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MS / chronische Schmerzen und Atemnot

Kategorie: Sonstige-Medizin » Expertenrat Schmerzen | Expertenfrage

22.04.2020 | 18:25 Uhr

Hallo Frau Mayer,

im Juni 2019 wurde mir aufgrund Taubheitsgefühlen die Diagnose MS gestellt.

Ab September 2019 habe ich im rechten Brustkorbbereich immer mehr und stärker werdende Schmerzen bekommen und das Gefühl, dass ich nicht mehr richtig atmen kann.Es fühlt sich u.a. so an, wie ich eine Intercostalneuralgie beschreiben würde. Im Liegen geht es, bei Bewegung wird es immer schlimmer und die Atemnot dazu ist furchtbar.

In der Schmerzklinik war ich auch schon, leider erfolglos. Mein Neurologe sagte mir jetzt, dass es nichts mehr für mich gibt, was mir noch helfen könnte und ich solle damit leben. Das macht mich noch verzweifelter, da ich aufgrund der Schmerzen und der Atemnot schon monatelang krankgeschrieben bin. Ich habe null Lebensqualität mehr und liege fast nur noch. Medikamentös habe ich Amineurin und Gababentin eingenommen, hinterher alles beides zusammen. Es hat leider nicht angeschlagen. Pregabalin habe ich leider gar nicht vertragen.

Könnten diese Schmerzen und diese Atemnot evtl. nicht von der MS kommen und eine andere Ursache haben? Ich habe einen Herd in der BWS 2-3.

Was kann mir denn helfen? Ich bin so verzweifelt.

Liebe Grüße

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Alexandra Mayer
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29.04.2020, 07:53 Uhr
Antwort von Alexandra Mayer

Guten Morgen Daniela,

ich kann mir vorstellen, dass es nicht leicht für Sie, dass Sie trotz eingestellter Medikation spüren, dass Ihr Körper "nicht mehr so  wie früher kann". Die MS führ zu neuropathischen Schmerzen und hierunter auch zur muskulären Schwäche.

Nun Medikation alleine reicht oft nicht aus, hierzu brauchen sie konstante Physiotherapie und auch eine tägliches Eigenübungsprogramm mit Atemtechniken um die Atemmuskulatur zu trainieren und den Traniningszustand aufrecht zu erhalten. Zusätzlich wäre auch eine kurzzeitige Osteopathie zu empfehlen. Vielleicht gelingt es Ihnen auch entspannende Übungen wie QiGong oder PMR zu erlernen.

Besprechen Sie doch mit Ihrem behandelnden Arzt zum einen die Medikation und erweitern diese ggf durch ein morgendliches Co-Analgetikum, bsp. Duloxetin oder Venlafaxin sowie stellen Sie sich ein tägliches Übungsprogramm zusammen mit ein-zwei mal wöchentlicher Physiotherapie.

Gute Besserung, DR A K Mayer

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