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Weichteilrheuma (Polymyalgia rheumatica)?

Kategorie: Sonstige-Medizin » Expertenrat Schmerzen | Expertenfrage

11.10.2021 | 13:52 Uhr

Anfang bis Mitte September hatte ich eine Erkältung mit starkem Schnupfen. Als die Erkältung im Abklingen war, bekam ich Nachts starke Gliederschmerzen. Tagsüber waren diese schwächer, aber ich habe festgestellt, dass ich weniger Kraft in Armen und Beinen habe. Außerdem habe ich seitdem ca. 3-4 kg abgenommen.


Mittlerweile sind die Beschwerden tagsüber weniger geworden. Nachts habe ich weiterhin Gliederschmerzen, insbesondere im linken Oberarm, so dass ich jede Nacht auf Schmerzmittel ( Ibuprofen und Voltaren-Salbe) angewiesen bin, um einigermaßen Schlafen zu können.


Letzte Woche habe ich beim Hausarzt ein Blutbild machen lassen. Die Werte sind allerdings alle noch im Normbereich.

Zusätzlich am 7.10.2021 eine Blutsenkung und EntzündungswerteCRP 6,4 (Normwert -5) und Blutsenkung 10-20 (Normwert 3-5).

Der Hausarzt hat mir Antibiotika (cefurax 500) verschrieben. Nach der ersten Dosis habe ich das Gefühl, dass das die Situation erstmal verschlechtert, nur der sehr starke Schmerz in der linken Schulter ist weniger geworden. Am nächsten Tag hat der in beiden Schultern etwas nachgelassen, aber der Schmerz in den Muskeln bei Belastung ist noch da.

Ich versuche selber mit Gymnastik, Mobilisierungsübungen und Faszienmassage gegenzusteuern, weiß aber noch nicht, wie viel das bewirkt Arnika- und Beinwell-Salben scheinen nicht viel zu bewirken.

Reinhold

PS: ich bin seit Ende Juli vollständig geimpft (im April AstraZeneca, im Juli BioNTec) und hatte keine Impf-Nebenwirkungen. Alter: 66


11.10.2021 16:22 – Beitrag von der Redaktion bearbeitet.

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Bisherige Antworten
Alexandra Mayer
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12.10.2021, 18:06 Uhr
Antwort von Alexandra Mayer

Guten Tag rdilse,

ich kann mir vorstellen, dass die geschilderten Beschwerden für Sie sehr anstrengend sind und es sie belastet, dass trotz all der bisherigen Therapie - Schmerzmittel und Antibiotika - noch keine ausreichend, anhaltende Besserung eingetreten ist.

Ich darf rechtlich leider keine Diagnose über diese Plattform stellen! Jedoch möchte ich Sie darauf hinweisen, dass im Blutbild der CRP Wert zwar gering erhöht ist, jedoch die BlutkörperchenSenkgeschwindigkeit deutlich erhöht ist und die von Ihnen angegeben Schulterschmerzen durchaus auf eine rheumatologische Beteiligung im Sinne einer Polymyalgia rheumatica hinweisen. In dem Fall wäre jedoch die medikamentöse Therapie an eine Behandlung mit Corticoiden adressiert.

Ich würde Ihnen empfehlen, einen Termin zur Vorstellung beim Rheumatologen zu vereinbaren, allenfalls die Wartezeiten zu lang sind, lassen Sie Ihren Hausarzt mit dem Kollegen telefonieren, um einen - überbrückenden - medikamentösen Therapieplan aufzustellen.

Gute Besserung,

Dr A K Mayer

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