bei meinem Hausarzt. Entzündung im Illeum, dünndarm? Die wäre aber nicht so schlimm, es wäre nichts chronisches. Ansonsten Befund = unauffällig.

Keine Verschreibung von irgendwelchen Medikamenten, mein Hausarzt beschließt ich solle eine Cortisontherapie machen mit Budenofalk in Kapselform. Gesagt getan, 4 Wochen das Medikament genommen, ohne den geringsten Erfolg.

Dann meint der Hausarzt ich soll sie dann weglassen und bei einem Gastro. nachfragen.

 

Nun gehe ich zum gefühlt 100. Arzt in der Hoffnung endlich von diesem Leiden befreit zu werden.

Habe im Februar einen Termin bei einem anderen Proktologen, gebe beim Gastro. eine weitere Stuhlprobe ab und mache 2 Atem Tests auf Nahrungsmittelunverträglichkeit.

Selbstverändlich kam ich bereit auf die Idee meine Ernährung umstellen. Ich habe eine Zeitlang auf Milchprodukte verzichtet bzw. bin auf Minus L Produkte umgestiegen. Ohne Erfolg. Mittlerweile bin ich der Meinung es ist komplett egal was ich esse. Es lässt sich kein Muster erkennen.

Nun sitz ich hier mit meinem Flohsamenschalen und warte auf Mitte Februar.

 

Meine Hoffnung hier: Ich habe einfach Panik dass die ganzen Termine auf welche ich hoffnungsvoll warte, sich als eine genauso große Enttäuschung rausstellen wie alle davor.

Darum dachte ich vielleicht auf diesem Wege jemanden zu finden der mir weiterhelfen kann. Bisher wurde ich komplett vom Ärztesystem enttäuscht, kein Arzt interessiert sich auch nur ein wenig dafür dass sein Patient tatsächlich gesund wird. Kein Arzt bemüht sich, ich fühle mich wirklich allein gelassen.

Falls das ganze hier zu umfangreich ist möchte ich mich dafür entschuldigen.

Vielen Dank fürs lesen. Noch lasse ich den Kopf nicht hängen :)

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Experte-Ohlert
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11.01.2019, 21:58 Uhr
Antwort von Experte-Ohlert

 


Sehr geehrte Anfragerin,
sehr geehrter Anfrager,

 

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Zunächst aber eine Vorbemerkung: Es erscheint mit wichtig darauf hinzuweisen, dass ich hier natürlich nur ganz allgemein zu den aufgeworfenen Themen Stellung beziehen kann.
Der Komplexität des Krankheitsbildes eines jeden einzelnen Patienten wird eine Stellungnahme im Rahmen einer "Internetkonsultation" sicherlich nicht gerecht.
Bitte verstehen Sie daher meine Ausführungen auch immer nur als "Denkanstoß" für die weiteren Gespräche mit Ihren behandelnden Ärzten.
Es wird letztlich "Bücherwissen" reproduziert und keinerlei individuelle Beratung in Bezug Ihr Krankheitsbild vorgenommen.
Dies wäre nach der Berufsordnung nämlich auch gar nicht zulässig.

 

Nun aber zu Ihrer Frage:

 

 Der Besuch von vielen Ärzten einschließlich umfänglicher Befunderhebung hat zu keinem greifbaren Ergebnis geführt.

Hier muß man an einen Reizdarm denken. Er ist durch seine anhaltenden Beschwerden bei fehlenden objektiven Befunden gekennzeichnet. Der Reizdarm wird zu den funktionellen Störungen gezählt. Meist hilft nur eine symptomorierterte Therapie.   eine kausale, also eine Ursache behandelnde, Therapie besteht nicht.    Einige Patienten profitieren auch von einer Psychotherapie.

 

 

 

Wie schon oben gesagt, ist dies kein Portal zu individuellen Beratung über das Wesen von Symtomen -
das gehört in die Hand des Arztes, der Sie vor Ort untersuchungen und beraten kann. Da Ihre Frage aber
genau in diese Richtung zielt, kann ich nur anraten, einen Arzt vor Ort aufzusuchen.

 

 

 

 

 

 

 

Besten Gruss

 

Dr. Peter Ohlert

 

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14.01.2019, 10:07 Uhr
Kommentar

Guten Tag,

 

zuerst danke ich Ihnen für die zügige Antwort.

 

Erst später ist mir aufgefallen, dass ich vergessen habe, 2 weitere Symptome aufzuzählen.

Allerdings ändert das wohl nichts, ich werde meinen Arzt auf den Reizdarm bei Gelegenheit ansprechen, mal sehen was er dazu sagt.

 

Vielen Dank für Ihre Zeit.

 

Viele Grüße

Experte-Ohlert
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16.01.2019, 12:21 Uhr
Antwort von Experte-Ohlert

Danke für die ergänzende Information

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