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Sehr geehrte Fr. Dr. Mayer

Kategorie: Sonstige-Medizin » Expertenrat Schmerzen | Expertenfrage

19.12.2019 | 18:21 Uhr

ich möchte jetzt noch mein Beitrag ergänzen, weil es wohl wichtig ist das sie besser über mich Bescheid wissen. 
Meine Medikamenteneinahme am Tag

morgens Blutdruckmittel Enalapril 10 1/2 Tab. 
               Mirtazapin 15 mg 

milgamma Protekt B1 1/2 Tab.

Neuro-orthim 1 Tab. 

abends Enalapril 1/2 Tab.

             Mirtazapin 30 mg 

und jetzt soll ich noch dazu Carbamazepin 200mg 1/2 Tab. nehmen 

Hab mir den Beipackzettel durchgelesen, da wird mir Angst und Bange. 

Keiner dieser Medikamente hat bisher bewirkt das es ganz weg bleibt. 
Auch wenn ich es nicht täglich habe und alle paar Monate mal obwohl es im Moment anders ist, sonst hatte ich es 1-2 Tage und dann war gut, jetzt geht es eine Woche ca. 

Das schlimme ist das es mich seelisch wieder so runter zieht, obwohl es mir seelisch wieder richtig gut ging. Wenn die Einstiche doch nicht so heftig und schmerzhaft wären. 

Diese Stiche lösen bei mir Ängste und Panik aus obwohl ich es schon jahrelang kenne und mir immer sage, es kann dir nichts ernsthaftes passieren. 

Mein Altag ist dadurch wieder so geprägt und Weihnachten steht vor der Tür und man hat Aufgaben zu erfüllen und freut sich mit der Familie zusammen zu sein. 

Ich bin wirklich so verzweifelt und traurig, hab das Gefühl das die Ärzte auch nur ein Fragezeichen im Gesicht haben. 

MRT vom Rücken, Lendenwirbel, Bein gemacht Ok, EKG ok 

Vielen Dank das Sie sich mein Problem annehmen und hoffe das sie mir irgend wie noch einen guten Rat geben können. 

Mfg

Spiky

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Bisherige Antworten
Community-Managerin
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20.12.2019, 15:30 Uhr
Antwort von Community-Managerin

Liebe Frau Dr.Mayer,

dem Beitrag des Users füge ich noch den Eingangsbeitrag zur besseren Beurteilung der Situation bei:

Sollen es wirklich Nervenschmerzen sein? Ich zweifel es an!

ich habe seid ca. 7 Jahren im linken Bein Innenseite, heftige Einstiche sie sind nicht andauernd, könnten Monate weg bleiben und treten dann wieder auf. Es sind so heftige schmerzhafte Einstiche, wie ein Blitzschlag dann ist Ruhe bis zum nächsten Stich. MRT vom Rücken, Halswirbel,Hüfte gemacht unauffällig. Bei vielen Ärzten gewesen. Der Stich kommt in Ruhe sowie Bewegungungszustsand. Medikamente Schmerzmittel Antidepresdiva, Keltican, Vitamin B/Komplex keine Besserung. 
Jetzt soll ich Carbamazepin nehmen???lnoch ein Beruhigungsmittel ?Ich weiß mir nicht mehr zu helfen, was ist richtig und was falsch. Was kann ich noch tun ?Ausser mein Körper mit Medikamenten voll zu pumpen? Was könnte noch die Ursache sein? Ich kenne niemanden der die selben Symtome hat. Ich wäre so dankbar für jeden guten Rat. Vielen Dank im Vorraus. 
Spiky

Alexandra Mayer
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23.12.2019, 09:35 Uhr
Antwort von Alexandra Mayer

Guten Morgen Spiky,

lassen Sie mich kurz wiederholen, dass Sie seit 7 Jahren akut  stechende, einschiessende Schmerzen im linken Bein in der Innenseite sowohl in Ruhe und Belastung erleben.

Die bisherig - ausführliche - Untersuchung und Diagnostik hat keine schwerwiegende Ursache ergeben, allerdings scheint die Ursache letztlich ungeklärt.

Medikamentös nehmen sie zur "Schmerzdistanzierung" ein Antidepressivum, neben Blutdruckmittel und Vitamine. Zusätzlich hat man Ihnen offensichtlich jetzt noch Carbamazepin, für die neuropathisch - elektrisierenden - Schmerzen, empfohlen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass sie in Allem recht verzweifelt sind und sich wohl denken "ob die Ärzte nichts können" ?!

Nun, wenn "wir" Schmerzen erklären sollen, machen wir uns oft erstmals auf die Suche nach einem Gewebeschaden, welcher bei Ihnen scheinbar nicht gefunden wurde. In der Tat ist dann auch guter Rat teuer und man versucht mittels Medikamente die Symptome zu lindern, allerdings wirken die Medikamente im ganzen Körper.

Sie beschreiben einschießend und stechende Schmerzen, was in unserer Fachsprache als nozizeptiv eingeordnet wird. In unserem Körper hat jeder Nerv einen bestimmten Verlauf und eine bestimmte Region Zugehörigkeit, d.h. Haut, Muskel etc. Ihre beschriebene Region trifft auf die Adduktoren Muskelgruppe zu, d.h. die Muskeln, welche die Beine innen übereinanderschlagen. In der Anamnese würde ich Sie nach einem Sport, z.b. Fussballspielen oder Sturz auf Glatteis oder Ski fragen, ggf auch nach einer Leisten OP. In der körperlichen Untersuchung sollte der Kollege auf Triggerpunkte spezialisiert sein und die Muskeln abtasten. Alsdann wäre ein gezielte manuelle Therapie und Anleitung zu Dehnübungen, welche sie konsequent täglich und am besten beidseitig machen sollten, umzusetzen. Medikamentös würde ich zusätzlich lokal Magnesiumöl auftragen. Weiterhin ist ein TENS Gerät zur Reizstromtherapie emofohlen. Zusammenfassend liegt meiner Vermutung, angelehnt an Ihre Beschreibung, nach ein muskuläres Schmerzsyndrom (ja, das kann auch mal Jahre andauern, wenn es nicht erkannt und behandelt wurde) vor.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas auf den Weg helfen und wünsche Ihnen in diesem Sinne gute Besserung,

Dr. A K Mayer

 

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