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Progesteron oral zur Vermeidung Frühgeburt

Kategorie: Frauenheilkunde » Expertenrat Schwangerschaft | Expertenfrage

13.10.2021 | 19:09 Uhr

Hallo!

Ich bin z.Z. in der 18. SSW und habe einen Uterus Unicornis. Deshalb nehme ich prophylaktisch zur Vermeidung einer Gebärmutterhalsverkürzung morgens und abends Utrogest 200mg. Nun kämpfe ich allerdings zusätzlich seit Monaten gegen eine Pilzinfektion die ich nun endlich mal los werden möchte. Zusätzlich wurden zuletzt E Coli Bakterien gefunden, nicht viele und der PH Wert hat sich nach 6 Tagen Vagi C auch bereits wieder normalisiert. 

Kann ich, um den Pilz endlich richtig zu behandeln, das Utrogest auch vorübergehend oral einnehmen? Hat es dann die gleiche Wirkung? Ich habe große Angst vor einer vorzeitigen Öffnung des Zervix. Vor einer Woche lag die Länge noch bei 4cm, aber ich weiß dass es im Zweifel schnell gehen kann.

Durch die vaginale Gabe des Progesteron wird die Infektion leider immer schlimmer und 3 Behandlungsversuche (Canesten, Biofanal, Kadefungin) blieben leider erfolglos.

Gibt es noch andere Möglichkeiten das Progesteron einzunehmen, mit gleichbleibenden Wirkung? Spritzen? Rektal?

 

VG Erin

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Expertin-Grüne
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14.10.2021, 10:09 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo Erin,

Progesteron kann auch oral verwendet werden, es erreicht nicht ganz die gleiche Wirkung wie bei einer vaginalen Anwendung.
Ich verstehe nur die Indikation nicht ganz. Hatten Sie in einer vorausgegangenen Schwangerschaft bereits eine Zervixinsuffizienz oder warum befürchten Sie diese?

viele Grüße
Dr. Grüne

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14.10.2021, 10:27 Uhr
Antwort

Hallo Frau Dr. Grüne,

danke für Ihre schnelle Antwort. Mir wurde im Rahmen meiner vorangegangenen Kinderwunsch-Behandlung dazu geraten frühzeitig in einem Perinatalzentrum vorstellig zu werden und mögliche Komplikationen aufgrund des Unicornis abzuklären. Dort wurde mir zwar von einem prophylaktischen TMV oder einer Cerclage abgeraten, aber eben das Progesteron und 2-wöchentliche Zervix-Kontrollen angeraten. Falls sich da was tun sollte, steht eine der o.g. OPs noch an. Ich bin bereits 39 und habe 6 Jahre Kinderwunsch mit zuletzt 9 Transfers hinter mir. Ich bin zum ersten Mal im Leben schwanger.

Würden Sie aufgrund der geringeren Wirksamkeit bei der oralen Einnahme dann die Dosis auf 3x200mg erhöhen? 

Viele Grüße Erin

Expertin-Grüne
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15.10.2021, 10:55 Uhr
Antwort von Expertin-Grüne

Hallo Erin,

o.k. Das ist eine ganz besondere Situation, in der sehr auf Sicherheit gesetzt wird.
Die Erhöhung der Dosierung ist möglich, macht aber müde. Bitte alles nur in Rücksprache mit den behandelnden Ärzten umsetzen.

viele Grüße
Dr. Grüne

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