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Ständiges Aufstoßen

Kategorie: Magen-Darm » Expertenrat Sodbrennen | Expertenfrage

16.02.2022 | 21:27 Uhr

Guten Tag, da ich nicht genau weiß zu welcher Kategorie ich diesen Text schreiben soll, versuche ich mein Glück hier. Hinweis: Anfangs wird sich die Geschichte anhören wie eine magenschleimhautentzündung, aber ich gehe davon aus, dass es keine ist/war.

Also:

Ende November mitten im Schlaf hatte ich plötzlich ein Stechen unter dem linken rippenbogen. Am nächsten Tag hatte ich ab und an ein druckgefühl zwischen dem Rippenknorpel und Schwertfortsatz (eher unter dem rippenknorpel parallel zum schwertfortsatz) schmerzpunkt größe untergefähr 2cm × 2cm. Dieses druckgefühl kam sehr oft und hielt für 1-2 Wochen an. Danach war dieses Gefühl weg. Ab und an beim Sport, vorallem wenn ich mich gestreckt habe, hatte ich an diesem Punkt ein leichtes ziehen entlang der Rippe linksseitig. Anfang Januar bin ich dann zum Arzt gegangen, da ich nachdem essen plötzlich ein starkes druckgefühl an diesem Bereich hatte. Die Ärzte gingen von einer magenschleimhautentzündung an, da ich tatsächlich diese Schmerzen auch sehr oft wahrgenommen habe nachdem essen. Mir wurde 2 Wochen lang pantoprazol verschrieben. (Täglich 80 gramm) und danach 1 woche weiterhin Esomeprazol (täglich 40 gramm) Seit Ende Januar hab ich dann plötzlich immer nachdem essen ein häufiges Aufstoßen gehabt. Mal mit und mal ohne Nahrungsbrei. Ein Sodbrennen oder Säuregeschmack hatte ich nicht. Außerdem hatte es im linken Bereich der Rippe sehr gezogen wenn ich ruckartig eine bewegung gemacht habe nach oben.Der Arzt war der Meinung dass es sich um helicobacter handeln muss, weshalb ich noch Pylera verschrieben bekommen habe für 10 Tage. Das aufstoßen blieb weiterhin und die Schmerzen hatte ich immer noch ab und an. Nach den 10 tagen hatte ich am 11.02. Eine Magenspieglung. Die Laborwerte sind noch nicht da aber der Arzt meinte dass er nichts(!) verdächtiges im Magen beobachten konnte. Am selben Abend nach der Magenspieglung hatte ich ein Bericht gelesen über Rippenblockaden. Ich habe diese Übung nachgemacht und beim dehnen hatte es dann sehr laut zwischen dem Brustbein und Rippenknorpel auf ungefährer Höhe der rippenknorpel geknackt. Danach waren die hauptsächlichen schmerzen vorüber. Ich konnte sogar Darmwinde plötzlich besser rauslassen. Ab und an hatte ich noch minimal Schmerzen an der selben Stelle an der dortigen "Muskelatur (?)". Vorallem wenn stark lachen musste, hatte ich noch an der dortigen Muskulatur leicht schmerzen. Ab und an hab ich das Gefühl dass an der wirbelblockade auch was knacken müsste damit es komplett "verheilt" ist. Aber gut das hat orthopädische Gründe. Mein Problem derzeit ist das ständige aufstoßen. Das o.g. knacken war am 11.02. Und am 13.02. Hatte ich meine letzte dosis Esomeprazol 40mg eingenommen. (Empfehlung vom Arzt). Ich hatte die Hoffnung dass dieses aufstoßen auch aufhören wird. Jedoch habe ich heute, den 16.02., immer noch nachdem essen ständiges aufstoßen mit essensresten. Vorallem wenn ich sehr große Portionen aufeinmal esse. Das aufstoßen hört dann auf wenn ich das ganze essen im magen so gut wie verdaut habe.

Kurz gefasst meine frage: wieso hab ich nach ca. 3 Wochen Einnahme von Säureblockern plötzlich häufiges aufstoßen nach dem Essen? Kann man durch Säureblocker plötzlich Reflux bekommen? Oder war durch mein Rippenknochen irgendwas eingequescht?

Kurze Infos die ich nicht erwähnt hatte:
4x Ultraschall gemacht, alles in Ordnung
Magenspieglung, alles in ordnung (Laborwerte noch unbekannt)
Blutwerte, alles in Ordnung.

Eine Ferndiagnose ist natürlich nicht einfach, aber gibt es eventuell Ideen was es sein kann. Reflux? Oder doch eventuell irgendeine nebenwirkung von säureblockern? Oder doch irgendwas orthopädisches?

Leider weiß ich nicht mal zu welchem Arzt ich genau noch gehen soll...? Da ich davon ausgehen dass die ganze Diagnose mit dem Magen einfach eine fehldiagnose war und diese ganzen Medikamente mir neue Probleme zubereitet haben.

 

MfG

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Bisherige Antworten
Experte-Ohlert
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20.02.2022, 16:22 Uhr
Antwort von Experte-Ohlert


Sehr geehrte Anfragerin,
sehr geehrter Anfrager,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Zunächst aber eine Vorbemerkung: Es erscheint mit wichtig darauf hinzuweisen, dass ich hier natürlich nur ganz allgemein zu den aufgeworfenen Themen Stellung beziehen kann.
Der Komplexität des Krankheitsbildes eines jeden einzelnen Patienten wird eine Stellungnahme im Rahmen einer "Internetkonsultation" sicherlich nicht gerecht.
Bitte verstehen Sie daher meine Ausführungen auch immer nur als "Denkanstoß" für die weiteren Gespräche mit Ihren behandelnden Ärzten.
Es wird letztlich "Bücherwissen" reproduziert und keinerlei individuelle Beratung in Bezug Ihr Krankheitsbild vorgenommen.
Dies wäre nach der Berufsordnung nämlich auch gar nicht zulässig.

Nun aber zu Ihrer Frage:

 der rückflusssauren Mageninhaltes in die Speiseröhre (Reflux) wird durch die Einnahme von Protonenpumpenblockern nicht beeinflusst. Es wird aber die Zusammensetzung des Magen Sekrets dahingehend beeinflusst, dass weniger Säure gebildet wird. Wird weniger Säure gebildet, so sind die ungünstigen Auswirkungen des Rückflusses des Magen Sekretes in die Speiseröhre im Gegensatz zu Magen Säure nur sehr schlecht.

 

Wie schon oben gesagt, ist dies kein Portal zu individuellen Beratung über das Wesen von Symtomen -
das gehört in die Hand des Arztes, der Sie vor Ort untersuchungen und beraten kann. Da Ihre Frage aber
genau in diese Richtung zielt, kann ich nur anraten, einen Arzt vor Ort aufzusuchen.

 

 

 

Besten Gruss

Dr. Peter Ohlert

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