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Nach Immodium geht es bergab

Kategorie: Magen-Darm » Expertenrat Verstopfung | Expertenfrage

07.10.2021 | 17:14 Uhr

Guten Tag,

ich hatte letzte Woche Dienstag Immodiuk Akut genommen, aufgrund von Starkem Durchfall. Dies erwies sich im Nachhinein als falsch. Die darauf folgenden Tage konnte ich nicht auf Toilette gehen was ja auch durch die Wirkung der Tablette geschuldet war. Ich hatte aber die ganze Zeit das Verlangen auf Toilette zu gehen um den Darm zu entleeren jedoch kam nichts. Ich hatte auch die ganze Zeit starke Magenkrämpfe im linken unteren Bereich des Bauches. Also ging ich zum Arzt dieser Verschrieb mir Carentin, jetzt nehme ich seit Montag Carentin dies hilft einigermaßen gegen die Krämpfe, jedoch habe ich immer noch Probleme auf Toilette zu gehen mal kommt trotz Druck nichts mal kommt wieder etwas. Ganz unterschiedlich. Ich weiß langsam nicht mehr weiter die Krämpfe haben zwar abgenommen sind aber immer noch ab und zu da. Und wenn ich dann mal auf Toilette kann ist der Stuhlgang eher flüssig als fest. Bei der Ernährung verzichte ich auch FastFood und nehme nur verträgliche Nahrung zu mir. 

Können Sie mir weiterhelfen, wie ich meinen Darm wieder in die richtige Bahn bringen kann, denn ich bin beruflich viel im Aussentermin und dort ist nicht immer eine Toilette anzutreffen, was mich natürlich oft schon im vorhinein in eine Stress Situation bringt.

 

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Experte-Ohlert
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13.10.2021, 07:37 Uhr
Antwort von Experte-Ohlert


Sehr geehrte Anfragerin,
sehr geehrter Anfrager,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Zunächst aber eine Vorbemerkung: Es erscheint mit wichtig darauf hinzuweisen, dass ich hier natürlich nur ganz allgemein zu den aufgeworfenen Themen Stellung beziehen kann.
Der Komplexität des Krankheitsbildes eines jeden einzelnen Patienten wird eine Stellungnahme im Rahmen einer "Internetkonsultation" sicherlich nicht gerecht.
Bitte verstehen Sie daher meine Ausführungen auch immer nur als "Denkanstoß" für die weiteren Gespräche mit Ihren behandelnden Ärzten.
Es wird letztlich "Bücherwissen" reproduziert und keinerlei individuelle Beratung in Bezug Ihr Krankheitsbild vorgenommen.
Dies wäre nach der Berufsordnung nämlich auch gar nicht zulässig.

Nun aber zu Ihrer Frage:

 die psychogene Komponente der Darmentleerung ist nicht zu unterschätzen. Das Bewusstsein um die nicht vorhandene bzw. nur innerhalb eines bestimmten Zeitfensters vorhandene Toilette kann in der Tat die Fähigkeit zur Defäkation entscheidend mit beeinflussen. Dies ist natürlich keine gastroenterologische, sondern mehr eine psychotherapeutische Frage. Gegebenenfalls kann mit dem Hausarzt zusammen eine psychotherapeutische Behandlung eingeleitet werden.

 

Wie schon oben gesagt, ist dies kein Portal zu individuellen Beratung über das Wesen von Symtomen -
das gehört in die Hand des Arztes, der Sie vor Ort untersuchungen und beraten kann. Da Ihre Frage aber
genau in diese Richtung zielt, kann ich nur anraten, einen Arzt vor Ort aufzusuchen.

 

 

 

Besten Gruss

Dr. Peter Ohlert

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